Japan mit expansiver Fiskalpolitik – Nikkei mit neuem Allzeithoch und 7% Wochengewinn

Es war erneut eine vergleichsweise wilde Woche an den Finanzmärkten, deren Achterbahnfahrt sich in der Schlussbilanz jedoch nicht widerspiegelt. Dabei dürften sich sowohl Aktien als auch Renten mit einem Plus aus der abgelaufenen Handelswoche verabschieden, während der US-Dollar zur Schwäche neigt. Auch Gold gewinnt.
Für die Anleger war alles dabei: Technologie-Kaufrausch und -Ausverkauf, KI-Sorgen und die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der Fed vor dem Hintergrund eines soliden US-Arbeitsmarktberichts.
Expansive Fiskalpolitik beflügelt Japans Aktienmarkt
Japan sticht aus alledem noch hervor. Der historische Sieg der regierenden LDP bei den Unterhauswahlen verschaffte Premierministerin Sanae Takaichi eine Zweidrittelmehrheit. Damit hat sie ein starkes Mandat für ihre expansive Fiskalpolitik errungen.
In Erwartung eines kräftigen Konjunkturstimulus erreichte der japanische Leitindex Nikkei deshalb ein neues Allzeithoch von knapp 58.000 Punkten bzw. einen Wochengewinn von gut 7%. Zugleich geriet der Yen in schwieriges Fahrwasser.
Nikkei 225 Index Chart
Bewertungsfragen rund um KI drücken auf die Stimmung
So markierte der amerikanische Dow-Jones-Index, der von Industrie- und Technologiewerten getragen wird, zwar ein neues Allzeithoch, als die Marke von 50.000 Punkten überwunden wurde, sackte dann aber wieder ab.
Es folgte ein deutlicher Ausverkauf bei Tech-Werten, von dem auch der deutsche Leitindex DAX betroffen war. Der Sprung über die Marke von 25.000 Punkten währte deshalb nur kurz. Seit Wochen ringen Anleger um eine angemessene Bewertung der Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Wirtschaft.
DAX Chart
Anleger suchen Klarheit, Zinspfad der Fed bleibt offen
Zu den wichtigsten Indikatoren zählen daher neben den europäischen und deutschen Einkaufsmanagerindizes auch das Wachstum des US-BIP im Schlussquartal 2025. Derzeit sieht es so aus, als hätte der Government Shutdown weniger beeinträchtigt als befürchtet. Dem BIP-Wachstum in Großbritannien ist dagegen im Verlauf von 2025 die Puste ausgegangen.
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