CMC Markets: DAX verteidigt leichtes Plus – Freitagshandel im Schatten der Europawahl und ukrainischen Präsidentschaftswahl am Sonntag

CMC Markets: Zwar erhält der DAX von den US-Börsen und aus Asien relativ positive Vorgaben, die Unsicherheiten um den Ausgang der Europawahl und der Präsidentschaftswahl in der Ukraine am Sonntag lassen Investoren heute aber vorsichtig agieren. Zudem bleiben am Montag die Börsen in London und New York aufgrund von Feiertagen geschlossen, wodurch heute das Aufwärtspotenzial im DAX begrenzt scheint und defensive Abgaben möglich erscheinen. Bis zum Mittag kann der DAX ein leichtes Plus* und die 9.700-Punkte-Marke verteidigen. Die Anleger im MDAX und TecDAX zeigen sich zuversichtlich und verteuern die Indizes der zweiten Reihe gegenwärtig um jeweils rund 0,5 Prozent*. Im Fokus stehen heute der deutsche Ifo-Geschäftsklima-Index, sowie Zahlen zu Immobilienverkäufen in den USA.

Am Vormittag deutete ein schwächer als erwartet ausgefallener Ifo-Geschäftsklima-Index für den Mai eine leichte Eintrübung der Stimmung in der deutschen Wirtschaft an. Gegenüber dem April-Wert von 111,2 Punkten fiel der Mai-Wert mit 110,4 etwas schwächer als erwartet*** aus. Laut Ifo-Chef Hans-Werner Sinn blickt die deutsche Wirtschaft etwas weniger optimistisch in die Zukunft und legt eine „Verschnaufpause“ ein. Auch die aktuellen Geschäftsaussichten werden etwas schlechter bewertet. Der grundsätzlich positive Trend in der deutschen Wirtschaft bleibt dennoch weiterhin intakt. Ifo-Konjunkturexperte Wohlrabe erklärte zudem, dass die deutsche Exportwirtschaft den Einbruch des Russland-Geschäftes mit anderen Märkten wettmachen könne.

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in der Ukraine deuten die Entwicklungen in der Region an, dass diese unter einem schlechten Stern steht. Nachdem die ukrainische Regierung gestern berichtete, dass 13 Soldaten bei Kämpfen in der Ostukraine getötet wurden, gibt es auch heute Meldungen über militärische Auseinandersetzungen zwischen regierungstreuen Milizen und prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Die Separatisten versuchen die Wahl in den östlichen Landesteilen zu verhindern und die Legitimität der Wahl selbst in Zweifel zu ziehen. Sollte auch Russland das Referendum im Nachhinein nicht anerkennen, könnte dies die Ukraine noch weiter destabilisieren und das Land nahe an einen Bürgerkrieg führen. Lassen Sie uns hoffen, dass in der Ukraine die Vernunft überwiegen wird.

Unter den Einzelwerten können heute insbesondere die Versorger RWE und Eon zulegen*. Einem Bericht des „Handelsblatt“ zufolge, wollen die Kernkraftbetreiber Ex-Bundeswirtschaftsminister Werner Müller in die Verhandlungen mit der Bundesregierung schicken und vorschlagen, eine Hälfte der zusätzlichen Kosten für den Rückbau der Kernkraftwerke die ihre bereits gebildeten Rückstellungen übersteigen zu übernehmen, wenn ihnen im Gegenzug die Brennelementesteuer erlassen wird.

Am Nachmittag richtet sich der Fokus dann auf die Verkäufe neuer Immobilien im April. Analysten*** erwarten 420.000 Verkäufe, nachdem im Vormonat nur 348.000 Einheiten verkauft wurden. Gestern wurden bereits Zahlen zu Verkäufen vorhandener Immobilien veröffentlicht die positiv stimmten. Zwar verfehlten diese Verkäufe im Mai mit einem Anstieg auf Monatssicht von 1,3 Prozent** die Prognosen der Volkswirte*** in Höhe von 2 Prozent, trotzdem stellte dies den ersten Rebound der Hausverkäufe in diesem Jahr dar. Damit verdichtete sich das Bild einer sich erholenden Wirtschaft zum Frühjahr.

Im Vorfeld des Ergebnisses der Europawahl und der ukrainischen Präsidentschaftswahl am Sonntag, fiel der EUR heute den vierten Tag in Folge im Tief auf 1,3617 US-Dollar und damit den niedrigsten Stand seit Mitte Februar. Charttechnisch testet der EUR/USD-Währungskurs damit gegenwärtig seinen 200-Tage-Durchschnitt. Sollte der Kurs sich hier nicht stabilisieren können, sind weitere Verluste bis zur potenziellen Unterstützung bei rund 1,3560 möglich.

Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 gegenwärtig fast unverändert gegenüber dem gestrigen Schlusskurs.

  • * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
  • ** Gegenüber der Vorperiode
  • *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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