CMC Markets: DAX weiter unter 9.900 Punkten – Zurückhaltender Handel, Geopolitische Risiken belasten, Warten auf US-Konjunkturzahlen

CMC Markets: Nach einem weiteren Tag mit Verlusten, scheinen die Bullen im DAX heute Vormittag Schwierigkeiten zu haben die positiven Vorgaben in Form festerer US-Leitindizes und freundlicher Märkte in Asien in höhere Kurse umzusetzen. Gegenwärtig handelt der DAX leicht im Plus*, schaffte es bisher aber noch nicht zurück über die 9.900 Punkte.

Auch gestern zeigte sich eine leichte Abkoppelung der europäischen von den US-Börsen. Während zuletzt schwache Konjunkturdaten für die Währungsunion, insbesondere für Frankreich, die Anleger im europäischen Raum verunsicherten, wurde gestern das überraschend stark nach unten revidierte US-BIP-Wachstum für das erste Quartal, sowie ein Rückgang in den Auftragseingängen für langfristige Gebrauchsgüter, an den amerikanischen Börsen gut weggesteckt. Dortige Investoren scheinen das erste Quartal ohnehin abgeschrieben zu haben und sich auf die jüngeren Wirtschaftsdaten zu konzentrieren, die Hoffnung auf eine stabile Erholung der US-Wirtschaft machen. Zudem dürften viele Anleger darauf spekulieren, dass bei einem solch schlechten ersten Quartal etwaige Überlegungen der amerikanischen Notenbank die Zinsen früher zu erhöhen ad acta gelegt werden. In Europa wiederum scheint die konjunkturelle Dynamik aktuell etwas abzuflauen, zudem drückt die Krise in den nahen Konfliktregionen Ukraine und Irak stärker auf die Stimmung. Scheinbar suchen hiesige Investoren nach positiven Impulsen, während den Marktteilnehmern an den US-Märkten das Ausbleiben schlechter Nachrichten genügt. Mangels wichtiger europäischer Konjunkturdaten könnte der DAX bis zur Veröffentlichung der US-Konsumausgaben und Arbeitsmarktdaten am Nachmittag in seinem Dornröschenschlaf verweilen.

Charttechnisch bleibt der DAX nach dem Bruch der steigenden Fib-Fächerlinie auf kurzfristige Sicht etwas angeschlagen. Die Bären könnten nun ihre Chance sehen den Test des Ausbruchsniveaus bei rund 9.800 Punkten zu erzwingen. Nichtsdestotrotz ist der primäre, bullische Trend im DAX weiterhin intakt, wodurch Rücksetzer von vielen Anlegern als Einstiegsgelegenheit aufgefasst werden könnten.

Etwas anders stellt sich das Bild der US-Indizes dar. Dort schafften es der Dow Jones und S&P 500, trotz einiger Rückschläge, sich in der Nähe ihrer Rekordhochs zu halten. So stellt beispielsweise die gegenwärtig knapp 2,3 Prozent entfernte 2.000-Punkte-Marke beim S&P 500 und rund 1 Prozent höher liegende 17.000-Punkte-Marke beim Dow Jones eine ähnliche Anziehungskraft dar, wie es die bereits geknackte 10.000-Punkte-Marke im DAX bot. Dies könnte die Bullen an den US-Märkten zusätzlich animieren.

Die Aussicht auf länger niedrig bleibende Zinsen aufgrund des überraschend schlecht ausgefallenen US-Wirtschaftswachstums im ersten Quartal scheint den US-Dollar weiter zu schwächen. So handelt der EUR, nachdem er zu Beginn des Monats im Tief nur bei knapp über 1,35 USD lag, aktuell wieder über 1,36 USD.
Am Nachmittag werden aus den USA aktuelle Arbeitsmarktdaten in Form der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die letzte Woche, sowie Zahlen zu privaten Konsumausgaben erwartet. Analysten erwarten, dass etwa 310.000 Anträge*** gestellt wurden, im Vergleich zu 312.000 Anträgen in der Vorwoche. Der Fokus dürfte auf den Daten zu privaten Konsumausgaben der US-Amerikaner im Monat Mai liegen. Volkswirte prognostizieren einen Anstieg der Privatausgaben im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent***, während auch die Ausgaben um 0,4 Prozent*** zugelegt haben könnten.

Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt der Dow Jones gegenwärtig leicht unter seinem gestrigen Schlusskurs, während der S&P 500 aktuell höher* tendiert.

* Gegenüber dem Vortagesschlusskurs
** Gegenüber der Vorperiode
*** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden

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