Aktie im Fokus: Deutsche Bank besteht erneut US-Stresstest

Bankenverband: Die Deutsche Bank ist das zweite Jahr in Folge ohne Probleme durch den Stresstest der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gekommen. Dieses Ergebnis sei “ein wichtiger Schritt nach vorne”, schrieben Christiana Riley, Chefin des US-Ablegers der größten deutschen Bank, und der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing in einem Memo an die Mitarbeiter, wie heute berichtet wurde.

Der Wandel brauche Zeit, doch die Deutsche Bank mache spürbare Fortschritte und sei auf dem richtigen Weg, hieß es in dem Schreiben weiter. Investoren, Kunden und auch die Aufseher würden die positive Entwicklung des Unternehmens anerkennen. Fed-Vize Randal Quarles lobte die Geldhäuser: “Das Bankensystem war in dieser Krise bislang ein Quell der Stärke.”

 


 

Obwohl die Fed allen 33 getesteten Banken ein gutes Zeugnis ausstellte, gab es auch eher negative Nachrichten von Seiten der Notenbank. Denn eine Analyse der möglichen Belastungen durch die Corona-Pandemie habe Risiken offengelegt, erklärte die Notenbank.

Die Fed werde deshalb weitere Maßnahmen ergreifen, um die Krisenfestigkeit intensiver zu prüfen. Wegen der Ungewissheit müssen die Banken ihr Geld in den nächsten Monaten erstmal zusammenhalten.

Deshalb erteilten die Finanzaufseher den größten Geldhäusern im Land angesichts der Corona-Krise strikte Auflagen zur Schonung der Kapitalausstattung. Gewinnausschüttungen durch Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen seien deshalb mindestens bis Ende September tabu, wie die Fed mitteilte.

Anders als bei den US-Geldhäusern hängen bei den Töchtern ausländischer Institute zwar nicht die Dividenden und Aktienrückkäufe von der Zustimmung der Fed ab, dafür aber die Gewinnausschüttungen an ihre Konzernmütter.

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