CMC Markets: DAX hält 9.900 Punkte – Rekordhochs in US-Leitindizes beflügeln

CMC Markets: DAX hält 9.900 Punkte / Rekordhochs in US-Leitindizes beflügeln, Warten auf US-ADP-Jobbericht und Auftragseingänge langlebiger Güter

Nachdem gestern im DAX weder schwache europäische Konjunkturdaten, noch die Wiederaufnahme der Kämpfe in der Ukraine und das Scheitern einer Regierungsbildung im Irak, zu größeren Ausschlägen führte, lieferten die auf neue Rekordhochs schießenden US-Leitindizes schließlich Impulse für die Bullen. Zwar ging der US-ISM-Einkaufsmanagerindex entgegen den Analysten-Erwartungen leicht zurück, allerdings hält er sich damit auf einem relativ hohen Niveau während er gleichzeitig nicht Spekulationen um eine Straffung der US-Geldpolitik befeuerte. Für die US-Märkte schien dies eine ideale Konstellation um die Kurse auf neue Rekordhochs zu treiben. Für den Dow Jones ist damit ein Schluss-Stand über der 17.000- und beim S&P 500 die 2.000-Punkte-Marke in Sprungweite. An den asiatischen Märkten wurde die gute Stimmung über Nacht übernommen, wodurch der DAX heute von positiven Vorgaben profitiert. Am Vormittag legt er noch leicht zu* und hält sich damit über den gestern zurückeroberten 9.900 Punkten.

Bevor sich morgen alle Augen auf die Beschlüsse und anschließende Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank, sowie am Nachmittag den US-Nonfarm-Payrolls, richten, stehen auch für heute noch einige Wirtschaftsdaten auf der Agenda. Auf europäischer Seite sind dies die Erzeugerpreise für den Euroraum. Größere Impulse dürfte hingegen erst die am Nachmittag aus den USA erwartete private ADP-Arbeitsmarktbericht und die Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter in der größten Volkswirtschaft der Welt, liefern. Um 17:00 Uhr deutscher Zeit ist zudem eine Rede der Fed-Präsidentin Janet Yellen angesetzt, in der Investoren nach Hinweisen über die weitere Geldpolitik suchen werden.
Charttechnisch sehen die Bullen im DAX sich durch das Halten der Unterstützung um 9.800-Punkte und der bullischen Fib-Fächerlinie vom März-Tief auf Kurs zu einer neuen Rekordjagd und hoffen auf eine Initialzündung am Donnerstag. Der DAX ist zuletzt stark auf gute Vorgaben aus den USA angewiesen gewesen und so liegt hier auch ein Risiko. Sollte dem Dow Jones und dem S&P 500 nach einem Knacken der runden Marken 17.000 bzw. 2.000 die Luft genauso ausgehen, wie dem DAX nach dessen Überwindung der 10.000-Punkte-Marke, könnte der DAX schnell wieder die 9.800-Punkte-Marke testen. Eine fortgesetzte Rallye an den US-Börsen wiederum könnte auch den DAX zu neuen Hochs verhelfen.
Der gestern positive ausgefallene, britische Einkaufsmanager-Index für den Monat Juni, schürt Hoffnungen eines stärker als bisher angenommenen Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal auf der Insel und verhalfen dem FTSE 100 gestern zu Kursgewinnen*. Gleichzeitig befeuerte es Spekulationen einer frühen Zinswende in Großbritannien und verhalfen dem GBP gegen den USD zu einer Fortsetzung des Höhenfluges. Heute veröffentlichte Zahlen zu Immobilienpreisen in London, die durch den Baufinanzierer Nationwide gestellt werden, warnen hingegen vor einer Immobilienblase, da die Preise in den vergangenen 3 Monaten gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent angestiegen sind. Der EUR testet gegenwärtig eine potenzielle Unterstützung bei 0,7960 GBP.

Wendepunkt in der deutschen Schuldenpolitik: Nach über 4 Jahrzehnten vereinbarte die Bundesregierung heute das Jahr 2015 ohne eine neue Schuldenaufnahme zu bestreiten. Zahlreiche Volkswirte lobten den Beschluss zwar, mahnen aber dazu, die fiskalische Freiheit auch für richtige Investitionen zu nutzen.

Im DAX gibt heute die Lufthansa-Aktie über 2 Prozent* ab, nachdem die Bank Barclays das deutsche Unternehmen von „Overweigth“ auf „Equal Weigth“ herunterstuften und kommentierten, dass sie von dem nächste Woche geplanten Strategie-Update keine neuen Impulse erhoffen.

ThyssenKrupp wiederum kann sich mit einem Plus von fast 2 Prozent* an die DAX-Spitze setzen, nachdem die Commerzbank das Kursziel für den Stahlkocher angehoben hat.

Der Kurs des von vielen Investoren als sicherer Hafen angesehenen Edelmetalls Gold hält sich gegenwärtig weiter in der Nähe des kürzlich erreichten 3-Monats-Hochs bei knapp 1.333 US-Dollar. Nicht nur die weiterhin schwelenden Krisen in der Ukraine und Irak, sondern die zuletzt auch gestiegene Inflationserwartung in den USA sorgen momentan für Nachfrage.

Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt der Dow Jones gegenwärtig leicht über seinem gestrigen Rekordschluss-Stand, während der der S&P 500 kaum verändert* zum ebenfalls erreichten neuen Rekordhoch steht.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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