Aktie im Fokus: Commerzbank überrascht mit Quartalsgewinn

Bankenverband: Bei der Commerzbank wächst nach der Rückkehr in die Gewinnzone im ersten Quartal dieses Jahres die Hoffnung auf eine Trendwende. Die Chancen seien “durchaus gestiegen”, auch im Gesamtjahr 2021 unter dem Strich schwarze Zahlen zu schreiben, sagte Finanzchefin Bettina Orlopp am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

Der zu Jahresbeginn als Sanierer angetretene Vorstandschef Manfred Knof betonte: “Wir sind nicht nur im operativen Geschäft gut unterwegs, sondern auch mit unserer strategischen Transformation gut gestartet und voll auf Kurs.”

Statt des von Analysten erwarteten dreistelligen Millionenverlusts stand nach drei Monaten ein Quartalsgewinn von 133 Millionen Euro in den Büchern des Frankfurter MDax-Konzerns – und das trotz erheblicher Kosten für den von Knof forcierten Umbau inklusive des Abbaus Tausender Stellen.

Die Erträge legten im ersten Quartal vor allem dank sprudelnder Provisionen im Wertpapiergeschäft zum Vorjahreszeitraum um gut ein Drittel auf rund 2,5 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis schnellte nach minus 278 Millionen Euro vor Jahresfrist auf 538 Millionen Euro.

 


 

Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand nun nicht mehr mit sinkenden Erträgen, sondern mit einer leichten Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr. Die Vorsorge für mögliche Kreditausfälle dürfte nach derzeitiger Einschätzung des Managements im Gesamtjahr wahrscheinlich bei bis zu einer Milliarde Euro liegen.

Im ersten Vierteljahr profitierte das Institut von einer von 326 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro gesunkenen Risikovorsorge. 126 Millionen Euro Plus konnte die Bank aus ihrer Teilnahme an den Kreditprogrammen (TLTRO) der Europäischen Zentralbank (EZB) verbuchen.

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