XTB: DAX-Check und die Stunde der Wahrheit für Griechenland

Letzte Woche konnte der deutsche Leitindex DAX die magische Marke von 7.000 Punkten hinter sich lassen und notiert am Montagmorgen gegen halb elf knapp über 7.040 Punkten. Angela Merkel verhalf mit ihrem klaren Bekenntnis zur Rettung des Euro, während eines Besuchs in Kanada, den Börsen zu Kursaufschlägen. Nach dem Überspringen dieser psychologischen Marke, die durch das wiederholte Abprallen davon zu einem charttechnischen Widerstand geworden war, blicken die Anleger auf die neue Woche.

Nach dem Ausklingen der Quartalsberichtssaison in den USA und Europa werden sich die Investoren wieder auf Konjunkturdaten, vor allem aus den USA, und den weiteren Verlauf der Euro-Krise konzentrieren. Besonders Griechenland rückt wieder in den Fokus der Märkte.

Konjunkturindikatoren:
Nach einem trägen Wochenstart wird am Mittwoch die Zahl zu den Verkäufen bestehender Eigenheime in den USA veröffentlicht. Diese wird mit 4,52 Mio. höher als im Vormonat erwartet. Damals lag der Wert bei 4,37 Mio. Liegt die veröffentlichte Zahl tatsächlich auf, oder über den Erwartungen würde das den Hoffnungen auf eine leichte Erholung in den USA neues Futter geben. Zuletzt gab es bereits Anzeichen eines kleinen Aufschwungs am US-Immobilienmarkt.

Ebenfalls am Mittwoch wird die Federal Reserve das Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses herausgeben. Damit werden dem Markt weitere Hinweise auf die Haltung der amerikanischen Notenbank zum Thema Geldpolitik gegeben. Durch die positiven Konjunkturindikatoren der vergangenen Wochen waren die Spekulationen auf QE3 zurückgegangen. Durch entsprechende Indizien in den Minutes der FOMC-Sitzung könnte es wieder zu dahingehenden Vermutungen kommen. Allerdings basieren die Inhalte des Dokuments auf Informationen, die bereits 2 Wochen und älter sind. Daher sollte man sie mit den aktuellen Entwicklungen relativieren.

Donnerstag folgen dann das finale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands (Vorläufig: 0,3%, keine Veränderung erwartet) und die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Erwartet wird ein Rückgang um 1.000 auf 365.000. Der Arbeitsmarkt gilt als zentrales Entscheidungskriterium der Federal Reserve für weitere geldpolitische Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft und genießt deshalb enorme Aufmerksamkeit.

Zum Wochenausklang erwarten die Märkte noch das britische BIP und die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA.

Euro-Krise:
Griechenland wird in den kommenden Tagen wieder eine Hauptrolle an den Börsen spielen. Der Finanzbedarf des Landes scheint, Gerüchten zufolge, von 11,5 Mrd. € auf 14 Mrd. € gestiegen zu sein. Der griechische Premier Samaras trifft sich in dieser Woche mit mehreren Entscheidern in Sachen Griechenlandhilfen und wirbt für einen Aufschub zur Erfüllung der Sparziele.

Am Mittwoch hat er zunächst einen Termin mit Jean-Claude Junker, dem Chef der Euro-Gruppe, in Athen. Freitag und Samstag wird er respektive in Berlin und Paris zu einem Treffen mit den Regierungschefs Merkel und Hollande erwartet. Gerade aus Deutschland kamen in letzter Zeit kritische Töne zu weiteren Hilfsmaßnahmen für Griechenland und auch Junker hält einen Euro-Austritt der Griechen mittlerweile für beherrschbar. Keine leichte Aufgabe für Samaras, sofern sich Merkel und Hollande auf ihrem Treffen am Mittwoch noch auf eine gemeinsame Linie einigen können.

Entscheidungen zu weiteren Krediten oder Aufschüben sind diese Woche nicht zu erwarten, aber einen ungefähren Kurs für das Schicksal Griechenlands in der Eurozone wird man ablesen können.

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