Wirtschaftskalender: Alle Augen auf London gerichtet

XTB: London steht am Dienstag im Mittelpunkt, da das britische Parlament mehr Klarheit über die Zukunft und Gestaltung des Brexit-Prozesses schaffen wird. Andernorts werden USD- und SEK-Händler die VPI-Daten genau verfolgen, um zu sehen, ob die Fed oder die Riksbank dadurch hawkischer eingestellt sein könnten.

Zuallerletzt wird das API am späten Abend ihre Schätzungen zu den Lagerbestandsdaten veröffentlichen.

9:30 Uhr | Schweden, VPI-Inflation (Februar): Wenn wir uns die neuesten Daten aus Schweden ansehen, sehen wir ein recht rosiges Bild. Das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2018 war stärker als erwartet, und die Einzelhandelsumsätze im Januar erholten sich von dem Rückgang im Dezember. Selbst nachdem sich die schwedische Inflation im Januar verlangsamte, könnten die Länder des Euroraums nur von einem so robusten Preiswachstum träumen, wie es Schweden hat.

Die Märkte erwarten wiederum, dass die Riksbank bis zum Jahresende eine Zinserhöhung vornehmen wird.

Eine starke Verlangsamung der Inflationswerte könnte jedoch mehr als ausreichen, um diese Erwartungen zu enttäuschen. Der Marktkonsens erwartet, dass die Kerninflation unverändert bei 2% im Jahresvergleich bleibt, während die Gesamtinflation von 1,9% auf 2% steigen sollte.

 


 

Großbritannien | Daten (10:30 Uhr) und Brexit-Abstimmung (Abend)
Die britischen Abgeordneten werden heute über die überarbeitete Brexit-Vereinbarung abstimmen. Premierministerin Theresa May gelang es gestern, einige Zugeständnisse von der EU zu gewinnen, um den Gesetzgebern in London zu gewährleisten, dass der irische Backstop keine dauerhafte Lösung ist. Die Abstimmung findet am Abend statt, die Händler könnten aber auch auf die voraussichtlich morgens anstehende Kabinettssitzung mit May achten, außerdem werden die britischen Abgeordneten den ganzen Tag über die revidierte Vereinbarung diskutieren.

Allerdings bleibt die Ablehnung nach wie vor die wahrscheinlichste Option.

Für den Fall, dass sich der britische Gesetzgeber dafür entscheidet, das Abkommen nicht zu unterstützen, werden morgen und am Donnerstag neue Abstimmungen darüber stattfinden, ob Großbritannien die EU ohne ein Abkommen verlässt oder der Brexit verzögert werden soll. Abgesehen davon wird heute um 10:30 Uhr ein britisches Datenpaket, einschließlich gewerblicher und industrieller Produktion für Januar, veröffentlicht, aber es ist möglich, dass diese Veröffentlichungen von den Märkten aufgrund der wichtigen politischen Abstimmungen weitgehend ignoriert werden.

 

 

13:30 Uhr | USA, VPI-Inflation (Februar): Als Jerome Powell am Wochenende sagte, dass er besonders an den Einzelhandelsumsätzen interessiert ist, um zu sehen, ob der Einbruch im Dezember nur ein Einzelfall war, schien er die Bedeutung des jüngsten NFP-Berichts herunterzuspielen. Es ist jedoch nicht möglich, dass er den heutigen Inflationsbericht ähnlich herunterspielen wird.

Das US-Preiswachstum verlangsamte sich in den letzten Monaten deutlich, so dass die Fed den Komfort hatte, bei Zinserhöhungen geduldig zu bleiben. Dennoch ist diese Verlangsamung vor allem auf Veränderungen bei den Energie- und Nahrungsmittelpreisen zurückzuführen, da sich die Kerninflation in den letzten sechs Monaten kaum veränderte.

Der FOMC wird nächste Woche eine Quartalssitzung (mit neuen Projektionen) abhalten und eine Reihe wichtiger US-Messwerte, die für diese Woche geplant sind, könnten helfen, den nächsten Schritt der Fed zu bewerten. Es wird erwartet, dass das Preiswachstum das bisherige Tempo beibehalten wird.

21:40 Uhr | API-Bericht zu Rohöl-Lagerbeständen: Öl stieg gestern nach der Ankündigung Saudi-Arabiens, die Produktionskürzungen bis in den April hinein zu verstärken. Brent (OIL) bewegte sich wiederum erneut an die Obergrenze des aktuellen Konsolidierungsbereichs. Später wurde eine gewisse Schwäche festgestellt, so dass die Handelsspanne in der nahen Zukunft aufrechterhalten werden könnte. Ein starker Preisimpuls, der z.B. durch die Lagerbestandsdaten ausgelöst wird, könnte jedoch dazu beitragen, dass der Preis in unbekanntes Terrain vordringt.

Es wird erwartet, dass der API-Bericht einen Lageraufbau von 2,8 Mio. Barrel aufweist.

 


 

Heutige Reden von Zentralbankmitgliedern:
– 11:45 Uhr | Lautenschläger von der EZB
– 13:45 Uhr | Brainard von der Fed

Heutige Unternehmensberichte:
– 11:00 Uhr | DMG Mori (GIL.DE / WKN: 587800)
– Volkswagen (VOW3.DE / WKN: 7664039)

 

 

GBPUSD erholte sich gestern von der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie. Die Bewegung wurde durch die positiven Brexit-Nachrichten ausgelöst und veranlasst das Paar, fast auf 1,33 zu steigen. Dennoch sollte in der Politik nichts als selbstverständlich angesehen werden, da der britische Gesetzgeber den Deal wahrscheinlich immer noch ablehnen wird. Quelle: xStation 5

 


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