Brexit schwächt Pfund & Öl-Rallye beflügelt FTSE

London Capital GroupDie US-Midterm-Wahlen kamen und sind vorüber, und nachdem sich die Dinge beruhigt haben, besinnen sich die Märke wieder auf die zugrunde liegenden Sorgen, die unverändert sind. Die Wall Street beendete die vergangene Woche mit schwächeren Notierungen. Hier belasteten die anhaltenden Sorgen um das globale Wachstum, die durch schwächere Wirtschaftsdaten aus China noch verstärkt wurden. Während eine zunehmend restriktiver klingende Fed Befürchtungen eines steileren Zinspfades schürte, dämpft dies die Erwartungen an das Wachstum der Unternehmen.

Während Asien zu Beginn der Woche eine gemischte Performance zeigte, sahen die europäischen Börsen deutlich zuversichtlicher aus. Der FTSE führt die Börsen in Europa an, da ein schwächeres Pfunds aufgrund der Brexit-Entwicklungen und ein anziehender Ölpreis unterstützen. Die Saudis haben zugesagt, die Ölproduktion um 0,5% zu kürzen, um das Angebot zu drosseln, nachdem die US-Sanktionen gegen den Iran weniger deutlich als erwartet waren.


 

Dies hat das Öl beflügelt. Brent gewann über Nacht über 1,5% hinzu und macht die Freitagsverluste wieder wett und drückte den Preis über 71,00 USD.

Pfund schwächer, da Druck auf May zunimmt
Der Brexit und die Politik werden diese Woche wieder einmal kritisch für das Pfund sein. Trotz der Spekulationen über einen Brexit-Deal in der vergangenen Woche belastete das Fehlen einer soliden Entwicklung und widersprüchliche Brexit-Gerüchte das Pfund Sterling am Freitag, das damit die Höchststände von Anfang der Woche hinter sich ließ.

Ein Wochenende voller Brexit-Neuigkeiten zog die Stimmung für das Pfund über Nacht nach unten. Das Pfund fiel um 0,5% und fiel auf ein 11-Tagestief. Das Pfund Sterling wird vor allem mit Blick auf den 21. November unter Druck bleiben, denn zu diesem Datum hatte der Brexit-Sekretär vor nicht allzu langer Zeit eine mögliche Vereinbarung angekündigt, die jetzt äußerst unwahrscheinlich erscheint. Der Rücktritt des britischen Verkehrsministers am Freitag dürfte nicht der letzte aus dem Kabinett sein, da der Druck auf Theresa May steigt.

 

Wir erwarten, dass das Pfund vor einer rauen Zeit steht, besonders wenn Theresa May versucht, ihren Brexit-Plan durchzusetzen. Denn es gibt eine wachsende Opposition innerhalb ihrer eigenen Regierung. Es besteht eine gute Chance, dass ihr der Durchbruch nicht gelingt. Mit der Annäherung an den Termin nehmen die Chancen eines Brexit-Deals eher ab als zu. Es gibt keine kursbestimmenden britischen Daten, die heute zur Veröffentlichung anstehen würden.

Die innenpolitischen Risiken zusammen mit den Brexit-Befürchtungen werden das Pfund stark belasten.

Für die nächste Zeit gibt es einige Datenpunkte, die die Aufmerksamkeit der Händler in dieser Woche verlangen könnten, wie z. B. die britischen Arbeitsmarktzahlen, die Inflationsdaten und die Einzelhandelsumsätze später in der Woche. Allerdings werden konkrete Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen erforderlich sein, da das Pfund sonst schnell 1,28 USD erreichen könnte.


 

Italienischer Haushalt zur Wiedervorlage am Dienstag fällig
In dieser Woche wird sich die Aufmerksamkeit in hohem Maße wieder Italien zuwenden, da die Frist für die Wiedervorlage des italienischen Haushaltsplans am Dienstag abläuft. Es wird erwartet, dass Rom trotzig zu den Hauptpfeilern seines vorherigen Haushalts steht, den Brüssel abgelehnt hat, weil das Land die Ausgabenregeln der Europäischen Kommission missachtet hat.

Dazu gesellen sich schwache Wirtschaftsdaten aus Italien. Der Dienstleistungs-PMI zeigt, dass die wirtschaftliche Aktivität rückläufig ist, und das BIP wird nun nach 1,5 % bei 1,2 % erwartet.

Die italienischen Kreditkosten bleiben mit 3,4% weiterhin hoch und könnten in Richtung 3,7% zurückgehen, falls die Befürchtungen einer Staatsschuldenkrise eskalieren. Der Euro verliert im Übernachthandel 0,1% und baut damit die Verluste der Vorwoche aus.

 

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