BlackRock und extraETF erhöhen Wachstumsprognose für ETF-Sparpläne

BlackRock: Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds (auf Englisch:Exchange Traded Funds, kurz ETFs) werden bei deutschen Anlegern immer beliebter. Im Zuge dessen gewinnt das starke Wachstum von ETF-Sparplänen weiter an Dynamik, wie eine Prognose des Informationsdienstes extraETF im Auftrag des Vermögensverwalters BlackRock zeigt.

Demnach dürfte die Zahl der ETF-Sparpläne in Deutschland bis zum Jahr 2025 auf rund neun Millionen Verträge steigen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 35 Prozent im Vergleich zu Ende Dezember 2020, als es zwei Millionen entsprechender Verträge gab.

Bislang waren die Experten von 30 Prozent durchschnittlichem Wachstum und einem Anstieg auf sieben Millionen Verträge ausgegangen. Das jährliche Sparvolumen soll im gleichen Zeitraum von aktuell 3,6 Milliarden Euro auf 15,7 Milliarden Euro steigen – sprich im Schnitt um 34 Prozent pro Jahr.

 


 

Christian Bimüller, Co-Head Digital Distribution in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) bei BlackRock, kommentiert das zunehmende Wachstum wie folgt: „ETF-Sparpläne sind intuitiv verständlich, kostengünstig, transparent und flexibel einsetzbar – ebenso wie börsengehandelte Indexfonds selbst. Verbraucherzentralen, Verbraucherportale, Finanzblogger und Fachmedien bestätigen dies schon seit geraumer Zeit. Nun werden sich auch immer mehr Privatanleger dieser Vorteile bewusst und nutzen ETF-Sparpläne im Rahmen ihrer Geldanlage und des langfristigen Vermögensaufbaus. Das steigende Interesse spiegelt sich unter anderem auch darin wider, dass unser ETF-Sparplanrechner die am meisten besuchte Content-Seite bei iShares innerhalb Europas ist. Anleger nutzen dieses Tool ausgiebig, wie die deutlich längere Verweildauer im Vergleich zu unseren anderen Webseiten zeigt. Unser Leitfaden zur ETF-Sparplananlage und der Button zum Sparplan einrichten gehören ebenfalls zu den Favoriten unserer Online-Nutzer.“

Anlässlich des 20-jährigen ETF-Jubiläums in Deutschland hatten BlackRock und extraETF im Mai 2020 eine Prognose zur weiteren Entwicklung des ETF-Sparplanmarktes erstellt. Bereits damals waren die Experten von einem starken Wachstum ausgegangen.

Nun haben sie ihre Prognose auf Basis der kürzlich veröffentlichten Marktdaten für das Jahr 2020 angehoben. Dem liegt unter anderem zugrunde, dass die durchschnittliche Sparrate weiter steigt. Um dem gerecht zu werden, gehen die Experten nun von einer durchschnittlichen monatlichen Sparrate von 165 Euro aus statt zuvor 150 Euro.

Markus Jordan, Betreiber des Anlegerportals extraETF.com sowie Gründer und Herausgeber des Fachmagazins Extra-Magazin, sagt: „Wir haben unsere bisherigen Erwartungen nach oben angepasst, weil die Nachfrage nach ETF-Sparplänen anzieht und zudem die durchschnittliche Sparplanrate steigt. Die Gründe für das weiter zunehmende Wachstum sind vielfältig: Neue Anbieter wie Scalable Capital Broker bereichern den Markt. Bestehende Anbieter wie der Neo-Broker Trade Republic bauen ihr Angebot an sparplanfähigen ETFs aus. Anbieter wie die ING Deutschland und flatex stellen ihr ETF-Sparplanangebot auf gebührenfreie Modelle um. Und die Einstiegsbeträge gehen weiter zurück, so dass Anleger inzwischen bereits ab einem Euro pro Monat kontinuierlich Vermögen aufbauen können. Dies trägt dazu bei, Anlegern den Zugang zum Kapitalmarkt zu erleichtern und die Geldanlage weiter zu demokratisieren.“

Christian Hecker, Gründer von Trade Republic, bestätigt diese Einschätzung: „Der Großteil der Kunden bei Trade Republic hat einen langen Anlagehorizont, was sich darin widerspiegelt, dass über 80 Prozent unserer Kunden über einen Sparplan verfügen. Zudem sehen wir eine sehr hohe Beliebtheit bei Kunden in der Altersklasse von unter 30 Jahren.“

Erik Podzuweit, Gründer & Co-CEO von Scalable Capital, ergänzt: „Seit 5 Jahren sind ETF-Sparpläne Kern unseres Angebots. Ob Broker oder Vermögensverwaltung, jeder zweite Kunde bespart sein Portfolio monatlich. Mit einer durchschnittlichen Sparrate von 450 € leisten Kunden einen maßgeblichen Beitrag zur privaten Altersvorsorge. Dabei werden vor allem nachhaltige Produkte immer beliebter. Es zeigt sich, dass das klassische Sparbuch ausgedient hat.”

Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei der ING Deutschland, erläutert: „Wir sehen seit Jahren eine große Nachfrage unserer Kunden nach Wertpapier-Sparplänen. Vor allem ETF-Sparpläne werden immer beliebter. 2020 erzielten wir mit über 320.000 ETF-Sparplänen ein Wachstum von über 90 Prozent. Mit der Senkung der Sparrate auf 1 Euro für alle unsere Wertpapier-Sparpläne sowie der Möglichkeit, ab dem 1. April mehr als 800 ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühren abzuschließen, machen wir das Investieren in Wertpapiere genauso einfach wie das regelmäßige Sparen auf dem Tagesgeld-Konto.“

 


 

Frank Niehage, CEO der flatexDEGIRO AG ist sich sicher: „Langfristiger Vermögensaufbau über Sparpläne ist für die private Altersvorsorge absolut unerlässlich und wir sind überzeugt: jeder verdient Rendite, unabhängig von Vorkenntnissen und verfügbarer Zeit. Bei flatex ermöglichen wir allen Kunden, ihre Anlageentscheidungen unkompliziert auf einer der professionellsten und sichersten Plattformen auszuführen. Passend dazu bieten wir jetzt auch das in Deutschland größte ETF- und Fondssparplan-Angebot mit über 3.000 Produkten dauerhaft zu 0 Euro Handelsgebühren an.“

ETFs bilden die Wertentwicklung von Börsenindizes, wie zum Beispiel dem DAX nach. Sie eignen sich besonders gut, um von der Entwicklung an unterschiedlichen Finanzmärkten zu profitieren und zugleich das Risiko der Geldanlage zu streuen. Aufgrund ihrer geringen laufenden Kosten ist die Geldanlange in ETFs zudem häufig günstiger als bei klassischen Investmentfonds oder einem Direktinvestment in die zugrundliegenden Basiswerte.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge