Aktie im Fokus: Bayer – Analysten heben nach Intervention durch den US-Generalstaatsanwalt die Kursziele teilweise deutlich an

Die Bayer-Aktie (WKN: BAY001) hatte ausgehend von einem im Jahr 2015 bei 146,45 EUR verzeichneten Rekordhoch einen primären Abwärtstrend gestartet, der die Notierung bis auf ein am 7.

April gesehenes Dekadentief bei 18,38 EUR drückte.

Das Kursgeschehen oberhalb dieses Tiefs entwickelte sich zu einem mehrmonatigen Doppelboden, der im Juni bestätigt wurde.

Der jüngste dynamische Kursschub nach mehrmonatiger Seitwärtskorrektur oberhalb der steigenden 200-Tage-Linie führte schließlich zur Komplettierung eines noch größeren Bodens.

Mit Blick auf die kurzfristig überkauften markttechnischen Indikatoren, die am Dienstag unterhalb des bei 35,02 EUR markierten Jahreshochs geformte High-Wave-Kerze sowie eine relevante Widerstandszone, die sich bis 36,09 EUR erstreckt, besteht in der kurzen Frist eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine mögliche Verschnaufpause.

In der mittleren Frist wäre …

 

 

 

… ungeachtet dessen ein Abarbeiten der Zielregion 43,68/43,91 EUR plausibel.

 

 

Zwischengeschaltete Barrieren oberhalb von 36,09 EUR liegen bei 36,95 EUR, 37,83 EUR, 38,85 EUR, 39,91/40,67 EUR und 42,58 EUR.

Ein Tagesschluss unterhalb des Supports bei 33,04 EUR würde eine preisliche Bestätigung für eine mehrtägige Schwächephase mit möglichen Auffangbereichen bei 31,03/31,45 EUR und 29,48-30,66 EUR liefern.

Zu einer Eintrübung des übergeordneten Chartbildes käme es erst bei einer Verletzung der kritischen Unterstützungszone bei 25,78-27,89 EUR.

 

Bayer Chart

Analyse der broker-test.de Redaktion

Nach dem herben Rückschlag im März 2025, als ein Geschworenengericht in Georgia Bayer zu 2,1 Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilte, wendet sich das Blatt im Glyphosat-Streit möglicherweise zugunsten des Leverkusener Konzerns. Anfang Dezember empfahl der US-Generalstaatsanwalt dem Supreme Court, den Fall zur Prüfung anzunehmen.

Diese Intervention löste einen Kurssprung von bis zu 15 Prozent aus und katapultierte die Aktie auf ein Jahreshoch von über 34 Euro.

Analysten heben ihre Kursziele deutlich an, wobei die Spanne bis zu 41 Euro reicht.

 

In den letzten Tagen war bei der Bayer-Aktie ordentlich Musik drin und die Aktie konnte sich auf ein ganz neues Kursniveau etablieren. Jetzt wird es im Januar 2026 spannend, wie es in den USA gerichtlich weitergehen wird .

In den letzten Tagen war bei der Bayer-Aktie ordentlich Musik drin und die Aktie konnte sich auf ein ganz neues Kursniveau etablieren. Jetzt wird es im Januar 2026 spannend, wie es in den USA gerichtlich weitergehen wird .

 

 

Supreme Court als Schlüssel zur Lösung – Entscheidung bis Mitte 2026 erwartet

Die entscheidende Frage lautet: Hat Bundesrecht Vorrang vor einzelstaatlichen Warnpflichten? Die US-Umweltbehörde EPA stuft Glyphosat als nicht krebserregend ein und schreibt keine Warnhinweise vor.

Sollte der Supreme Court im Januar 2026 den Fall annehmen und zugunsten von Bayer entscheiden, würde dies die rechtliche Grundlage für die meisten der noch 65.000 offenen Klagen entziehen.

Goldman Sachs-Analyst James Quigley sieht die Annahme durch das oberste Gericht als „nahezu sicher“ an und erwartet ein finales Urteil bis Ende Juni 2026, bevor sich die Besetzung des Gerichts ändert.

 

Analyst/Bank Kursziel Rating Begründung
DZ Bank 41,00 EUR Kaufen Empfehlung des Generalanwalts als Durchbruch gewertet
Goldman Sachs 38,50 EUR Buy Supreme Court-Annahme nur noch Formalie
Bank of America 35,00 EUR Buy Zusätzlich positive Asundexian-Daten
UBS 32,00 EUR Neutral Vorsichtig optimistisch
JPMorgan 25,00 EUR Neutral Positive Entwicklungen bereits eingepreist
Jefferies 25,00 EUR Hold Rückstellungen von 6,60 EUR je Aktie verbleiben

 

Szenario für 2026 – Kursziele zwischen 25 und 75 Prozent Potenzial

Die Analysten sind sich einig, dass 2026 zum Schicksalsjahr wird.

MWB Research-Analyst Abed Jarad beziffert das Kurspotenzial bei vollständiger Lösung des Glyphosat-Problems auf bis zu 75 Prozent.

Goldman Sachs sieht bei positivem Supreme Court-Bescheid 10 bis 25 Prozent Aufwärtspotenzial.

Das Risiko im negativen Fall hält Quigley für überschaubar, da Bayer bereits genug Rückstellungen für 65.000 ausstehende Ansprüche gebildet habe. Trotzdem dürfte es mit der Rally dann erstmal vorbei sein.

 

 

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