Erste Banken schaffen Negativzinsen ab
Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox hervor, die heute veröffentlicht wurde.
Insgesamt wurden 1.300 Institute und Sparkassen ausgewertet, wovon aktuell noch mindestens 426 Finanzhäuser ein Verwahrentgelt ab bestimmten Summen auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto verlangen.
34 Geldhäuser hätten demnach ihre Negativzinsen komplett abgeschafft, während 15 Banken ihre Freibeiträge deutlich anhoben.
Nicht alle Institute haben ihre Negativzinsen frei zugänglich auf der Webseite veröffentlicht, daher könnte es weitere Banken geben, die Negativzinsen aufrufen – oder abgeschafft haben.
„Historisches Zinsphänomen geht zu Ende“
„Sobald die Notenbank den Strafzins auf Bankeinlagen streicht, werden auch die Negativzinsen für Sparer auf breiter Front wegfallen“, prognostizierte Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
Damit werde ein historisches Zinsphänomen zu Ende gehen.
In der kommenden Woche will die EZB ihre Leitzinsen im Euroraum um je 0,25 Prozentpunkte anheben – weitere Erhöhungen stellte die Zentralbank für September in Aussicht.
Bislang haben vor allem Online-Banken (siehe auch: Consorsbank streicht Verwahrentgelt für Guthaben auf Girokonto & Co.) und regionale Institute ihre Negativzinsen abgeschafft, darunter einige Sparda- und PSD-Banken sowie Volksbanken und Sparkassen.
Auch die großen Geldhäuser, unter anderem die Deutsche Bank (inkl. maxblue), haben bereits angekündigt, die Negativzinsen entsprechend der EZB-Entscheidung für ihre Kunden zurückzuschrauben.
Ein EZB-Sprecher kündigte darüber hinaus an, dass die Zentralbank ihre ökonomischen Modelle zur Inflationsprognose überprüfen wird.
„Wir arbeiten mit den nationalen Zentralbanken des Euroraums daran, die Prognosen in Zeiten von großer Unsicherheit anzupassen und zu verbessern.“
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