Weiterer Tech-Sell Off belastet die Märkte, angeführt von Apple

London Capital GroupDer US-Tech-Sektor gab über Nacht Anlass zur Sorge. Verluste von fast 4% bei Apple und ein Ausverkauf bei den Halbleiterherstellern führten zu Rückgängen bei den Technologiewerten und zogen die US-Indizes in die Tiefe. Besorgnis über die Nachfragesituation bei dem iPhone und Befürchtungen, dass die Chiphersteller in den Strudel des US-chinesichen Handelskriegs hineingezogen werden könnten lastete schwer auf der Nachfrage.

Am stärksten betroffen war die Nasdaq mit einem Verlust von über 3%, während der Dow und der S&P mit Verlusten von 2% aus dem Handel gingen.

Der Ausverkauf bei den Technologiewerten und die Handelskriegssorgen zogen auch die asiatischen Börsen über Nacht in die Tiefe und auch die europäischen Börsen steuern auf eine schwächere Eröffnung hin.

 


 

Apple verliert fast 4%
Die Händler stiegen schnell aus ihren Apple-Aktien aus, nachdem Berichte kursierten, dass das Unternehmen in den letzten Wochen die Produktionsaufträge für alle drei im September vorgestellten iPhone-Modelle reduziert hat. Die Anleger waren bereits über die Aussichten für Apple und seine Spitzenmodelle nervös geworden, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, in seinen jüngsten Gewinnberichten keine Aufschlüsselung der Verkaufszahlen nach Produkten mehr melden zu wollen.

Die Nachricht von den drastisch gesunkenen Produktionsaufträgen hat diese Befürchtungen gerade bestätigt und die Anleger gezwungen, den Ausblick für Apple zu überdenken.

 

 

Sichere Häfen gefragt
Die Volatilität stieg an und erreichte mit dem VIX, dem Angstmesser, 21 Punkte. Die Investoren mieden die risikoreichen Anlagen und schichteten ihre Gelder in Anlagen der sicheren Häfen um. Der japanische Yen schloss über Nacht gegenüber dem Dollar um 0,2% höher, und auch das Gold konnte sich die fünfte Sitzung in Folge festigen, was auch durch den schwächeren Dollar unterstützt wurde.

Dollar stabil
Der Dollar notiert nach drei aufeinander folgenden Verlustsitzungen stabil. Während es schwierig ist, einen Höchststand beim Dollar zu beziffern, sehen wir, dass die Investoren zunehmend eine gemäßigtere Fed einpreisen. Die vorsichtigen Kommentare von Fed-Mitarbeitern der letzten Woche werden als Beginn eines “langsameren Vorgehens” gesehen, das erst 2019 viel deutlicher an Fahrt gewinnen könnte.

Theresa May aus Gefahrenzone
Das Pfund bewegte sich über Nacht in einer engen Spanne, nachdem es gegenüber dem Vortag leichte Gewinne verzeichnet hatte. Die Nachrichten rund um den Brexit waren in den letzten 24 Stunden etwas positiver, nachdem Theresa May versucht, weitere Unterstützung für ihr Abkommen zu gewinnen, nachdem die Brexit-Rebellion in ihrer eigenen Partei ins Stocken gerät. Bisher konnten keine 48 Misstrauensschreiben, die für ein Misstrauensvotum erforderlich sind, erreicht werden.

Das heißt nicht, dass es nicht doch noch passieren könnte. Wenn Theresa May den Brexit-Abschluß dem Parlament vorlegt, könnte dies ein weiterer Auslöser sein.

Zumindest für den Moment ist Theresa May aus der Gefahrenzone und dem Pfund gefällt das.

 


 

 

BoE Mark Carney in der Bredouille
Während der Schwerpunkt weiterhin auf dem Brexit und den politischen Entwicklungen liegt, gerät Mark Carney in Bedrängnis, bevor das Treasury Select Committee eine willkommene Ablenkung bieten könnte. Mark Carney wird seine Ansichten über die Gesundheit der Wirtschaft darlegen.

Wir können auch erwarten, dass er über die Planung eines No-Deal-Brexit in die Zange genommen wird, was sich als eine sensible Veranstaltung für nervöse Pfundhändler erweisen könnte.

 

 

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