Aktie im Fokus: Deutsche Bank – Analysten von Goldman Sachs sehen über 25% Kurspotential

Die im DAX enthaltene Aktie von Deutsche Bank notierte am 07. Juli 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischenhoch von 32,99 Euro. Seitdem korrigierte die Aktie bis zum 23. Juli 2026 auf ein Zwischentief von 29,74 Euro (in Euro höchste Korrekturbewegung seit vielen Monaten).

Zuletzt handelte die Deutsche Bank Aktie im Bereich rund um die 34,79 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite zu ermitteln.

  • Die Widerstände fänden sich bei 36,24 Euro, 37,00 Euro, 37,48 Euro, 38,25 Euro, 39,49 Euro, 41,50 Euro und 43,50 Euro.
  • Die Unterstützungen wären bei 33,75 Euro, 32,99 Euro, 31,74 Euro und 30,98 Euro abzuleiten.

 

Deutsche Bank Chart

 

Deutsche Bank Kursziele

Die Experten von Goldman Sachs vergaben ein Ziel von 43,75 Euro. Dieses Ziel wäre mit dem hier technisch ermittelten Widerstand von 43,50 Euro ausreichend zu bestätigen.

 

Deutsche Bank Chart

 

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

Deutsche Bank: die Fundamentaldaten

Die Deutsche Bank wird an der Börse aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,6 bewertet, für die erwartete Gewinnentwicklung ergibt sich ein Wert von 9,0. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 0,8 und damit unterhalb von 1, was bedeutet, dass die Aktie an der Börse unter dem bilanziellen Eigenkapital je Aktie gehandelt wird. Diese Kennzahlen geben einen Anhaltspunkt für die Bewertung, ohne dass sich daraus eine Aussage über die künftige Kursentwicklung ableiten lässt.

Bei der Ertragskraft zeigt sich eine operative Marge von 33,4%, die auf eine vergleichsweise deutliche Differenz zwischen operativem Ergebnis und Umsatz hinweist. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 8,9%, das Umsatz ist gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,7% gewachsen. Diese Werte beschreiben, wie das Unternehmen im betrachteten Zeitraum aus dem eingesetzten Kapital und dem operativen Geschäft Erträge erwirtschaftet hat.

Die Dividendenrendite beläuft sich auf 2,9%, die Ausschüttungsquote liegt bei 29,5% des Gewinns. Damit wird knapp ein Drittel des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet, während der überwiegende Teil im Unternehmen verbleibt. Diese Relation zwischen Ausschüttung und einbehaltenem Gewinn ist ein Baustein für die Einordnung der Ertragsverwendung, ohne dass daraus eine Bewertung der künftigen Dividendenfähigkeit vorgenommen wird.

 

Deutsche Bank – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
10,6×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (aktuell)
9,0×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
2,9%
Dividendenrendite
29,5%
Ausschüttungsquote
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 28. Oktober 2026.

Deutsche Bank: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger dürfte vor allem die fundamentale Ausstattung der Deutschen Bank von Interesse sein: Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 notiert die Aktie weiterhin unter ihrem bilanziellen Substanzwert, während eine moderate Ausschüttungsquote von 29,5% bei einer Dividendenrendite von 2,9% auf eine gewisse Nachhaltigkeit der Gewinnverwendung hindeutet. Die operative Marge von 33,4% signalisiert zudem eine solide operative Ertragskraft. Allerdings relativiert die Eigenkapitalrendite von 8,9% dieses Bild etwas, da sie zeigt, dass die Profitabilität im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital überschaubar bleibt – ein Aspekt, den sicherheitsorientierte Anleger im Blick behalten sollten.

Risikoaffine Anleger könnten sich hingegen stärker an der Charttechnik und den Analystenmeinungen orientieren. Das technisch ermittelte Kurspotential von 25% bis zum höchsten Widerstand deckt sich nahezu mit dem von Goldman Sachs ausgegebenen Kursziel von 43,75 Euro, das ein Potential von 26% implizieren würde. Diese Übereinstimmung zwischen charttechnischer und fundamentaler Analystensicht könnte als zusätzliches Argument für spekulativ orientierte Positionen gewertet werden, zumal das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,0 gegenüber dem aktuellen Wert von 10,6 auf steigende Gewinnerwartungen hindeutet.

Kurzfristig orientierte Anleger dürften insbesondere die Marke von 43,50 Euro als charttechnischen Prüfstein im Auge behalten, da dort sowohl der technische Widerstand als auch das Analystenziel von Goldman Sachs zusammenfallen. Ein Überschreiten dieser Marke könnte als Bestätigung beider Ebenen gewertet werden, während ein Scheitern daran auf eine vorerst begrenzte Dynamik hindeuten würde.

Für langfristig orientierte Anleger könnten dagegen die fundamentalen Wachstumsindikatoren im Vordergrund stehen. Das Umsatzwachstum von 8,7% gegenüber dem Vorjahresquartal in Verbindung mit dem rückläufigen erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,0 könnte auf eine sich verbessernde Ertragslage hindeuten. In Kombination mit dem weiterhin niedrigen Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 ergibt sich so ein Bild, das je nach Gewichtung der einzelnen Kennzahlen sowohl Bewertungsspielraum als auch fundamentale Substanz nahelegen könnte.

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