Aktie im Fokus: Infineon – guten Zahlen von TSMC beflügeln
onemarkets: Die Aktie von Infineon kann am Freitag den zweiten Tag in Folge zulegen.
Unterstützung bekam der Halbleiterhersteller von guten Zahlen von TSMC.
Der taiwanesische Konkurrent meldete gestern Geschäftszahlen, die deutlich über den Erwartungen der Marktteilnehmer ausfielen und Aktien aus dem Tech-Sektor beflügelten.
Infineon wird voraussichtlich am 6. Februar die Bücher öffnen und Zahlen für das erste Geschäftsquartal veröffentlichen.
Infineon erwartet Umsatzanstieg für 2024
Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Infineon einen Umsatzanstieg auf etwa 17 Milliarden Euro und eine Ergebnis-Marge von rund 24 Prozent.
Im Frühjahr 2023 wurde bereits mit dem Bau des zweiten Produktionswerks in Dresden begonnen.
Dabei könnte Infineon vom „European Chips Act“ profitieren. Das Gesetz soll Europa künftig weniger abhängig machen von Halbleitern aus den USA und vor allem aus Asien.
So soll sich der derzeitige EU-Anteil an der globalen Halbleiterproduktion von zehn Prozent bis 2030 verdoppeln. 43 Milliarden Euro will die EU dafür mobilisieren.
Dabei ist dies längst nicht das einzige Bauprojekt des Konzerns.
Infineon plant Halbleiterfabriken in Dresden und Malaysia
So wurde gemeinsam mit den Joint-Venture-Partnern Bosch, NXP und der taiwanesischen TSMC der Bau einer weiteren Halbleiterfabrik in Dresden vereinbart.
An diesem Joint Venture wird Infineon 10 Prozent halten. Hanebecks zweiter Fokus liegt in Asien.
Infineon will in Malaysia die weltweit größte 200-Millimeter-Siliziumkarbid Fabrik bauen und plant in den kommenden fünf Jahren zusätzlich bis zu fünf Milliarden Euro in Malaysia zu investieren.
Mit dem Ausbau von Kulim sichern wir unsere Führungsposition in diesem Markt“, sagte der Vorstandschef.
Dabei setzt Infineon künftig nicht nur auf Silizium-Karbid.
Im vergangenen Herbst wurde die Übernahme der kanadischen GaN Systems abgeschlossen.
Gallium-Nitrid-Chips können die Stromverluste von Elektroauto-Ladegeräten, Solar-Wechselrichtern und anderer Energietechnik deutlich senken.
Gute Positionierung in Wachstumsmärkten
Infineon ist zudem in Wachstumsmärkten wie dem Automobil- und Powersektor gut positioniert.
Nach Angaben von Refinitiv ist ein großer Teil der Analysten daher mittelfristig zuversichtlich für das Papier gestimmt.
Dennoch ist die Aktie nicht frei von Risiken.
Schwache Zahlen des Konzerns oder aus dem Sektor können die Aktie ebenso unter Druck setzen wie ein Kursrückgang des Gesamtmarkts.
Infineon Aktie Chartanalyse
- Widerstandsmarken: 34,70/39,30/39,95 EUR
- Unterstützungsmarken: 31,95/33,25/34,25 EUR
Die Aktie von Infineon bewegt sich seit Spätsommer 2020 in einer Bandbreite zwischen EUR 22,30 und EUR 43,70.
Nach der Bildung eines Doppelbodens bei EUR 22,30 im Jahr 2022 drehte die Aktie im Herbst 2022 nach oben und schraubte sich bis Juli 2023 auf EUR 39,90.
Seither sackte das Papier zeitweise auf EUR 27,20 zurück ehe es analog zum Gesamtmarkt Ende 2023 wieder nach oben ging.
In den zurückliegenden Wochen kam das Papier erneut unter Druck und hangelte sich an der unteren Begrenzung des Bollingerbands bis in den Bereich der 50%-Retracementlinie nach unten.
Bei rund EUR 33,25 melden sich nun die Bullen.
Der MACD signalisiert zunächst ein nachlassendes Abwärtsmomentum.
Der RSI hat die überverkaufte Zone wieder verlassen.
Signifikante Kaufimpulse sind jedoch frühestens oberhalb von EUR 34,70 und einem damit verbundenen Ausbruch über die 200-Tage-Durchschnittslinie und 61,8%-Retracementmarke verbunden.
Infineon in EUR; Tageschart

Betrachtungszeitraum: 04.05.2022 –19.01.2024. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle:tradingdesk.onemarkets.de
Infineon in EUR; Wochenchart

Betrachtungszeitraum: 20.01.2019– 19.01.2024. Historische Betrachtungen stellen keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen dar. Quelle:tradingdesk.onemarkets.de
Infineon Aktie – Interaktiver Chart
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Quelle: UniCredit Bank AG – Onemarkets
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