MENUMENU

Verzwicktes Erbe – Tipps für den Nachlass

Postbank: Einen nahen Menschen zu verlieren ist meist schwer. Und es ist umso belastender, wenn dieser einen Berg von Schulden hinterlässt. Erben sollten sich zügig einen Überblick über den Nachlass verschaffen – dafür bleiben sechs Wochen Zeit.

Volle Sparbücher, kostbarer Schmuck, Immobilieneigentum: Vermögen im Wert von rund 400 Milliarden Euro werden jedes Jahr übertragen, so eine Schätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Leider besteht eine Erbschaft nicht nur aus den Vermögenswerten des Verstorbenen, sondern beinhaltet auch alle seine bestehenden Verbindlichkeiten, wie Kredite oder Unterhaltsansprüche. In manchen Fällen hinterlässt der Verstorbene nur Schulden.

Ob Geldsegen oder Schuldenberg: „Der Nachlass fällt den Erben automatisch zu. Sobald sie davon Kenntnis haben, müssen die Hinterbliebenen entscheiden, ob sie das Erbe antreten oder ausschlagen. Möchten sie es antreten, müssen sie im Prinzip nichts tun; verzichten sie auf das Erbe, bleibt ihnen eine Frist von sechs Wochen, innerhalb derer sie beim zuständigen Nachlassgericht die Ausschlagung erklären müssen“, sagt Anja Maultzsch von der Postbank.

Um diese Entscheidung treffen zu können, muss man möglichst schnell in Erfahrung bringen, was die Erbschaft beinhaltet. Denn man kann einen Nachlass nur im Ganzen annehmen oder ausschlagen – einen bestimmten Teil kann man sich nicht aussuchen.

Erbe wider Willen
Kommt man zu dem Schluss, dass es das Beste ist, die Erbschaft auszuschlagen, muss man dies ausdrücklich erklären: entweder vor dem zuständigen Nachlassgericht – am Wohnort des Erben oder des Erblassers – oder bei einem Notar.

„Wer die Sechs-Wochen-Frist nicht einhält, hat die Erbschaft automatisch angenommen. Eine Verlängerung der Frist ist nicht möglich“, sagt Anja Maultzsch. Achtung: Eine Erbschaft kann auch durch „schlüssiges Verhalten“ angenommen werden – etwa, indem sich der Erbberechtigte Gegenstände aus dem Nachlass aneignet oder einen Erbschein beantragt. Und einmal angenommen, kann das Erbe nicht mehr ausgeschlagen werden.

Erinnerungsstücke behalten?
Schlägt man eine Erbschaft aus, hat man mit den Verbindlichkeiten und Schulden des Verstorbenen nichts mehr zu tun. Das Erbe fällt dann dem Nächsten in der Erbfolge zu. Lehnen alle Erbberechtigten ab, tritt der Staat als Erbe ein.

Mit dem Ausschlagen des Erbes verliert man aber auch den vollständigen Anspruch auf die positiven Vermögenswerte. Dazu gehören auch Erinnerungsstücke wie Fotos, Bücher oder Möbel. „Wer es sich dann doch noch anders überlegt, hat sechs Wochen Zeit, um die Ausschlagung anzufechten“, ergänzt die Postbank Expertin.

Weitere Meldungen:
Wo die Kaufpreise in Relation zu den Mieten noch erschwinglich sind
Welche Reisepreisminderung Sie bei Reklamationen verlangen können
Kauf einer Ferienimmobilie – das Meer vor der Tür

Marktkommentar: Brexit ohne echten “Plan B”

Dovische Kommentare und Optimismus beim Handelsstreit zwischen den USA und China verhalfen der Wall Street in der vergangenen Woche zu einer weiteren Erholung. Am Dienstag kehren die US-Händler nac…

DAX: Das war ein Befreiungsschlag

Im letzten Jahr musste der DAX herbe Verluste hinnehmen, die den deutschen Leitindex in der Spitze auf 10.279 Punkte beförderten und damit auf den tiefsten Stand seit November 2016. Von charttechni…

Aktie im Fokus: Deutsche Telekom – derzeit beide Richtungen möglich

Die Aktie des DAX-Konzerns Deutsche Telekom notierte am 04. Dezember 2018 mit 15,60 Euro auf einem Hoch. Danach sank das Wertpapier bis auf ein Verlaufstief des 27. Dezember 2018 auf 14,38 Euro. De…

Ölpreis: Sind jetzt die Shorties dran?

Das schwarze Gold ist in den vergangenen Tagen wieder gestiegen und schaffte den Sprung über das 60er Level. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zum Wochenausklang 62,51 US-Dollar…

DAX testet ehemalige Widerstandszone – Wall Street meldet sich vielen Zahlen zurück

Die Berichtssaison in den USA geht heute in die heiße Phase. Mit IBM, Johnson & Johnson, United Technologies und Travelers legen gleich vier Unternehmen aus dem Dow Jones ihre Zahlen vor. Zusammen …

Aktien nach niedrigerem globalen Wachstumsausblick des IWF schwächer

Nachdem es aus den USA keine Vorgaben gab, da dort wegen des Martin Luther King Feiertags die Märkte geschlossen waren, rutschten die asiatischen Märkte über Nacht ab. Auch der jüngste Bericht des …

DAX fehlt der Impuls. Aumann, Henkel und Wirecard im Fokus

Die Aktienmärkte legten heute eine Pause ein. Dabei blickten viele Investoren nach London und den Plan B der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit. Zudem waren die US-Börsen heute fei…

DAX mit gesundem Minus – Chinas Zahlen sollten nicht überbewertet werden

Auch das heutige Minus im Deutschen Aktienindex ändert nichts an der Tatsache, dass sich die technische Verfassung des Marktes mit der Überwindung der Widerstandszone im Bereich zwischen 11.000 und…

USD/JPY: Hammer vs. Todeskreuz

Der USD/JPY musste Anfang des Jahres schwere Verluste hinnehmen. Allerdings sorgt das rasche Loslösen von dem Tief bei 104,97 für einen Lichtblick, denn dadurch entstand ein klassisches Umkehrmuste…