Alle Welt und somit auch der DAX wartet auf Yellen und die FED am Abend

FXCM: Alle Welt und somit auch der DAX wartet auf Yellen und die FED am Abend
 

Der DAX präsentierte sich vor der FED-Zinsentscheidung am Donnerstagabend wie das Kaninchen vor der Schlange, pendelte ausgehend vom Vortagesschluss um die Nulllinie, mal etwas grün, mal etwas rot, aber ohne klare Richtung.
 

Das dürfte sich am Abend mit der Leitzinsentscheidung der FED ändern, wobei ich allerdings mittlerweile etwas skeptisch bin, ob es bereits heute Abend nachhaltige Bewegungen gibt, es nicht eher zu erratischen Ausschlägen auf der Ober- und Unterseite kommt und sich erst in den nächsten Tagen eine klare Richtung zeigt.
 

Der Grund für meine Skepsis ist einfach:
alle Welt schaut heute Abend auf Janet Yellen in Washington. Keiner weiß genau, was geschehen wird, hebt die FED den Zins an, tut sie es nicht. Es ist ein klassischer Münzwurf, eine Fifty-fifty-Geschichte.
 

Und ausgehend hiervon kaufen professionelle Marktteilnehmer Volatilität, sichern sich also gegen starke Schwankungen ab. Das es Schwankungen geben wird scheint klar. Aber das große Geld wird kaum soweit auf der falschen Seite erwischt werden können, dass es zu nachhaltigen Impulsen auf der Ober- oder Unterseite kommen wird. Diese nachhaltigen Bewegungen sind erst in den kommenden Tagen zu erwarten, wo die professionellen Marktteilnehmer ihre Portfolios dann ausgehend von der zukünftig zu erwartenden Geldpolitik der FED ausrichten.


Meine Einschätzung bleibt die, dass es heute Abend keinen Zinsschritt gibt. Gibt es diesen dennoch, so sehe ich mit einer Zinsanhebung zumindest kurzfristig einen anziehenden DAX, Kursziel um die Juli-Tiefs um 10.650 Punkte.
 

Die FED würde auf diesem Weg kommunizieren, dass sie trotz der Turbulenzen in China Herrin der Lage ist. Dennoch sehe ich mit dann erneut einsetzenden Kapitalabflüssen und Turbulenzen am chinesischen Finanzplatz in den kommenden Tagen einen eher nachgebenden DAX der unter 10.000 Punkte fallen dürfte und erst mit einer ihr Anleiheaufkaufprogramm ausdehnenden EZB käme es wohl zu einem Rücklauf über 10.000 Punkte.


Kommt es, wie von mir erwartet, zu keiner Zinsanhebung, sehe ich den DAX eher unter Druck, suggeriert dieser Schritt der FED doch, dass man trotz sich weiter erholender US-Wirtschaft und nahezu Vollbeschäftigung Respekt vor einer zu restriktiven Geldpolitik hat. Das wurde Unsicherheit begünstigen und den DAX zum Wochenschluss unter Druck bringen, Ziel unter 10.100 Punkte wäre zunächst die Region um 9.880/900 Punkte.                     

 

 

Von Jens Klatt

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