Die RWE-Aktie zeigt trotz kurzfristiger Herausforderungen im ersten Quartal 2025 ein insgesamt eher positives Gesamtbild mit soliden Wachstumsaussichten und attraktivem Kurspotenzial.
Finanzkennzahlen und Finanzprognosen
RWE verzeichnete im ersten Quartal 2025 ein bereinigtes EBITDA von 1,3 Milliarden Euro und einen bereinigten Nettogewinn von 0,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber den starken Ergebnissen des Vorjahresquartals, liegt jedoch im Rahmen der Erwartungen. Die Investitionen beliefen sich im Q1 2025 auf 2,7 Milliarden Euro netto, während derzeit 11,2 Gigawatt neue Kapazitäten im Bau sind. Der Geschäftsbereich Offshore Wind erzielte ein EBITDA von 380 Millionen Euro (Q1 2024: 548 Millionen Euro), während Onshore Wind/Solar auf 496 Millionen Euro stieg (Q1 2024: 341 Millionen Euro). Die Bereiche Flexible Erzeugung und Supply & Trading verzeichneten Rückgänge auf 376 Millionen Euro bzw. 15 Millionen Euro. MarketScreener hat die Nettogewinnschätzung für 2025 reduziert und prognostiziert einen Gewinn pro Aktie von 2,17 Euro statt 2,29 Euro (-5,46%).
RWE Kursziel
Die Analysten blicken optimistisch auf die RWE-Aktie, die aktuell bei etwa 33 Euro notiert (Stand: 20. Mai 2025).
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei beachtlichen 42 Euro, was einem Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent entspricht. Die Mehrheit der Experten spricht klare Kaufempfehlungen aus.
RWE hat trotz schwächerer Q1-Zahlen die Prognose für das Gesamtjahr 2025 bestätigt.
Dividende
Im Mai 2025 hat RWE eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie ausgeschüttet, was einer Rendite von ca. 3,4 % entspricht. Im Vorjahr lag die Zahlung bei 1,00 Euro je Aktie. Das durchschnittliche Dividendenwachstum über fünf Jahre beträgt rund 7,4 %. Die nächste Auszahlung wird für Mai 2026 erwartet.
Fazit RWE Aktie
RWE zeigt nach einem durchwachsenen Jahresstart 2025 eine deutliche Erholung. Das erste Quartal brachte einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 23% auf 1,3 Milliarden Euro und einen Überschussrückgang um 38%. Die schwächere Performance ist vor allem auf eine Normalisierung im Segment Flexible Generation, schwache Windverhältnisse in Europa und einen Rücksetzer im Energiehandel zurückzuführen.
Trotzdem bestätigt RWE seine Gewinnprognose für 2025 mit einem erwarteten EBITDA zwischen 4,55 und 5,15 Milliarden Euro. Als Chance erweist sich die geplante Ausschreibung der Bundesregierung für 20 Gigawatt Gaskraftwerksleistung, wobei RWE hervorragend positioniert ist.
Als Reaktion auf regulatorische Unsicherheiten und geopolitische Risiken hat RWE seine Renditeanforderungen für neue Projekte von 8% auf über 8,5% erhöht und plant für 2025-2030 nun Investitionen von 35 Milliarden Euro – 10 Milliarden weniger als ursprünglich vorgesehen.
Seit Februar 2025 befindet sich das Papier in einem leichtne, aber stabilen Aufwärtstrend, gestützt durch das Potenzial im Gaskraftwerksbereich.