Allianz erhöht Dividende und kündigt Aktienrückkauf an

  • Der auf Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss erhöht sich 2016 um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 6,9 Milliarden Euro
  • Solvency-II-Kapitalquote steigt per 31. Dezember 2016 auf 218 Prozent, nach 200 Prozent vor einem Jahr
  • Vorstand schlägt Dividende in Höhe von 7,60 Euro pro Aktie vor, nach 7,30 Euro pro Aktie im Vorjahr
  • Allianz startet Rückkaufprogramm für eigene Aktien mit einem Volumen von bis zu 3 Milliarden Euro
  • Ausblick für operatives Ergebnis für 2017: 10,8 Milliarden Euro, plus/minus 500 Millionen Euro, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse

Die

Allianz

Gruppe erzielte 2016 ein operatives Ergebnis von 10,8 Milliarden Euro. Das liegt nahe des oberen Endes der Prognosespanne und markiert den fünften jährlichen Anstieg in Folge. Der auf Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss stieg gegenüber 2015 um 4,0 Prozent, so dass die Allianz die Dividende weiter auf 7,60 Euro erhöhen kann. Darüber hinaus startet die Allianz ein auf zwölf Monate angelegtes Rückkaufprogramm für eigene Aktien im Umfang von bis zu 3 Milliarden Euro, was rund 4,2 Prozent des Nominalkapitals entspricht. Allianz, von der Marktkapitalisierung her Europas größter Versicherer, machte 2016 weitere Fortschritte bei der Umsetzung der Renewal Agenda, so dass das Unternehmen auf einem guten Weg ist, die Ziele für das Jahr 2018 zu erreichen.


Stärkster Anstieg

Im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung wurde der stärkste Anstieg des operativen Ergebnisses verzeichnet – um 9,3 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro – getrieben durch ein höheres Kapitalanlageergebnis. Die Neugeschäftsmarge stieg 2016 auf 2,7 Prozent, nach 2,2 Prozent im Vorjahr. Die Verbesserung unterstreicht die Fähigkeit der Allianz, in Reaktion auf das Niedrigzinsumfeld strategische Änderungen schnell und profitabel umzusetzen.

Im Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung verringerte sich das operative Ergebnis 2016 um 4,2 Prozent, hauptsächlich verursacht durch ein niedrigeres Kapitalanlageergebnis, während sich das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte. Die Schaden-Kosten-Quote des Geschäftsbereichs, die die Profitabilität des versicherungstechnischen Geschäfts misst, verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 94,3 Prozent. Geringere Schäden durch Naturkatastrophen trugen hierzu bei.


Asset Management

Im Geschäftsbereich Asset Management wurde ein wichtiger Meilenstein dadurch erreicht, dass PIMCO in der zweiten Jahreshälfte 2016 zwei Quartale in Folge Nettomittelzuflüsse Dritter verzeichnete. Der Anstieg des gesamten verwalteten Vermögens um 6,1 Prozent auf 1.871 Milliarden Euro per Jahresende war hauptsächlich auf positive Markteffekte zurückzuführen. Geringere Erträge aus dem für Dritte verwalteten Vermögen und niedrigere erfolgsabhängige Provisionen führten jedoch zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses um 4,0 Prozent. Infolge von Kostendisziplin verbesserte sich das Aufwand-Ertrag-Verhältnis des Geschäftsbereichs 2016 auf 63,4 Prozent im Vergleich zu 64,5 Prozent im Vorjahr.

„Allianz blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2016 zurück. Die Investitionen in unsere Renewal Agenda fangen an sich auszuzahlen. Sämtliche Geschäftsbereiche haben gute Ergebnisse geliefert, vor allem dank des Engagements unserer hervorragenden Mitarbeiter. Und unsere robuste Kapitalbasis versetzt uns in eine Position der Stärke“, sagte Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE.

„Das Jahr 2016 bot reichlich an – teilweise unerfreulichen – Überraschungen, die unsere politische und wirtschaftliche Umwelt maßgeblich beeinträchtigen werden. Dies erschwert Vorhersagen für 2017. Gleichwohl sind wir zuversichtlich genug, unseren Ausblick für das operative Ergebnis anzuheben. Die Allianz Gruppe zielt für 2017 auf ein operatives Ergebnis in Höhe von 10,8 Milliarden Euro ab, plus/minus 500 Millionen Euro, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse, Krisen oder Naturkatastrophen“, sagte Oliver Bäte.


Allianz gibt überschüssiges Eigenkapital an Anteilseigner zurück

Allianz SE hat ein Rückkaufprogramm für eigene Aktien mit einem Volumen von bis zu 3 Milliarden Euro beschlossen. Dieser Beschluss geht zurück auf eine vorhergehende Ankündigung, für externes Wachstum vorgesehenes und nicht ausgeschöpftes Budget der Gruppe des Zeitraums 2014 bis 2016 an die Anteilseigner zurückzugeben. Auf Basis des Schlusskurses von 156,85 Euro pro Aktie am 10. Februar 2017 entspricht dies etwa 19,1 Millionen Aktien oder 4,2 Prozent des Grundkapitals.

Das

Rückkaufprogramm für eigene Aktien

soll am 17. Februar 2017 starten und nicht länger als zwölf Monate andauern. Allianz SE wird die gekauften Aktien einziehen und regelmäßig über den Fortgang des Programms berichten. Die vollständige Umsetzung des Rückkaufprogramms steht unter der Bedingung einer nachhaltigen Solvency-II-Quote von über 160 Prozent.


Kapitalmanagement wird flexibler

Das Kapitalmanagement der Allianz Gruppe zielt auf eine gesunde Balance von attraktiver Rendite und Investitionen in profitables Wachstum ab. 2014 erhöhte die Allianz Gruppe die regelmäßige Ausschüttungsquote auf 50 Prozent des auf Anteilseigner entfallenden Jahresüberschusses. Darüber hinaus reservierte die Gruppe 20 Prozent des auf Anteilseigner entfallenden Jahresüberschusses für externes Wachstum und plante – um Kapitaldisziplin zu wahren und die Kapitalbasis effizient zu managen – das nicht ausgeschöpfte Budget alle drei Jahre an die Aktionäre auszukehren. Die erste Evaluierung wurde Ende 2016 vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben nun eine Vereinfachung des Kapitalmanagements der Gruppe beschlossen, um dieses flexibler zu machen. Auch in Zukunft ist vorgesehen, 50 Prozent des auf Anteilseigner entfallenden Jahresüberschusses der Gruppe als Dividende auszuschütten. Darüber hinaus strebt die Allianz wie bisher an, die Dividende pro Aktie mindestens auf dem Vorjahresniveau zu halten.

Allianz beabsichtigt jedoch, das Budget für externes Wachstum nicht länger mit Rückzahlungen an die Anteilseigner in einem Dreijahreszeitraum zu verbinden. Vielmehr soll die Hälfte des Jahresüberschusses nach Maßgabe des Managements genutzt werden, um entweder Wachstum zu finanzieren oder flexibel an die Anteilseigner auszuschütten. Dies steht wie bisher unter der Bedingung einer nachhaltigen Solvency-II-Quote von über 160 Prozent.


Hinweis der Redaktion: Letzter

Allianz Insider Kauf

in Höhe von 4.418 Euro

 

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