Aktionäre warten auf US-Jobdaten – DAX leicht im Plus

Bernstein Bank: Freude im weltweiten Handel: Im Oktober sollen die Zollverhandlungen zwischen den USA und China weiterlaufen. Die Meldung des Vortages wirkt auch am Freitag an den asiatischen Börsen nach. Allerdings halten die Anleger in Frankfurt vor den wichtigen US-Jobdaten am Nachmittag erst einmal ihr Pulver trocken.

 

DAX leicht im Plus
Jetzt herrscht wieder eitel Sonnenschein: Nach der gestrigen Bestätigung neuer Zollverhandlungen durch die chinesische Administration sieht die Welt gleich wieder viel besser aus. Der DAX zog bis zum Freitagmittag um 0,3 Prozent an auf 12.168 Punkte und hielt sich damit weiter über der 50-Tage-Linie. Gestern war der Indikator um 0,9 Prozent auf 12.127 Zähler geklettert – das war der höchste Schlussstand seit fünf Wochen. Der deutsche Leitindex hat damit innerhalb von neun Tagen rund 600 Punkte zugelegt.

Die wieder mutig gewordenen Anleger hakten auch eine neue Hiobsbotschaft aus der deutschen Industrie schnell ab: Im Juli war die deutsche Produktion überraschend um 0,6 Prozent geschrumpft.

 

Freude in Asien
Die Aussicht auf eine Einigung im Handelsstreit erfreute auch die asiatischen Börsianer. In China gewann der CSI-300 0,6 Prozent auf 3.949 Zähler. In Japan verabschiedete sich der Nikkei 225 mit einem Plus von 0,5 Prozent bei rund 21.200 Punkten ins Wochenende – das Wochenplus beträgt damit 2,4 Prozent.

Kein Wunder, denn gestern legte auch ein Insider aus China in Sachen Zollstreit-Hoffnung nach: Hu Xijin, Chefredakteur der staatlichen „Global Times“ twitterte, es gebe nun mehr Möglichkeiten auf einen Durchbruch in den Zollgesprächen.

Der Journalist gilt als Sprachrohr der kommunistischen Partei.

 


 

Gewinne in New York
Ergo applaudierte auch die Wall Street. Der Dow Jones gewann 1,4 Prozent auf 26.728 Punkte – im Handelsverlauf schaffte es der US-Leitindex erstmals seit gut einem Monat über die Marke von 26.800 Zählern. Der S&P 500 stieg um 1,3 Prozent auf 2.976 Stellen, der Nasdaq 100 kletterte um 1,9 Prozent auf 7.863 Zähler. Alle wichtigen US-Indizes haben damit nun die Seitwärtsrange verlassen und sind über den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gehüpft.

Denn für Freude hatte auch der starke ADP-Bericht von gestern gesorgt. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister hatte die Privatwirtschaft der Vereinigten Staaten im August mehr Stellen geschaffen als erhofft. Ferner zeigte die US-Industrie mit ihren Auftragsdaten im Juli Stärke und im Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung im August überraschend stark auf.

Im neuen Optimismus waren Gold und Silber wieder weniger gefragt.

 

Fed und Arbeitsmarktbericht im Fokus
Nur wenige wichtige Termine stehen heute auf der Agenda. Spannend wird es um 14.30 Uhr, wenn der US-Arbeitsmarktbericht für August über die Bildschirme auf Ihrer Handelsplattform läuft.
Die Jobdaten werden auch die Federal Reserve interessieren. Sie entscheidet am 18. September über mögliche Zinssenkungen. Vielleicht wird sich Fed-Chef Jerome Powell schon am Abend zu einem Kommentar hinreißen lassen. Er nimmt an der Konferenz „The Economic Outlook and Monetary Policy“ in der Schweiz teil, die um 18.30 Uhr beginnt.

Laut „Wall Street Journal“ soll es übrigens höchst wahrscheinlich in zwei Wochen einen Zinsschnitt der Fed von 25 Basispunkten geben.

Warten wir es ab.

 


 

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