Crash-Symptome

Bernstein BankDie Börse im Höhenrausch: Die Federal Reserve nimmt den Fuß nur ein wenig vom Gaspedal. Die Inflation nimmt Fahrt auf. Wer keine Sachwerte besitzt, wird enteignet.

Ergo heißt es: Investieren, als gäbe es kein Morgen. Mitten in der allgemeinen Euphorie melden sich die Warner zu Wort. Das tun sie immer – meist liegen sie falsch und die Party geht weiter.

Bis eben auf den Tag, an dem der Crash dann doch kommt. Wir lassen die Bären zu Wort kommen.

 

Drohender Lawinen-Crash

Zum einen meldete sich Lawrence Lepard zu Wort, Co-Chef der Investmentfirma Equity Management Associates aus Boston. Im Interview mit dem Blog „Fringe Finance“ sagte der Fondsmanager, ein Crash könne wie eine Lawine ablaufen – aber welche Schneeflocke werde den Abbruch von der Kante auslösen?

Tatsächlich gebe es schon Zeichen der Schwäche: Evergrande, die Zinskurve laufe in Richtung Inversion. Eine inverse Zinskurve bedeutet, dass Anleger das kurzfristige Risiko für höher halten als das für länger laufende Investments.

Das ist eine Anomalie, denn wer länger investiert bindet sein Geld länger und fordert daher einen höheren Zins.

Dazu sei die Reduzierung des Quantitative Easing durch die Federal Reserve nicht hilfreich.

 


 

Wahnsinniger Crack up boom

Shorts seien aber schwierig: „The market is insanely overvalued, but until now has proven that what is insane can become more insane. So you can’t short it. Frankly all price signals are broken and we could be in a „crack up boom“.

Und dann die Warnung: „Personally I think we are near the end and close to a crash, but I have thought that for some time and have obviously been wrong.

 

Warnung vor der Inflation

Der wahrscheinlichste Auslöser für einen Kursrutsch: Die Inflation – die Teuerung laufe heiß. Dies reduziere die Gewinnmargen und lasse die aktuellen Bewertungen am Aktienmarkt noch wahnsinniger erscheinen.

Ein weiterer Crash-Katalysator: Änderungen in der Psychologie. Der Aufwärtstrend habe sich schon verlangsamt.

Dann eine Einschätzung für Trader: „I think the precious metals and Bitcoin are about to go on another run, and that this will signal inflation and that will cause awareness that the stock market is overvalued.“

Der Bitcoin-Run werde eine Menge Geld aus den Aktien abziehen.

 

Blasensignal Tesla

Zuvor hatte sich schon der unbeirrbare Gold-Bulle Peter Schiff zu Wort gemeldet. Er verglich den Markt mit einem Casino: Einige Titel stiegen wie Meteore auf, um irgendwann zu verglühen – ein typisches Nebenprodukt niedriger Zinsen und der von den Notenbanken geschaffenen Inflation.

Tesla sei ein Beispiel dafür – seit kurzem die fünfte Aktie mit einer Marktkapitulation von 1 Billion Dollar und die fünftwertvollste Aktie auf der Welt. Nach Apple, Microsoft, Google und Amazon.

 


 

Der jüngste Anstieg wurde ausgelöst durch die Nachricht, dass Hertz 100.000 E-Autos kaufen will. Doch der Umsatz aus dem Deal belaufe sich nur auf 4 Milliarden Dollar, der Gewinn bei allenfalls 1 Milliarde.

Aber die Aktie gewann um 100 Milliarden. „This is just pure speculative frenzy. (…) Nobody cares. It’s “buy now and ask questions later,” urteilte Schiff.

Unser Fazit: Die Warnungen der Bären sind valide. Trader und Investoren sollten gerade in der Euphorie auf Risse im Schneebrett achten.

Denn die Kurslawine wird irgendwann die Bullen unter sich begraben.

Nur wann?

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