DAX weiter im Rückwärtsgang – Nervosität nimmt wieder zu
Damit wird der September zumindest in den ersten beiden Handelstagen seinem Ruf als statistisch schlechtester Börsenmonat gerecht. Die Kombination aus steigenden Ölpreisen, Inflationsangst und der Angst vor Zinserhöhungen durch die Notenbanken wirkt direkt und indirekt auf die Aktienkurse. Die konjunkturellen Indikationen hatten sich zuletzt in den USA als stabil gezeigt und in Europa hatte der konjunkturelle Frühling sogar zarte Triebe geschlagen. Asien profitiert von einer enormen Nachfrage nach Halbleitertechnologien.
Mit dem Dreierpack an Risiken vor der Brust ziehen sich die Investoren aber jetzt an die Seitenlinien zurück und überlassen den Verkäufern das Feld. Der Aktienmarkt hat das Problem, dass sich jetzt ein negatives Kursmomentum etablieren und der Trend von automatisierten Handelsprogrammen weiter verstärkt werden kann. Als Katalysator dienen die anziehenden Renditen der US‑Staatsanleihen, die Aktienengagements zunehmend unattraktiver werden lassen.
Vor den Notenbanksitzungen der Europäischen Zentralbank am kommenden Donnerstag und der Federal Reserve eine Woche später wird der Markt nervös. Ein paar Daten gibt es vorher aber noch, so heute die ADP‑Beschäftigungszahlen und die Auftragseingänge der US‑Industrie. Und nicht zu vergessen: der offizielle Arbeitsmarktbericht aus den USA am Freitag.
Aus technischer Sicht steht für den DAX jetzt die Rückeroberung der Marke von 26 000 Punkten auf dem Plan, die ihm in der aktuellen Gemengelage aber schwerfallen dürfte. So könnte sich der Index heute zunächst in der Handelsspanne zwischen 25 700 und 25 950 Punkten bewegen.
DAX Chart
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