Aktie im Fokus: Mercedes Benz mit 7,7% Dividendenrendite – Analysten sehen knapp 20% Kurspotential

Die im DAX enthaltene Aktie der Mercedes-Benz Group notierte am 29. Juni 2026 via Xetra auf einem hier für die Analyse relevanten Zwischentief von 42,62 Euro. Seitdem konnte sich die Aktie bis zum 05. August 2026 auf ein Zwischenhoch von 48,41 Euro erholen.

Zuletzt handelte die Mercedes Benz Aktie im Bereich rund um die 46,85 Euro Marke.

Aufgrund dieses Kursverlaufs wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite zu ermitteln.

  • Die Widerstände fänden sich bei 48,41 Euro, 49,78 Euro, 50,62 Euro, 51,98 Euro, 54 20 Euro und 55,56 Euro.
  • Die Unterstützungen wären bei 46,20 Euro, 44,83 Euro, 43,99 Euro und 42,62 Euro abzuleiten.

 

Mercedes Benz Chart

 

Mercedes Benz Kursziele

Die Experten der DZ Bank vergaben ein Ziel von 55,00 Euro. Dieses Ziel wäre mit dem hier technisch ermittelten Widerstand von 55,56 Euro recht passabel zu bestätigen.

 

Mercedes Benz Chart

 

Analyse der Broker-Test.de Redaktion

Mercedes Benz: die Fundamentaldaten

Mercedes Benz weist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,9 auf aktueller Basis und 8,5 auf Basis der erwarteten Gewinne eine niedrige Bewertung auf. Auch das Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,5 zeigt an, dass die Aktie unterhalb des bilanziellen Eigenkapitals gehandelt wird. Das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA liegt bei 7,8 und ergänzt das Bild einer moderaten Bewertung im Vergleich zur operativen Ertragskraft des Unternehmens.

Im Zentrum der Betrachtung steht die Ausschüttung an die Aktionäre. Mit einer Dividendenrendite von 7,7% liegt Mercedes Benz deutlich über der in dieser Analyse als Schwelle angesetzten Marke von 3%. Die Ausschüttungsquote von 49,2% zeigt dabei, dass knapp die Hälfte des erwirtschafteten Gewinns an die Aktionäre weitergereicht wird, während die andere Hälfte im Unternehmen verbleibt. Diese Relation lässt auf eine Ausschüttungspolitik schließen, die Gewinnbeteiligung und Innenfinanzierung gleichermaßen berücksichtigt.

Bei der Ertragskraft zeigt sich ein gemischtes Bild. Die operative Marge liegt bei 6,2% und die Eigenkapitalrendite bei 5,6%, was auf eine begrenzte Profitabilität im operativen Geschäft hindeutet. Hinzu kommt ein Umsatzrückgang von 3,3% gegenüber dem Vorjahresquartal, der auf eine gewisse Abschwächung der Geschäftsentwicklung hinweist. Diese Kennzahlen relativieren die auf den ersten Blick attraktive Ausschüttungsrendite, da diese auf einer aktuell schwächeren Ertragsbasis beruht.

In der Gesamtschau kombiniert Mercedes Benz eine niedrige Bewertung mit einer hohen Dividendenrendite, während die operativen Kennzahlen eine moderate Ertragskraft und rückläufige Umsätze im betrachteten Quartal zeigen. Die Ausschüttungsquote von knapp 50% deutet darauf hin, dass die Dividendenzahlung auch bei der aktuellen Ertragslage nicht ausschließlich fremdfinanziert erscheint, sondern von den laufenden Gewinnen getragen wird.

 

Mercedes Benz – Kennzahlen im Überblick
Bewertung und Ertragskraft auf einen Blick
8,9×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (aktuell)
8,5×
Kurs-Gewinn-Verhältnis (erwartet)
7,7%
Dividendenrendite
49,2%
Ausschüttungsquote
Quelle: Broker-Test.de

 

Nächster Quartalstermin: 28. Oktober 2026.

Mercedes Benz: Fazit für Anlegertypen

Für risikoaverse Anleger könnte die Aktie von Mercedes Benz auf den ersten Blick durch ihre fundamentale Substanz überzeugen: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,9 beziehungsweise erwartet 8,5, ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von lediglich 0,5 sowie eine Dividendenrendite von 7,7% bei einer moderaten Ausschüttungsquote von 49,2% sprechen für eine solide Bewertungsbasis und eine augenscheinlich gut gedeckte Ausschüttung. Getrübt wird dieses Bild jedoch durch die operativen Kennzahlen: Eine operative Marge von 6,2%, eine Eigenkapitalrendite von nur 5,6% und ein Umsatzrückgang von -3,3% gegenüber dem Vorjahresquartal zeigen, dass die niedrige Bewertung nicht ohne Grund besteht, sondern operative Schwächen widerspiegelt.

Für risikoaffine Anleger könnte gerade diese Diskrepanz zwischen niedriger Bewertung und schwächerer operativer Entwicklung einen Reiz darstellen, sofern sie auf eine Verbesserung der Geschäftszahlen setzen. Charttechnisch besteht laut Teil 1 des Artikels ein Kurspotential von +19% bis zum höchsten Widerstand bei 55,56 Euro, das sich mit dem Analystenziel der DZ Bank von 55,00 Euro nahezu deckt. Diese Übereinstimmung zwischen technischer und fundamentaler Zielmarke könnte als zusätzliches Argument gewertet werden, wobei das schwache Umsatzwachstum und die vergleichsweise niedrige Eigenkapitalrendite das Risiko eines Fehlausbruchs nicht ausschließen.

Kurzfristig orientierte Anleger könnten sich vor allem an der Charttechnik orientieren: Das genannte Kurspotential von +19% bis zum Widerstand bei 55,56 Euro liefert eine konkrete Zielmarke, deren Erreichen jedoch von der weiteren Kursdynamik abhängt und keineswegs automatisch erfolgt. Da Analystenziel und technischer Widerstand hier nahezu identisch ausfallen, ergibt sich zumindest eine klare Orientierungsgröße für kurzfristige Handelsentscheidungen.

Langfristig orientierte Anleger dürften dagegen stärker auf die Fundamentaldaten schauen. Die hohe Dividendenrendite von 7,7% bei einer Ausschüttungsquote von 49,2% könnte für einen laufenden Ertrag sprechen, während das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA von 7,8 auf eine insgesamt moderate Bewertung hindeutet. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich der rückläufige Umsatz und die vergleichsweise niedrige operative Marge in den kommenden Quartalen stabilisieren, da genau diese Entwicklung darüber entscheiden könnte, ob die günstige Bewertung auf Dauer gerechtfertigt bleibt oder sich als Warnsignal erweist.

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