Umschwung im Anlageverhalten von CFD-Investoren

Kontenanzahl steigt weiter, aber Zahl der Transaktionen nimmt ab

Im dritten Quartal 2009 hat sich unter den Investoren in Contracts for Difference (CFDs) eine Verschiebung hin zu konservativeren, weniger risikofreudigen Anlegergruppen gezeigt. Diese Entwicklung macht sich im Einsatz eines geringeren Hebels und eines längeren Anlagezeitraums bemerkbar. Entsprechend lag die Zahl der Transaktionen nach einer Erhebung des Research Center for Financial Studies der Steinbeis Hochschule Berlin im Auftrag des CFD Verbands im dritten Quartal 2009 bei 4,2 Millionen und damit um 15 Prozent geringer als im Vorjahresvergleich. Auch beim gehandelten Volumen war aufgrund des geänderten Anlageverhaltens ein Rückgang zu verzeichnen, auf 100,3 Milliarden Euro von 127,5 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Beim Rückgang des gehandelten Volumens im abgelaufenen Quartal spielt darüber hinaus auch der Rückgang der Aktienindizes im Vorjahresvergleich eine Rolle.

Positiv hat sich dagegen weiter die Zahl der CFD-Konten in Deutschland entwickelt. Sie lag im September 2009 bei 42.316, das entspricht einer Steigerung von 29,7 Prozent gegenüber dem Ende des dritten Quartals 2008. Damit wird die Einschätzung bestätigt, dass die Verbreitung von Contracts von Difference (CFDs) in Deutschland grundsätzlich zunimmt. Der Rückgang bei der Anzahl von Transaktionen und gehandeltem Volumen ist somit auf ein geändertes Anlageverhalten einer weiter steigenden Zahl von CFD-Investoren zurückzuführen.

Stabil ist die Aufteilung der am stärksten gehandelten Basiswerte geblieben. Auch im 3. Quartal 2009 wurden vor allem Aktienindizes (66 Prozent des gehandelten Volumens) und Devisen (24 Prozent) genutzt. Innerhalb der Gruppe der Aktienindizes dominiert weiterhin der DAX als beliebtester Basiswert (78 Prozent).

„Aufgrund der weiterhin sehr schwierigen Börsenentwicklung haben CFD-Investoren ihr Anlageverhalten angepasst, daran lässt sich gut die Flexibilität dieses Anlageprodukts sehen“, kommentiert Andreas Ruether, Mitglied des Vorstandes des CFD Verbandes. Damit zeige sich auch, dass spezielle Kontenangebote für konservative Anleger angenommen und genutzt werden.

Fortgeführt haben der CFD-Verband und die Steinbeis Hochschule einen detaillierten Vergleich des Markvolumens von CFDs mit Hebel-Zertifikaten für Privatanleger. Um die Produktgruppen vergleichen zu können, wurde dazu der durchschnittliche verwendete Hebel für Knock-Out-Zertifikate ermittelt. Unter Verwendung von Börsendaten ergibt sich für den Monat September 2009 ein gehandeltes Volumen mit Knock-Out-Zertifikaten in Höhe von 18 beziehungsweise 28,5 Milliarden Euro, je nach verwendetem Hebel. Dagegen steht ein gehandeltes Volumen von 33,5 Milliarden Euro im CFD-Markt im gleichen Monat.

Contracts for Difference Verband e.V.:

Zu den Mitgliedern des Contracts for Difference Verband e.V. gehören unter anderem die Unternehmen CMC Markets, Falcon Asset Management, IG Markets, Royal Bank of Scotland, Saxo Bank und brokerjet (Erste Bank Gruppe). Vorstandsvorsitzender des Verbandes ist Stefan Riße von CMC Markets. Weiter gehören die Herren Önder Ciftci (Royal Bank of Scotland) und Andreas Ruether (Falcon Asset Management GmbH) als Stellvertreter dem Vorstand an.

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