XTB: EUR – USD – JPY: Wechselspiel im Währungsdreieck

Im Spiel der drei großen Währungen Euro, US-Dollar und Yen ist der Yen der große Gewinner. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise geht es im Währungspaar EURUSD stetig hin und her.

 

Zuerst war es die Subprimekrise in den USA, die den Euro bis auf $1,60 brachte. Lehman drückte den Kurs dann bis auf $1,27 herunter – der Weltreservewährungsstatus half der amerikanischen Währung. Als 2010 die Staatsschuldenkrise in Griechenland begann stand der Euro wieder bei etwa $1,50. Ab diesem Zeitpunkt fungiert der Wechselkurs als Fieberthermometer der Euro-Krise. Phasen schlechter Nachrichten lassen die Kurse einbrechen, während Zeiten ohne Nachrichten für Erholung sorgen. Aktuell ist der Euro gegenüber dem Dollar wieder stark unter Druck, weil sich die Nachrichtenlage wieder verschlechtert hat. Spanien und Griechenland belasten den Markt.

 

Der Yen ist bei diesem Wechselspiel der lachende Dritte. Im Währungspaar USDJPY geht es für den US-Dollar stetig bergab. Von Ständen bei ¥124 ausgehend ging es, in einem abwärts gerichteten Trend, bis auf ¥78,22 aktuell. Trotz der extrem hohen Staatsverschuldung Japans bei 211,7 % des Bruttoinlandsprodukts und des, in den letzten Jahren schwachen Wirtschaftswachstums, gilt der Yen als sicherer Hafen. Nachdem andere „Krisenwährungen“ wie Gold und Schweizer Franken in den letzten Monaten nicht mehr gut funktionieren, gewinnt der Yen immer weiter an Beliebtheit.

 

Unter diesem Szenario leidet die japanische Industrie, die stark exportabhängig ist. Wertet der Euro gegen den US-Dollar ab und der US-Dollar wiederum gegen den Yen, ist klar, dass auch der Euro gegen den Yen abwertet. Somit erschwert die starke Währung den Export von japanischen Produkten auf wichtige Märkte in Europa und den USA, zumal die Lage auf diesen Märkten generell nicht leicht ist. Aus den letzten 15 Handelstagen ging der Nikkei 12 Mal als Verlierer vom Platz.

 

Nun regt sich Widerstand gegen die Stärke des Yen. Das japanische Finanzministerium meldete, dass die letztjährige Intervention beim Wechselkurs ein Erfolg gewesen sei und auch von Seiten der Bank of Japan (BoJ) war zu hören, dass man sich nicht mit geldpolitischen Maßnahmen zurückhalten würde. Der Kauf ausländischer Staatsanleihen wäre eine Option für die Notenbank, um den Kurs des Yen im Währungsdreieck zu drücken.

 

Die Lage für die japanische Exportindustrie ist bereits kritisch und die BoJ wird weiter im geldpolitischen Lockerungsmodus bleiben. Eine Ausweitung des Programms wird immer wahrscheinlicher. Ein solcher Schritt würde den Yen gegen den Dollar und auch den Euro abwerten und den Nikkei nach oben treiben.

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