Wochenausblick: US-Zinsentscheid und Zins-Entscheidungen der BoJ und der SNB

LYNX Broker: Wochenausblick, 14. September 2015 Der US-Zinsentscheid am Donnerstag ist das Highlight der neuen Handelswoche. Außerdem entscheiden noch die Bank of Japan (BoJ) und die Schweizer Nationalbank (SNB) über ihren Zins. Am Freitag steht an den Aktienmärkten mit dem vierfachen Verfall (Hexensabbat) an der EUREX zudem ein weiteres wichtiges Event an. Als Aktie der Woche stellen wir Ihnen das amerikanische IT-Unternehmen Oracle näher vor.
 

Unser Ausblick auf die Fundamentaldaten

  • DAX, Dow und Co. weiter volatil
  • US-Zinsentscheidung vor der Tür

In der neuen Handelswoche steht die Zinsentscheidung der Fed an. Die Marktteilnehmer bleiben nervös. Auch aus China kommen immer wieder schwache volkswirtschaftliche Daten. Besonders der Dow Jones und der S&P 500 notieren auf 2015er-Basis immer noch im Minus. Beim deutschen Leitindex DAX standen zum Wochenschluss via Xetra 10.123,56 Punkte auf der Kurstafel. Die Rekordmarke von 12.390,80 Punkten wird man für dieses Jahr bereits ad acta legen dürfen. Der XDAX stand um 22:15 Uhr bei 10.195,11 Punkten. An der Wall Street beendete der Dow Jones den Handelstag mit 16.433,09 Punkten, die Rekordmarke liegt hier bei 18.351,36 Punkten. Der NASDAQ 100 notierte zum Handelsschluss bei 4.323,23 Punkten. Sein Jahreshoch liegt zurzeit bei 4.694,13 Punkten, das Allzeithoch aus dem März 2000 bei 4.704,73 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 schloss mit 1.961,05 Zählern, der Rekord beträgt 2.134,72 Punkte.
 


Der Euro-Bund-Future notierte am Freitag an der EUREX mit einem Schlusskurs von 155,15 Zählern. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt aktuell bei 0,65 Prozent. Der Spread zwischen zehnjährigen deutschen Bunds und zehnjährigen US-Staatsanleihen (2,19 Prozent Rendite) liegt derzeit bei 154 Basispunkten. Bundesanleihen rentieren bis zu einer vierjährigen Laufzeit mit Negativrenditen (Mitte April hatten sogar noch achtjährige Läufer im negativen Terrain rentiert). In der neuen Handelswoche begibt die Finanzagentur des Bundes am 14.09.2015 Geldmarktinstrumente (Bubill) mit einer halbjährigen Laufzeit und einem Emissionsvolumen von 2,0 Mrd. Euro (Aufstockung). Am 16.09.2015 werden Kapitalmarktinstrumente (Bund) mit einer dreißigjährigen Laufzeit und einem Emissionsvolumen von 2,0 Mrd. Euro (Aufstockung) begeben.


China kauft weiter Gold zu, hängt Russland ab und diversifiziert damit das Reserveportfolio

China hat die Zeit seit dem Crash am Goldmarkt vom 20.07.2015 nochmals für Zukäufe genutzt. Die People?s Bank of China (PBOC) kaufte im August 15,98 Tonnen Gold. „Damit ist der rapide Rückgang der Währungsreserven nicht mehr nur auf die Unterstützungskäufe an den chinesischen Festland-Aktienmärkten in Shanghai und Shenzen zu reduzieren“, erläutert Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Die Chinesen stehen jetzt auf der Liste der größten Halter von Goldreserven mit 1.677,4 Tonnen auf Platz sechs und haben damit Russland hinter sich gelassen“, so Friczewsky. Die russischen Goldreserven schmolzen seit der Februar-Statistik um exakt 80 Tonnen. Die größten Halter von Goldreserven vor China sind die USA, Deutschland, der IWF, Italien und Frankreich.
 

Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Der Montag beginnt mit der neuseeländischen Verbraucherumfrage von Westpac für das dritte Quartal um 00:00 Uhr. Im weiteren Verlauf der Nacht wird der Rightmove-Hauspreisindex für den September ausgegeben. Highlight der Nacht ist der Leitzinsentscheid der Bank of Japan (BoJ) um 05:00 Uhr. Im Anschluss zu noch nicht festgelegter Uhrzeit findet die Pressekonferenz der japanischen Notenbank statt. Um 06:30 Uhr werden mit dem Index der Tertiärindustrie, der Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung (alle Daten für den Juli) weitere japanische Daten ausgewiesen. Die europäische Session beginnt um 08:45 Uhr mit den französischen Inflationsdaten für den August. Aus der Schweiz erwarten die Anleger um 09:15 Uhr die angepassten Einzelhandelsumsätze sowie die Erzeuger- und Importpreise (alle Werte für August). Die Industrieproduktion der Eurozone im Juli und die italienischen Verbraucherpreise für den August werden um 10:00 Uhr publiziert. Um 15:45 Uhr weist die EZB die wö c hentlichen Volumina ihres Ankaufprogramms für Staatsanleihen, Pfandbriefe und Asset Backed Securities aus. Nur wenige Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter die Deutsche Beteiligungs AG (D).

Am Dienstag werden um 03:30 Uhr die australischen Neuwagenverkäufe für den August sowie das Sitzungsprotokoll der RBA (Meeting?s Minutes) publiziert. Das geldpolitische Statement der BoJ folgt um 05:00 Uhr. Die französischen Verbraucherpreise für den August werden zu 08:45 Uhr erwartet. Um 10:30 Uhr laufen die britischen Verbraucher-, Erzeuger- und Einzelhandelspreise für den August sowie der Hauspreisindex für den Juli über die Ticker. Die September-Konjunkturerwartungen des ZEW für Deutschland und die Eurozone werden um 11:00 Uhr zeitgleich mit dem Handelsbilanzsaldo der Eurozone im Juli und der Erwerbstätigenzahl der Eurozone im zweiten Quartal publiziert. Am Nachmittag um 14:30 Uhr werden der Septemberwert des Empire State Index für die USA und die kanadischen Juli-Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze stehen um 14:55 Uhr auf der Agenda, die US-Kapazitätsauslastung und -Industrieproduktion im August um 15:15 Uhr, um 15:30 Uhr fo l gt der Index der Frühindikatoren des Conference Board für Großbritannien im August und um 16:00 Uhr werden die US-Lagerbestände für den Juli ausgewiesen. Kurz nach US-Börsenschluss sind um 22:30 Uhr die API-Öl-Lagerbestände auszuwerten. Von seinen aktuellen Quartalszahlen berichtet unter anderem Kingfisher (GB).

Der neuseeländische Leistungsbilanzsaldo für das zweite Quartal wird am Mittwoch um 00:45 Uhr publiziert, um 02:30 Uhr folgen die Juli-Frühindikatoren des Melbourne Instituts für Australien. Der Monatsbericht der BoJ erreicht die Märkte um 07:00 Uhr. Die britischen Arbeitsmarktdaten für den August werden um 10:30 Uhr veröffentlicht. Ausgewiesen werden die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher, die britische Arbeitslosenquote und der Durchschnittsverdienst-Index. Die August-Verbraucherpreise der Eurozone, die Schweizer ZEW-Konjunkturerwartungen für den September und der Arbeitskostenindex für die Eurozone im zweiten Quartal stehen um 11:00 Uhr an. Die ersten US-Daten laufen mit den MBA-Hypothekenanträgen um 13:00 Uhr über die Ticker, gefolgt vom kanadischen Industrieumsatz im Juli, den US-Realeinkommen und den US-Verbraucherpreisen für den August um 14:30 Uhr. Um 16:00 Uhr steht der NAHB-Hauspreisindex für die USA im September zur Bewertung an. Rohölhändler achten u m 16:30

Uhr auf die Ausgabe der aktuellen US-Rohöllagerbestandsdaten. Zum US-Börsenschluss werden um 22:00 Uhr noch die US-Nettokapitalzuflüsse (TIC-Flows) für den Juli ausgewiesen. Knapp zehn Unternehmen legen ihre aktuellen Quartalszahlen vor, darunter Oracle (USA), Inditex (E) und Fedex (USA).

Am Donnerstag wird um 00:45 Uhr das neuseeländische BIP für das zweite Quartal ausgegeben. Der japanische Handelsbilanzsaldo für den August folgt um 01:50 Uhr, die australischen Westpac-Frühindikatoren für den August um 02:30 Uhr und der Quartalsbericht der RBA (Reserve Bank of Australia) um 03:30 Uhr. Die SECO-Konjunkturprognose für die Schweiz wird um 07:45 Uhr veröffentlicht, der Schweizer Handelsbilanzsaldo für den August um 08:00 Uhr und der Zinsentscheid der Schweizer Nationalbank (SNB) um 09:30 Uhr. Um 10:00 Uhr werden das Wirtschaftsbulletin der EZB und der italienische Handelsbilanzsaldo für den Juli veröffentlicht. Der britische Einzelhandelsumsatz im August folgt um 10:30 Uhr, die industrielle Trendumfrage zu den Auftragserwartungen der britischen Industrie im September um 12:00 Uhr. Um 14:30 Uhr werden die Erstanträge und fortgesetzten Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe, die US-Baubeginne und Baugenehmigungen im August sowie der US-Leistungsbilanzsaldo f ür das

zweite Quartal ausgewiesen. Den Philadelphia Fed Index für den September gilt es um 16:00 Uhr zu bewerten. Highlight der Handelswoche ist der Zinsentscheid der Fed um 20:00 Uhr. Direkt im Anschluss veröffentlicht die Fed ihre Projektionen zum US-Wirtschaftswachstum, zur US-Inflation, zum US-Arbeitsmarkt und zu den Zinsen. Die Fed-Pressekonferenz steht um 20:30 Uhr an – mit Spannung werden die Ausführungen der Vorsitzenden Janet Yellen erwartet. Nur wenige Konzerne berichten von ihren aktuellen Quartalsergebnissen, darunter Adobe Systems (USA) und Rite Aid (USA).

Der Quartalsbericht der Bank of England (BoE) wird in der Nacht zum Freitag um 01:01 Uhr veröffentlicht. Um 01:50 Uhr wird das Sitzungsprotokoll der BoJ ausgegeben. In der europäischen Session wird um 10:00 Uhr der EZB-Leistungsbilanzsaldo für den Juli publiziert. Das Highlight des Handelstages ist der vierfache Verfallstermin an der Terminbörse Eurex um 13:00 Uhr (je nach Produktgattung ist auf mögliche andere Verfallszeiten zu achten). Zum Nachmittag werden um 14:30 Uhr die kanadischen Verbraucherpreise für den August ausgewiesen, um 16:00 Uhr folgt der August-Index der Frühindikatoren für die USA. Kurz vor US-Börsenschluss wird um 21:30 Uhr der CoT-Bericht der CFTC publiziert.

Oracle Corporation – Global Player im Cloud-Computing

Die Oracle Corporation (ISIN: US68389X1054 – Symbol: ORCL – Währung: US-Dollar) ist als IT-Firma mit hervorragender Expertise in der Computer-Soft- und Hardware-Branche bekannt. Man bietet seinen Kunden weitreichende Dienstleistungen, vor allem aber Unternehmens- und Anwendungssoftware, Server- und Speichersysteme, Daten- und Cloud-Dienste und noch viel mehr an. Im Vordergrund der Produkte stehen Kostenersparnisse für die Kunden, Sicherheitslösungen und die Verlässlichkeit von Systemen. Oracle gliedert sich in die drei Hauptsegmente Software, Hardware-Systeme und Dienstleistungen. Eine der größten Übernahmen war bis dato die Akquisition von Sun Microsystems im Jahr 2009. Als einer der größten Konkurrenten im internationalen Wettbewerb gilt die deutsche SAP. Oracle hat eigenen Angaben zufolge mehr als 400.000 Kunden weltweit (dazu gehören 100 der Fortune-500-Konzerne) und kann global auf mehr als 25.000 Partner verweisen. Das Unternehmen beschäftigt rund 130.000 Mitarb e iter in über 145 Ländern und hat seinen Sitz im kalifornischen Redwood Shores, südlich von San Mateo und San Francisco gelegen. Die US-Hightech-Branche ist folglich in der Nähe. Wichtigster Mann im Board of Directors bei Oracle ist nach wie vor Lawrence J. Ellison (besser als Larry Ellison bekannt) in der Funktion des Executive Chairman & Chief Technology Officer, der 26 Prozent der Anteile des Unternehmens hält und das Unternehmen gegründet hat. Vorstandsvorsitzender (CEO) ist Mark Hurd.

Bernstein hat am 09.09.2015 Oracle auf „Outperform“ gesetzt und ein Kursziel von 49 US-Dollar angesetzt. Dies ist die aktuellste Analyse zur Aktie von Oracle. Weitere Analysten haben seit März 2015 Analysen zur Aktie der Oracle Corporation angefertigt, nämlich RBC Capital, SunTrust Robinson Humphrey, Wunderlich, Piper Jaffray, Stifel Nicolaus, Cantor Fitzgerald, Wedbush und Jefferies. Von den neun Analysten rieten sechs zum Kauf des Wertpapiers, drei votierten mit „halten“. Die Kurszielspanne reicht von 40,00 US-Dollar (Wedbush vom 18.06.2015) bis 50,00 US-Dollar (Jefferies vom 30.07.2015 und RBC Capital vom 30.03.2015). Das Durchschnittskursziel der Analysen beträgt 47,22 US-Dollar. Die Aktie ging am Donnerstag mit 37,92 US-Dollar aus dem Handel an der NYSE (New York Stock Exchange). Das Wertpapier hat also allen Analysten zufolge noch Potenzial.

Die erste Börsennotierung erfolgte am 12.03.1986 und es stehen insgesamt 4,336 Mrd. Aktien aus. Der Markt bewertet Oracle derzeit mit 164,42 Mrd. US-Dollar. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 46,705 US-Dollar im Hoch, 35,14 US-Dollar im Tief und liegt auf Sicht von fünf Jahren 52,5 Prozent im Plus. Damit hat sich die Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt (Benchmark: S&P 500) um ein Vielfaches besser entwickelt. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 41,60 US-Dollar. Überhaupt schlägt sich die Oracle-Aktie schon seit langer Zeit besser als die Benchmark S&P 500. Wer Anfang 1995 10.000 US-Dollar in Aktien von Oracle gesteckt hat, der kann sich heute über einen Depotbestand von 131.712 US-Dollar freuen, sofern er alle seine Dividenden reinvestiert hat. Hätte man die gleiche Summe in den S&P 500 gesteckt (SPY), so wären lediglich 48.197 US-Dollar im Depot.

Die größten institutionellen Anteilseigner sind die Vanguard Group mit 4,24 Prozent, Capital Research mit 3,42 Prozent und State Street mit 2,86 Prozent. Auf den weiteren Plätzen finden sich mit Anteilen über 1,50 Prozent BlackRock, FMR LLC und die Bank of New York Mellon.

Für das Geschäftsjahr 2015 (bilanziert wird bei Oracle zum 31.05. gemäß US-GAAP in US-Dollar) wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 38,2 Mrd. US-Dollar aus (2014: 38,3, 2013: 37,2, 2012: 37,1 und 2011: 35,6 Mrd. US-Dollar). Die Umsätze weisen überwiegend eine jährliche Steigerung auf – bis auf das Jahr 2015! Hier ist der Umsatz um 100 Mio. US-Dollar unter dem Vorjahreswert geblieben. Das Ergebnis der gewerblichen Geschäftstätigkeit lag für 2015 bei 12,8 Mrd. US-Dollar. Das Zinsergebnis betrug -1,1 Mrd. US-Dollar. Hier ist seit 2011 ein Anstieg zu verzeichnen. 2011 hatte das Zinsergebnis noch bei -808 Mio. US-Dollar gelegen. Als Jahresüberschuss wurden für 2015 9,9 Mrd. US-Dollar ausgewiesen (auch bei den Jahresüberschüssen ist seit 2012 ein Rückgang zu verzeichnen). Das Nettoergebnis je Aktie belief sich auf 2,0252 US-Dollar. Die Oracle Corporation schüttete für 2015 insgesamt 2,3 Mrd. US-Dollar als Dividende aus – je Stammaktie wurden 0,51 US-Dolla r gezah l t. Der Blick in die Dividendenhistorie zeigt in den letzten fünf Jahren eine nachhaltige Dividendenpolitik – die Ausschüttung stieg von 0,21 US-Dollar 2011 auf jüngst 0,51 US-Dollar je Anteilsschein. Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 132.000 Mitarbeiter (die Mitarbeiterzahl ist seit fünf Jahren kontinuierlich gestiegen – 2011 waren es noch 108.000 Mitarbeiter). 21,7 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln wurden zudem für 2015 erklärt, das wirtschaftliche Eigenkapital ist mit 48,7 Mrd. US-Dollar angesetzt und die Verbindlichkeiten werden mit 61,8 Mio. US-Dollar ausgewiesen.

Die Bilanzsumme liegt bei 110,9 Mrd. US-Dollar. Die Eigenkapitalquote beträgt 2015 rund 44,3 Prozent. In den Bilanzprognosen für 2015 und 2016 werden Umsätze in Höhe von 38,65 und 40,13 Mrd. US-Dollar angeführt. Das EBIT soll 2015 17,90 Mrd. US-Dollar betragen, 2016 sollen es sogar 18,18 Mrd. US-Dollar sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2015 demnach bei 2,70 US-Dollar liegen und sich 2016 auf 2,9561 US-Dollar steigern. Für 2015 soll eine Dividende von 0,5858 US-Dollar möglich sein, für 2016 könnte die Dividende sogar auf 0,60 US-Dollar steigen. Das Nettovermögen je Aktie soll 2015 bei 11,8191 US-Dollar liegen und 2016 sogar auf 12,3075 US-Dollar anziehen. Der Nettogeldbestand des Konzerns soll 2015 bei 15,85 Mrd. US-Dollar liegen und 2016 auf 18,63 Mrd. US-Dollar anwachsen.

Die Oracle Corporation legt am 16.09.2015 ihren Bericht für das erste Quartal im Fiskaljahr 2016 vor.

Unser charttechnischer Ausblick – Weiterhin größere Stops erforderlich

DAX-Future (Kontrakt 09-15)

Nach dem Start am Montag im Bereich von 10.100 Punkten kletterte der DAX-Future bis zum Mittwoch auf das angepeilte Long-Ziel von 10.500 Punkten. Anschließend fiel der DAX-Future in der restlichen Woche wieder zurück auf den Wochenstartbereich. Es konnte somit in der ersten Wochenhälfte etwas Geld auf der Long-Seite verdient werden, die Short-Seite bot hingegen wenig vorteilhafte Möglichkeiten. Wie in der Vorwoche ist die Marke von 10.000 Punkten richtungsentscheidend. Erst darunter käme die Short-Seite zum Tragen, Kurse daüber könnten weiterhin für die Long-Seite stehen. Etwas konservativer geschätzt könnte auf der Long-Seite die 10.350-Punkte-Marke ein realistisches Ziel darstellen, auf der Short-Seite nach einem Durchbruch durch die 10.000er-Marke die 9.750 Punkte.

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EUR.USD

Der EUR.USD zeigte erneut Stärke auf der Aufwärtsseite und entwickelte sich recht sauber in Richtung des Wochenziels 1,1300. Zwischenzeitlich stieg er sogar bis auf 1,1350 an. Das Wochentief vom Montag lag etwa bei 1,1120 und somit über der richtungsentscheidenden Unterstützung 1,1110. Der Wochenschlusskurs lag nahe dem Wochenhoch bei 1,1336. Trotz der positiven vergangenen Tage hat sich das unklare Bild des EUR.USD nicht wirklich verbessert. Weder auf der Long- noch auf der Short-Seite, lässt sich ein nennenswerter Trendvorteil erkennen. Mit Vorsicht könnte man Kurse über der Unterstützung 1,1200 für Long-Überlegungen und Kurse unter 1,1100 für die Short-Richtung nutzen. Mittelfristig ausgelegte Trade-Gedanken sollten weiterhin keine Rolle spielen.

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Bund-Future (Kontrakt 09-15)

Im Verhältnis zu den Vorwochen war die Bewegung des Bund-Future in der vergangenen Woche gering. Bis zum Mittwoch fiel der Markt um rund 60 Ticks, um dann bis zum Freitag langsam in Richtung des angepeilten Wochenziels von 155,50 Punkten zu steigen. Diese Marke wurde mit einem Wochenhoch von rund 155,35 Punkten knapp verfehlt. Die Volatilität entwickelte sich wieder in den Normalbereich. Aufgrund der recht schwachen Entwicklung der Vorwoche sollte man auf der Long-Seite etwas vorsichtiger sein. Generell könnte der Vorteil der Long-Seite zwar oberhalb von 153,50 Punkten bestehen bleiben, gekauft werden sollte jedoch erst oberhalb von 154,50 Punkten. Neue Hochs sind nicht auszuschließen, wobei Ausbruchstrategien offenbar keine Chancen bieten. Die Short-Seite wird erst unterhalb der Unterstützungen 153,50/153,00 oder bei starkem Verkaufsdruck interessant.   Chart

S&P-Future (Kontrakt 09-15)

Die angemahnte Vorsicht bei mittelfristigen Trade-Überlegungen hat sich in der vergangenen Handelswoche beim S&P-Future ausgezahlt. Trendlos ging es in einer Schwankungsbreite von etwa 70 Punkten auf und ab. Wie erwartet boten lediglich kurzfristig angelegte Momentum-Trades die eine oder andere Chance. Der Freitagsschlusskurs lag bei 1.950,00 Punkten und somit etwa 30 Punkte höher als in der Vorwoche. Aus charttechnischer Sicht wird die Schwankungsamplitude des Marktes immer kleiner und es bildet sich eine Formation aus, die einem Wimpel ähnelt. Nachhaltige Ausbrüche aus solchen Formationen entwickeln sich gern zu stärkeren Bewegungen. Zum einen könnte die Short-Seite erneut interessant werde – etwa ab einem nachhaltigen Durchbruch durch die Marke von 1.915,00 Punkten und der vorherige Short-Move von Ende August könnte diesen Gedanken begünstigen. Zum anderen käme nach einem nachhaltigen Abrutschen unter 1.962,50 Punkte, aber auch die Long-Seite in Frage. Mittelfri stige I d een sollten weiterhin eher zurückgestellt werden.

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Aktie: Oracle Corporation (USD)

In den vergangenen beiden Jahren bot die Aktie von Oracle (ISIN: US68389X1054 – Symbol: ORCL – Währung: US-Dollar) verschiedenste Trade-Möglichkeiten. Zunächst ging es von September 2013 bis Juni 2014 recht sauber aufwärts – von rund 32,00 bis auf gut 43,00 US-Dollar. Dies trug den einen oder anderen Kauf – ob kurzfristig oder mittelfristig – in die Gewinnzone. Von da an war der Wert hauptsächlich nur noch für kurzfristig orientierte Händler interessant, da Aufwärts-, Abwärts- und Seitwärtsphasen sich abwechselten. Seit Juni diesen Jahres entwickelte sich die Aktie tendenziell wieder abwärts, von 45,00 US-Dollar kommend, markierte sie zwischenzeitlich ein Tief bei gut 35,00 US-Dollar. Der aktuelle Schlusskurs lag bei knapp 38,00 US-Dollar. Die Analyse der letzten Monate und Jahre der Aktie von Oracle führt zu keiner sinnvollen mittelfristigen Herangehensweise. Die immer wieder auftretenden Richtungswechsel bieten kaum eine Chance auf nachhaltige Gewinne. Wenn, d ann sollte der Fokus bei diesem Wert eher auf der kurzfristigen Ebene liegen, was in diesem Fall der Blick auf wenige Wochen bedeutet. Hier bieten sich durchaus Chancen. Aktuell wäre etwa unterhalb von 39,00 US-Dollar die Short-Seite weiterhin für Trades interessant. Weitere Tiefs sind charttechnisch nicht auszuschließen. Ein erneuter Anstieg über 39,00 US-Dollar beziehungsweise über den Widerstand von 41,00 US-Dollar spräche wiederum für die Long-Seite. Alles in allem sollte jedoch bei sämtlichen Trade-Überlegungen sehr große Vorsicht walten.

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Disclaimer

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