Industrieproduktion bricht ein: Energiekosten und schwache Automobilbranche belasten DAX

Zum Wochenbeginn standen unter anderem die um 08:00 Uhr veröffentlichten Daten des „Statistischen Bundesamtes“ (Destatis) zur Bewertung an. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Berichtsmonat Juli sank im Vergleich zum Vormonat Juni saison- und kalenderbereinigt um 1,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat kalenderbereinigt um 1,6 Prozent. Die Daten in Bezug auf die Automobilproduktion sind einmal mehr erschreckend und geben zugleich zu denken, denn die Produktion in der Automobilindustrie fiel saison- und kalenderbereinigt um 9,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Die Industrieproduktion (ex Energie- und ex Baugewerbe) sank im Juli gegenüber dem Juni saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent. Energie ist und bleibt zu teuer (verteuert sich gegenwärtig leider Monat für Monat wieder) in Deutschland. Der Preis für eine Megawattstunde Erdgas (Dutch TTF Natural Gas Future Oktober 2026 – dieser führende Erdgaskontrakt wird an der Terminbörse ICE/Intercontinental Exchange gehandelt) kletterte am Montag zeitweise über die Marke von 75 Euro – zum gleichen Zeitraum in 2025 lag dieser Preis noch bei unter 32 Euro. Die nun am Donnerstag, den 10. September 2026 über den Leitzins entscheidende EZB-Riege dürfte die drei wichtigen Leitzinssätze um jeweils 25 Basispunkte anheben.

Die hohe Rüstungsgüternachfrage allein wird Deutschlands Industrieproduktion und damit letztlich das BIP auf Dauer nicht retten können. Die Kosten für Energie müssen runter. Nichtsdestotrotz geht man den Weg zu mehr Standorten für Sicherheits- und Verteidigungslösungen. Die Volkswagen AG plant den Verkauf des Werks in Osnabrück. Als Käufer der „Volkswagen Osnabrück GmbH“ könnten das Land Niedersachsen im Zusammenspiel mit dem Finanzinvestor Aurelius zugreifen. Als erstes großes Ankerprojekt stünde eine Zusammenarbeit mit „Rafael Advanced Defence Systems“ bereit. Die Vorzugsaktie von Volkswagen schloss via Xetra mit einem Kursverlust von 0,34 Prozent und 81,02 Euro.

Die europäischen Leitindizes in Amsterdam, Mailand und Paris konnten zum Wochenbeginn zulegen, während die Indizes FTSE100 in London und SMI in Zürich korrigierten. Europas Leitindex EuroStoxx50 gewann um 0,17 Prozent auf 6.403,99 Zähler leicht hinzu.

 

Ausblick

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen am Dienstag mehrheitlich Kursverluste auf. Die US-Futures tendierten kurz vor der Eröffnung der europäischen Börsen ebenfalls überwiegend zu Kursverlusten.

 

DAX Chart 20260908

 

 

DAX: Kursziele und Marken

Der Xetra-DAX beendete den Montag, den 07. September 2026 mit einem leichten Kursverlust von 0,15 Prozent und 26.006,53 Punkten. Ausgehend vom Zwischentief des 02. September 2026 von 25.727,93 Punkten bis zum jüngsten Zwischenhoch des 04. September 2026 von 26.167,93 Punkten, wären die Widerstände bei den Marken von 26.064/26.104 und 26.168 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 26.232/26.272/26.336/26.440/26.504 und 26.608 Punkten abzuleiten.

Die Unterstützungen wären bei den Marken zur Unterseite von 26.000/25.948/25.896/25.832 und 25.728 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 25.663/25.624/25.560/25.456/25.392 und 25.288 Punkten in Betracht zu ziehen.

Zuletzt handelte der DAX im Bereich um die 26.006,53 Punkte.

 

DAX – Chart

 

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