CMC Markets: DAX fällt zurück / Positive China-Daten überschattet von schwächerem EU-Einkaufsmanagerindex, Irak-Krise hält Nachfrage in Gold und Rohöl aufrecht

CMC Markets:

  • Positive China-Daten überschattet von schwächerem EU-Einkaufsmanagerindex
  • Irak-Krise hält Nachfrage in Gold und Rohöl aufrecht

Nach einer Woche mit Fed-Entscheid und Hexensabbat ging der DAX letzte Woche mit 9.987 Punkten aus dem Handel, nachdem er zum großen Verfallstag am Freitag ein neues Intraday-Allzeithoch bei knapp 10.050 Punkten schaffte. In den USA setzten die Leitindizes letzte Woche ebenfalls ihre Rekordjagd fort. Der Dow Jones und S&P 500 legten jeweils nur wenig zu*, konnten damit jedoch abermals neue Höchstschlussstände verbuchen.

Auch die Rekorde der letzten Woche wurden nur mit geringer Volatilität und kleinen Gewinnen erreicht. In dieser Woche dürfte der Fokus wieder auf Konjunkturdaten gerichtet sein und hier wird abzuwarten bleiben, ob diese genügend positive Impulse liefern können um die Gewinnserie aufrecht zu erhalten. Es lässt sich gegenwärtig eine Tendenz erkennen, dass die Anleger an den europäischen Märkten beginnen etwas vorsichtiger zu agieren, als in den USA, wo die US-Indizes ihre Rekordschluss-Stände am Freitag bis zu Handelsschluss verteidigen konnten, während der DAX nach seinem Allzeithoch bei 10.050 Punkten zum Hexen-Sabbat wieder abgeben musste. Psychologisch könnten die nun sehr nahe gekommenen runden Marken von 17.000 und 2.000 Punkten im Dow Jones beziehungsweise S&P 500, die Bullen weiterhin reizen, während im DAX die 10.000 Punkte bereits gefallen sind und Anleger nun auf zusätzliche Impulse warten.

Charttechnisch verbleibt das umgekehrte Dreieck im DAX nach dem Allzeithoch vom Freitag unangetastet. Erst ein bullischer Ausbruch aus dieser Formation könnte als Befreiungsschlag aus der aktuellen Unsicherheitszone gewertet werden. Nach unten hin bleibt ein Test der Ausbruchsmarke bei 9.800 Punkten für die Bären verlockend. Aktuell testet der Index eine bullische Fibonacci-Fächerlinie vom März-Tief, dessen Bruch von weiteren Kursverlusten begleitet sein könnte.

Der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China stieg im Juni das erste Mal seit 6 Monaten wieder über die Marke von 50 Zählern, die Expansion signalisiert. Mit 50,8 Punkten wurden auch die Analysten-Prognosen* übertroffen und deuten darauf hin, dass die staatlichen Konjunkturhilfen wirken. Die chinesische Regierung hat für dieses Jahr ein Wachstumsziel von etwa 7,5 Prozent ausgegeben, wobei in den letzten Monaten schwächere Konjunkturdaten Zweifel an diesem Ziel haben aufkommen lassen.

Die entsprechenden Konjunkturdaten für Europa fielen wiederum schwach aus und zogen den deutschen Leitindex am Vormittag in den negativen Bereich. Der Markit-Einkaufsmanager-Index des verarbeitenden Gewerbes für den Monat Juni fiel in Frankreich deutlich auf 47,8 Punkte zurück**, während Volkswirte nur mit einem 0,1-Zähler-Rückgang*** gegenüber dem Vormonats-Wert auf 49,6 Zählern gerechnet hatten. Damit deutet sich an, dass Frankreich, die zweitgrößte Volkwirtschaft des Euro-Raumes, weiterhin Probleme hat auf einen stabilen Wachstumskurs einzuschwenken. Der entsprechende Wert für Deutschland deckte sich mit 52,4 Zählern mit den Analysten-Erwartungen***. Schwächer fielen hingegen die Index-Werte für das Dienstleistungsgewerbe aus. Dieser fiel auf 54,8 zurück**, verglichen mit der Analysten-Prognose von 55,7 Punkten***. Die Zahlen für Deutschland signalisieren zwar einen etwas gezügelten Schwung, allerdings verbleiben beide Index-Werte in der Wachstumszone. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für den gesamten Euroraum fiel ebenfalls zurück** auf 52,8 Zähler verglichen mit erwarteten 53,3 Zählern***.

Am Nachmittag folgen entsprechende Einkaufsmager-Indexwerte des verarbeitenden Gewerbes für die USA. Analysten erwarten hier einen kleinen Rückgang auf 56 Punkte*** nach 56,4 Zählern im Mai. Zudem werden aktuelle Daten zu den monatlichen Immobilienverkäufen in den USA erwartet. Prognosen sehen einen Anstieg der Verkäufe vorhandener Immobilien um 2,2 Prozent*** gegenüber dem Vormonat.

Vorbörslich handelt der Dow Jones momentan mit einem geringfügigen Abschlag*, während der S&P 500 gegenwärtig unverändert Freitags-Schlusskurs gehandelt wird.

  • * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
  • ** Gegenüber der Vorperiode
  • *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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