Société Générale: Mit Call-, Put- und Discount-Optionsscheinen wird Volatilität handelbar

Die vergangenen Monate waren angesichts der europäischen Schuldenkrise und gesamtwirtschaftlicher Verwerfungen in den Schlüsselländern der Eurozone von einem Auf und Ab an den Aktienmärkten geprägt. So hat sich der EURO STOXX 50 zwischen Ende April von 2306,43 Punkten auf 2068,66 zum Anfang Juni und aktuell 2275,33 Punkte (Stand 3.8.2012) entwickelt. Daher sind gerade jetzt Investments interessant, mit denen Anleger in Abwärtsphasen ihre Aktienpositionen absichern oder sogar von den Schwankungen profitieren können.

Eine bewährte Strategie ist es, Finanzinstrumente einzusetzen, die in Zeiten hoher Kursausschläge attraktive Gewinne in Aussicht stellen. Dies ist mit den jetzt neu emittierten Optionsscheinen der Société Générale auf VSTOXX Mini Futures möglich. "Die Produkte ermöglichen es, auf einfache Weise je nach Markterwartung Volatilität zu handeln. Sie sind also auch für Anleger interessant, die von künftig starken Kursschwankungen ausgehen. Dabei können Investoren mit Call-Optionsscheinen auf einen weiteren Anstieg der Volatilität setzen. Wer hingegen davon ausgeht, dass sich die Märkte wieder beruhigen werden, für den kommen Put-Optionsscheine in Frage. Und wer die jeweilige Marktmeinung mit einem gewissen Sicherheitspuffer abbilden möchte, der kann Discount-Optionsscheine einsetzen", erklärt Peter Bösenberg, Zertifikate-Experte bei der Société Générale.

Der Basiswert VSTOXX Mini Futures leitet sich aus dem VSTOXX-Index ab, der das Ausmaß der erwarteten Kursschwankungen (implizite Volatilität) des EURO STOXX 50 für die nächsten 30 Tage abbildet. Die implizite Volatilität ist einer der wesentlichsten Faktoren bei der Preisbildung von Optionen und Optionsscheinen. Bei einem Volatilitätsanstieg legen sowohl die Preise von Calls als auch jene der Puts zu. Da ein starker Volatilitätsanstieg üblicherweise bei starken Kursrückgängen eintritt, können vor allem die Inhaber von Put-Optionen und Put-Optionsscheinen in schwachen Marktphasen überproportional – und zwar vom Kursverfall des Basiswertes und vom Volatilitätsanstieg – profitieren. Die Société Générale bietet jetzt 38 neue Optionsscheine an, die sich auf kurzfristige Laufzeiten der VSTOXX Mini Futures beziehen (September 2012, Oktober 2012, November 2012, Dezember 2012, März 2013). Der Vorteil der Kurzläufer: Anleger müssen sich ihre Marktmeinung lediglich für einen kurzen Zeitraum bilden. In der Regel steigt die implizite Volatilität, wenn die Aktienkurse fallen. Das heißt für den Basiswert der Optionsscheine: Fällt der EURO STOXX 50, steigt der Kurs des VSTOXX Mini Futures. Wer etwa davon ausgeht, dass es in den kommenden Wochen zu Kursverlusten des europäischen Leitindex kommen wird, kann darauf beispielsweise mit einem Call-Optionsschein auf den VSTOXX Mini Futures setzen.

Ein Beispiel verdeutlicht die Funktionsweise: Angenommen der unterlegte VSTOXX Mini Future notiert bei 27,50 Euro. Der Call-Optionsschein mit der WKN SG3D1Y bietet die Möglichkeit, auf einen künftig steigenden Wert zu setzen. Sein Basispreis liegt bei 20 Euro, der Ausgabepreis beträgt 0,96 Euro und das Bezugsverhältnis 0,10. Sollte der Basiswert nun am Laufzeitende (19. September 2012) bei beispielsweise 35 Euro liegen, erhält der Anleger pro Optionsschein 1,50 Euro ausgezahlt [Basiswert-Kurs zum Laufzeitende minus Basispreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis: (35 – 20 x 0,1). Der Gewinn beträgt 0,54 Euro. Sollte jedoch der Basiswert nicht in die Gewinnzone des Optionsscheins "(Break-Even") gelangen (in diesem Beispiel beginnt sie ab der 29,60-Euro-Marke), entstehen für den Anleger Verluste. Je nachdem wie sich der Basiswert entwickelt, kann es dabei zum Totalverlust des Einsatzkapitals kommen. Wer hingegen von einer sinkenden Volatilität des europäischen Aktienmarktes ausgeht, kann diese Meinung mit Put-Optionscheinen der Société Générale auf VSTOXX Mini Futures umsetzen.

Außer mit klassischen Optionsscheinen können Anleger auch mit Discount-Optionsscheinen auf VSTOXX Mini Futures setzen. Diese Produkte kombinieren die Vorteile von Discount-Zertifikaten und Optionsscheinen. Sie ermöglichen einen Preisabschlag (Discount) auf den Basiswert – so können Anleger auch in Seitwärtsmärkten Renditen erzielen. Im Gegenzug nehmen die Investoren nur bis zu einer festgelegten Grenze (Cap) an der Performance des Basiswerts teil. Mit Call-Discount-Optionsscheinen (Cap liegt über dem Basispreis), setzen Anleger auf aufwärts tendierende und mit Put-Discount-Optionsscheinen (Cap liegt unter dem Basispreis) auf abwärts tendierende Kurse. Bis zu dem Cap profitieren Investoren überproportional von den Kurssteigerungen des Basiswerts. Der Hebel entsteht durch den im Vergleich zum Direktinvestment geringeren Kapitaleinsatz. Sollte sich der Basiswert nicht in die erwartete Richtung entwickeln, können Anleger einen Verlust bis hin zum Totalverlust erleiden. Zwar ist bei diesen Produkten der effektive Hebel geringer als bei klassischen Optionsscheinen.

Im Gegenzug sind die Discount-Papiere jedoch defensiver ausgerichtet als klassische Warrants: "Durch den vergünstigten Einstieg sind Discount-Optionsscheine für Anleger interessant, die mit moderaten Kursschwankungen des Basiswerts rechnen", so Peter Bösenberg.

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