ETF Barometer – November 2016

Die Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt nahmen im November 2016 zu. Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im Verlauf des Monats auf 4,3 Milliarden Euro und lagen damit über dem 1-Jahres-Durchschnitt von 3,7 Milliarden Euro. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende 2015 um zehn Prozent auf nun 497 Milliarden Euro, bei einem begrenzten Markteinfluss von 2,2 Prozent. Bei Aktien-ETFs kam es in einem insgesamt positiven Umfeld zu einer Trendwende. Bei den ETF-Zuflüssen kam es insgesamt zu einer deutlichen Rotation von Anleihen zu Aktien und dabei von Schwellenländer-Aktien zu Aktien entwickelter Märkte.

Aktien-ETFs verzeichneten mit Zuflüssen in Höhe von 7,6 Milliarden Euro einen 11-Monats-Rekord. Die Zuflüsse in US-amerikanische Aktien-ETFs beschleunigten sich in den Folgetagen der US-Wahl auf 3,6 Milliarden Euro. Die Zuflüsse in europäische Aktien-ETFs zeigten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro eine deutliche Trendwende, auch wenn die vorhergehenden deutlichen Rückflüsse noch nicht ausgeglichen werden konnten. Aktien-ETFs entwickelter Märkte profitieren insgesamt von einer zunehmenden Investorenzuversicht (+1,7 Milliarden Euro). Bei Aktien-ETFs der Schwellenländer kam es vor dem Hintergrund der Ankündigung der FED über eine anstehende Zinserhöhung zu Rückflüssen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro, im Wesentlichen bei marktbreiten und Asien-ETFs. Bei Smart Beta-Produkten kam es im Value Stil-Bereich insgesamt zu Zuflüssen in Höhe von 621 Millionen Euro, zusammen mit Zuflüssen bei Low Vol Factor-ETFs, wobei Minimum Volatilitäts-ETFs in einem risikofreundlicheren Umfeld leichte Rückflüsse verbuchten. Insgesamt kam es im Smart Beta-Bereich zu Zuflüssen in Höhe von 614 Millionen Euro.

Die Nettozuflüsse im Anleihebereich sahen mit Rückflüssen in Höhe von 3,3 Milliarden Euro eine Trendwende nach 16 Monaten. Diese Rückflüsse konzentrierten sich vor allem auf Staatsanleihen-ETFs sowohl im Bereich entwickelter Länder (1,3 Milliarden Euro) als auch der Schwellenländer (1,9 Milliarden Euro), die negativ von den sich veränderten Zinserwartungen in den USA beeinflusst wurden. ETFs auf Investment Grade Unternehmensanleihen verzeichneten nur noch Zuflüsse in Höhe von 319 Millionen Euro, nachdem es während der vergangenen neun Monate bei einem 1-Jahresdurchschnitt von 1,2 Milliarden Euro zu Zuflüssen gekommen war. ETFs, die sich auf inflationsindexierte Anleihen beziehen, konnten mit 284 Millionen Euro, in einem Umfeld steigender Inflationserwartungen insbesondere in den USA, erneut Zuflüsse erzielen. Strategie-ETFs, die von einem steigenden Zinsniveau profitieren, verzeichneten mit 248 Millionen Euro deutliche Zuflüsse und einen 1-Jahresrekord, da sowohl in den USA als auch in Europa nun eine Änderung der US-amerikanischen Zinspolitik erwartet wird.

Bei Rohstoff-ETFs kam es im November zu keinen Zuflüssen, die Zuflüsse seit Jahresbeginn betragen 2,5 Milliarden Euro.

Feuer frei im Währungskrieg – Peking manipuliert den Yuan nach unten

Die wichtigsten Notenbanker der Welt tagen in Jackson Hole. Doch während sich die Welt auf klare Aussagen der US-Notenbank in Sachen Rezession fokussiert, könnte ein ganz anderes Thema wirklich wic…

Aktie im Fokus: Deutsche Bank – Hoffnung auf einen Boden

Aktien der Deutschen Bank muten Anlegern seit Jahren herbe Verluste zu, diese reichten bis Ende Mai auf ein Niveau von 5,80 Euro abwärts. Die von Skandalen geprägte Bank konnte sich lange Zeit nich…

Marktkommentar: Wird Powell die Märkte enttäuschen?

Inmitten der zunehmenden Rezessionsängste suchen die Händler nach Hinweisen für geldpolitische Impulse. Die heutige Rede von Fed-Chef Jerome Powell beim Notenbank-Treffen in Jackson Hole wird berei…

Aktie im Fokus: DWS Group – Experten von Kepler Cheuvreux vergeben neues Kursziel

Die Aktie des SDAX-Konzerns DWS Group notierte am 08. Mai 2019 bei 34,19 Euro auf einem Hoch. Danach fiel das Wertpapier bis zum 21. August 2019 auf ein jüngstes Verlaufstief von 25,69 Euro zurück….

GBP/USD: Korrektur nach Crash!

Das britische Pfund verteuerte sich in den letzten Tagen um bis zu 1,2 Prozent auf 1,2252. Die Anleger stiegen also nach langer Zeit mal wieder in die britische Währung ein. Aus charttechnischer Si…

Wirtschaftskalender: Alle Augen auf Powell-Rede gerichtet

1430 Uhr | Kanada | Einzelhandelsumsätze (Juni) Die Anfang dieser Woche veröffentlichten Daten aus Kanada überraschten positiv – die Industrieumsätze fielen weniger als erwartet, die Großhandelsums…

Fed-Orakel verwirrt die Aktionäre – Währungshüter bremsen Frankfurt aus

Jetzt haben sie es schon wieder getan Die Währungshüter der Federal Reserve haben mit ihrem zweideutigen Einerseits-Andererseits die Kauflust am Aktienmarkt gebremst. Will die Fed nun eine geldpoli…

Aktie im Fokus: Wirecard – Experten des Bankhauses Lampe sehen 50 Prozent Kurspotential

Die Aktie des DAX-Konzerns Wirecard notierte am 08. Februar 2019 auf einem übergeordneten Verlaufstief von 86,00 Euro. Das Wertpapier verdoppelte sich danach beinahe bis zum 28. Mai 2019 auf ein jü…

Gold: Die Fallhöhe ist groß!

Seit Jahresbeginn ist das Edelmetall um mehr als 17 Prozent gestiegen. Doch nach dem Sprung auf die Marke von 1.535 US-Dollar legte die Goldrally eine Verschnaufpause ein. Nach so einer Bewegung is…