Daimler bleibt auf Überholspur: Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis

  • Höchster Konzernabsatz mit erstmals rund 3 Mio. Fahrzeugen (+5 %)
  • Konzernumsatz um 3 % auf 153,3 (i. V. 149,5) Mrd. € gesteigert
  • Konzern-EBIT mit 12,9 (i. V. 13,2) Mrd. € auf Vorjahresniveau
  • Konzern-EBIT bereinigt um Sonderfaktoren mit
  • 14,2 (i. V. 13,8) Mrd. € leicht gestiegen
  • Konzernergebnis mit 8,8 (i. V. 8,7) Mrd. € auf höchstem Stand
  • Attraktive Dividende in Höhe von 3,25 (i. V. 3,25) € vorgeschlagen
  • Ausblick 2017: leichte Steigerungen bei Absatz, Umsatz und EBIT

Die

Daimler AG

(Börsenkürzel DAI) ist im Geschäftsjahr 2016 erneut profitabel gewachsen und hat abermals Bestmarken bei Absatz und Umsatz sowie beim Konzernergebnis erwirtschaftet. Für das Jahr 2017 geht das Unternehmen aufgrund des in allen Geschäftsfeldern sehr attraktiven und wettbewerbsfähigen Produktangebots davon aus, von dem erwarteten leichten Wachstum der globalen Automobilnachfrage sowie dem Ausbau seiner Marktposition zu profitieren und den Absatz damit insgesamt weiter steigern zu können. Dementsprechend wird auch mit weiteren Zuwächsen beim Umsatz und beim EBIT gerechnet.


Rekorde bei Daimler

„Daimler hat 2016 bei Absatz, Umsatz und Ergebnis mehr erreicht denn je. Was aber genauso wichtig ist: Im bislang besten Jahr unserer Firmengeschichte haben wir auch den größten Wandel bei Daimler angestoßen“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars auf der Jahrespresse-konferenz in Stuttgart. „Wir haben die Weichen Richtung Elektromobilität gestellt und etablieren gemeinsam mit den Beschäftigten eine neue Kultur der Zusammenarbeit. Wer die Zukunft des Autos von der Spitze aus gestalten will, braucht beides: Finanzkraft und Innovationskraft. Wir haben 2016 unter Beweis gestellt: Die Kombination beider Faktoren ist bei Daimler heute stärker denn je.“

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein EBIT in Höhe von 12,9 (i. V. 13,2) Mrd. €. Aufgrund der günstigen Geschäftsentwicklung in den meisten Geschäftsfeldern konnte Daimler das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT von 13,8 Mrd.?€ im Vorjahr mit 14,2 Mrd.?€ im Jahr 2016 leicht übertreffen und damit erneut einen Höchstwert erwirtschaften. Das Konzernergebnis stieg auf den Spitzenwert von 8,8 (i. V. 8,7) Mrd.?€. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich entsprechend auf 7,97 (i. V. 7,87) €.


Absatz gesteigert

Daimler hat den Absatz im Jahr 2016 um 5 % auf rund 3 Mio. Fahrzeuge gesteigert und das angestrebte Wachstumsziel erreicht. Mit deutlichen Zuwächsen haben die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars (+10 %) und Mercedes-Benz Vans (+12 %) die zu Jahresbeginn abgegebenen Prognosen bestätigt. Bei Daimler Trucks war ein deutlicher Absatzrückgang von 17 % zu verzeichnen, der insbesondere auf die eingetrübte Marktentwicklung in der NAFTA-Region, im Nahen und Mittleren Osten sowie in der Türkei zurückzuführen ist. Auch bei Daimler Buses lag der Absatz deutlich unter dem Vorjahresniveau (-7 %) und erreichte damit nicht die ursprünglich erwartete Größenordnung. Ausschlaggebend dafür war der nochmalige signifikante Marktrückgang in Brasilien. Daimler hat im Jahr 2016 mit 153,3 (i. V. 149,5) Mrd. € einen leichten Umsatzzuwachs von 3 % erzielt; bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Anstieg um ebenfalls 3 % zu verzeichnen.

„Wir haben 2016 erneut Bestmarken bei Daimler erzielt. Mit unseren sehr attraktiven Produkten und den Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konnten wir trotz volatiler Marktentwicklungen unser Geschäft deutlich stabilisieren und ausbauen“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finanzen & Controlling und Daimler Financial Services. „Im Automobilgeschäft haben wir unsere Zielrendite im vergangenen Jahr erneut erreicht. Und wir sind zuversichtlich, die bei Daimler erreichten Bestmarken im Jahr 2017 nochmals nach oben entwickeln zu können.“


Dividende unverändert?

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29. März 2017 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 3,25 (i. V. 3,25) € pro Aktie vorschlagen. „Wir investieren weiter in die Zukunft und bieten unseren Aktionären wie gewohnt eine attraktive Dividende. Gleichzeitig drücken wir damit unsere Zuversicht aus“, sagte Bodo Uebber. Die Ausschüttungs­summe beträgt unverändert 3.477 Mio.?€, die Ausschüttungsquote erreicht 40,8 (i.?V. 41,3) % des auf die Daimler-Aktionäre entfallenden Konzernergebnisses.

Seit dem 31. Dezember 2015 erhöhte sich die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts von 18,6 Mrd. € auf 19,7 Mrd. € und lag damit auf einem angemessenen Niveau. Der Anstieg war im Wesentlichen auf den positiven Free Cash Flow von 3,9 Mrd. € zurückzuführen. Darüber hinaus waren Zahlungsmittelzuflüsse im Zusammenhang mit Eigenkapital­transaktionen bei Daimler Financial Services (0,7 Mrd. €) zu verzeichnen. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Daimler AG in Höhe von 3,5 Mrd. €. Die finanzielle Stärke des Konzerns spiegelt sich auch in der Hochstufung des Unternehmensratings durch Standard & Poor‘s wider. Die Ratingagentur hob das Langfristrating von Daimler von A- auf A und das Kurzfristrating von A-2 auf A-1 an.


Beschäftigtenzahl leicht gesunken – Hohe Erfolgsbeteiligung

Zum 31. Dezember 2016 waren im Daimler-Konzern insgesamt 282.488 (i. V. 284.015) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten ist trotz einer insgesamt gestiegenen Produktion nahezu stabil geblieben. Ursache für den leichten Rückgang war vor allem der Personalabbau bei Daimler Trucks aufgrund der schwachen Nachfrage in wichtigen Märkten. In Deutschland blieb der Personalstand mit 170.034 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf Vorjahresniveau (i. V. 170.454). Ende 2016 beschäftigte das Unternehmen weltweit 7.960 Auszubildende (i. V. 8.307); in Deutschland haben im Berichtsjahr 1.883 (i. V. 1.871) junge Menschen eine Ausbildung bei Daimler aufgenommen.

Daimler arbeitet permanent daran, die hohe Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu festigen – bei Mitarbeitern wie bei Bewerbern. Die Beschäftigten können mobil arbeiten, werden bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt und erhalten eine marktgerechte Vergütung sowie marktkonforme Zusatzleistungen wie beispielsweise eine betriebliche Altersversorgung. Das Unternehmen beteiligt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch am betrieblichen Erfolg. Die Daimler AG wird an ihre anspruchsberechtigten Beschäftigten im April 2017 für das Geschäftsjahr 2016 einen Betrag von bis zu 5.400 (i. V. 5.650) € ausbezahlen.


Investitionen in die Zukunft weiter erhöht

„Auch in den kommenden Jahren wollen wir die Mobilität mit richtungs­weisenden Innovationen aktiv mitgestalten und damit einhergehend die Digitalisierung im gesamten Unternehmen vorantreiben“, sagte Dieter Zetsche. Insbesondere in den strategischen Zukunftsfeldern Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung und Services (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) sowie in der intelligenten Verknüpfung dieser Bereiche will Daimler eine Vorreiterrolle einnehmen.

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen im Jahr 2016 wurden aus diesem Grund von dem bereits sehr hohen Niveau ausgehend nochmals um 15 % auf 7,6 Mrd. € erhöht. Schwerpunkte waren neue Fahrzeugmodelle, besonders kraftstoffeffiziente und umweltschonende Antriebe sowie neue Sicherheitstechnologien, das autonome Fahren und die digitale Vernetzung der Produkte.

Um die Wachstumsstrategie mit neuen Produkten, innovativen Technologien und modernen Produktionskapazitäten umzusetzen, wurden darüber hinaus die Investitionen in Sachanlagen im Berichtsjahr von einem bereits sehr hohen Niveau ausgehend ebenfalls nochmals deutlich auf 5,9 (i. V. 5,1) Mrd. € aufgestockt.


Ausblick: Weltwirtschaft sollte sich leicht verbessern

Zum Jahresanfang 2017 folgt die Weltwirtschaft weiterhin einem anhaltenden, wenngleich recht flachen Wachstumspfad. Für den weiteren Jahresverlauf geht Daimler davon aus, dass sich die Wirtschaftsdynamik leicht verbessern könnte. Auf das Gesamtjahr gesehen dürften die fort­geschrittenen Volkswirtschaften ein ähnliches Wachstumstempo aufweisen wie im Vorjahr.

Die Schwellenländer sollten hingegen nach sechs Jahren konjunktureller Schwäche erstmals wieder eine leichte Belebung erfahren. In der Gesamtbetrachtung spricht einiges dafür, dass sich die Weltwirt­schaft im Jahr 2017 zwar etwas besser als im wachstumsschwachen Vorjahr entwickeln wird, sich aber wohl nicht aus dem eher unterdurch­schnittlichen Wachstumskorridor von 2,5 bis 3 % befreien wird.


Ausblick: Automobilmärkte legen auch 2017 weiter zu

Die weltweite Pkw-Nachfrage dürfte im Jahr 2017 von hohem Niveau ausgehend weiter zunehmen. Nach aktueller Einschätzung wird mit einem leichten Zuwachs in der Größenordnung von 1 bis 2 % gerechnet. Mitentscheidend für die weltweite Dynamik wird sein, wie deutlich sich das Marktwachstum in China abschwächt, nachdem die steuerlichen Kaufanreize für Pkw mit kleinen Motoren reduziert wurden. Trotz der dynamischen Marktentwicklung im Jahr 2016 dürfte der chinesische Markt im Jahr 2017 erneut leicht zulegen.

Der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge dürfte das außerordentlich hohe Niveau von mehr als 17 Mio. verkauften Einheiten in diesem Jahr halten können. Mögliche fiskalpolitische Impulse der neuen US-Regierung könnten sich zusätzlich positiv auf die Nachfrage auswirken. In Europa erwartet das Unternehmen insgesamt einen leichten Nachfrage­anstieg. Dabei ist für Westeuropa damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Pkw-Verkäufe nach der recht schwungvollen Erholung der vergangenen Jahre nur noch in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegen wird. In Kernmärkten wie Deutschland und Frankreich ist bestenfalls noch mit leichten Zuwächsen zu rechnen, in Großbritannien ist eine Marktkorrektur wahrscheinlich. Nach den drastischen Verlusten der Vorjahre dürfte sich die Pkw-Nachfrage auf dem russischen Markt erholen. Nach zwei Jahren rückläufiger Marktentwicklung wird für Japan eine Stabilisierung der Verkaufszahlen erwartet. In Indien sollte sich die Wachstumsdynamik der vergangenen Jahre mit einem weiteren deutlichen Marktanstieg fortsetzen.

Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw dürfte sich in den für Daimler relevanten Regionen nur in etwa auf dem eher schwachen Vorjahresniveau bewegen. In der NAFTA-Region ist damit zu rechnen, dass sich die zyklische Marktkorrektur fortsetzt. In den Gewichtsklassen 6-8 ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach den deutlichen Einbußen im Jahr 2016 erneut in einer Größenordnung von rund 5 % zurückgehen wird. Im schweren Segment (Klasse 8) ist eine noch deutlichere Abschwächung zu erwarten.

Der Markt in der Region EU30 hat nach derzeitiger Einschätzung im vergangenen Jahr einen temporären Höchststand erreicht. In einem im Vergleich zum Vorjahr etwas verhalteneren wirtschaftlichen Umfeld erwartet der Konzern, dass die Lkw-Verkäufe leicht zurückgehen werden. In Brasilien ist nach dem Ende der tiefen wirtschaftlichen Rezession von sehr niedrigem Niveau ausgehend lediglich mit einer leichten Erholung des Lkw-Marktes zu rechnen. In der Türkei ist nach dem dramatischen Einbruch des Vorjahres ein weiterer leichter Rückgang zu erwarten. Von einem sehr niedrigen Niveau kommend ist in Russland hingegen mit einer signifikanten Erholung der Nachfrage auszugehen.


Asien zeigt gemischtes Bild

Die aus Daimler-Sicht wichtigsten asiatischen Märkte dürften im Jahr 2017 ein gemischtes Bild zeigen. Nachdem sich der japanische Markt für leichte, mittelschwere und schwere Lkw über mehrere Jahre auf relativ solidem Niveau behaupten konnte, ist nun mit einer Marktkorrektur von etwa 5 % zu rechnen. Der indonesische Lkw-Gesamtmarkt wird nach den deutlichen Rückgängen der Vorjahre in der Größenordnung des Jahres 2016 erwartet. In Indien ist von einem leichten Marktanstieg auszugehen. Die dort geplante Umsatzsteuerreform, die den Kauf von Lkw signifikant günstiger machen würde, könnte den Markt im Jahresverlauf positiv beeinflussen. Der chinesische Markt sollte nach dem kräftigen Anstieg des Vorjahres weitgehend stabil bleiben.

Für das Jahr 2017 erwartet Daimler in der Region EU30 sowohl bei den kleinen als auch bei den mittelgroßen und großen Transportern ein leichtes Marktwachstum, das insbesondere vom deutschen Transportermarkt, aber auch von anderen großen europäischen Märkten getragen wird. In den USA dürfte die Nachfrage nach großen Transportern weitgehend stabil bleiben. Dagegen sollte sich der Markt für mittelgroße und große Transporter in Lateinamerika, von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend, im Jahr 2017 wieder deutlich beleben. In China ist ebenfalls eine Belebung der Nachfrage in dem von Daimler adressierten Markt zu erwarten.

Bei den Bussen erwartet das Unternehmen in der Region EU30 ein leicht ansteigendes Marktvolumen gegenüber dem Vorjahr. Die Marktentwicklung in Lateinamerika wird durch die aktuelle wirtschaftliche Situation in Argentinien und Brasilien weiterhin negativ beeinflusst. Nach den deutlichen Rückgängen in den Vorjahren wird davon ausgegangen, dass die Talsohle im Jahr 2016 erreicht wurde. Insbesondere in Brasilien rechnet Daimler für das Jahr 2017 mit einer deutlichen Erholung auf weiterhin sehr niedrigem Niveau.


Ausblick: Absatz im Automobilgeschäft wird weiter steigen

Mercedes-Benz Cars wird seine Wachstumsstrategie »Mercedes-Benz 2020« im Jahr 2017 fortsetzen. Insgesamt will das Geschäftsfeld den Absatz leicht steigern und damit erneut einen Rekordwert erreichen. Weiteres Wachstum wird dabei vor allem in China und Europa erwartet. Die Basis dafür ist das attraktive und junge Modellportfolio, dessen Vielfalt größer ist als je zuvor. Vor allem die neuen E-Klasse Modelle dürften für Wachstumsimpulse sorgen. Limousine und T-Modell werden erstmalig über das gesamte Jahr hinweg verfügbar sein. Im Frühjahr 2017 folgt das neue E-Klasse Coupé und im Sommer das Cabrio. Außerdem startet mit dem All-Terrain erstmals eine neue und besonders vielseitige Variante der E-Klasse. Mit den SUVs und Sportwagen, die im Jahr 2016 eingeführt wurden, ist Mercedes-Benz Cars ebenfalls gut positioniert. Darüber hinaus wird das Fahrzeugangebot durch mehrere Modellpflegen, etwa bei den Kompaktwagen, noch attraktiver. Insbesondere mit der neuen S-Klasse wird die führende Position beim automatisierten Fahren und bei der Vernetzung unterstrichen. Auch treibt das Geschäftsfeld die Vertriebs- und Marketingstrategie »Best Customer Experience« voran. Unter anderem wird das Angebot von »Mercedes me connect« sukzessive erweitert und in 20 weiteren Märkten eingeführt. Zudem wird die Attraktivität der Marke Mercedes-Benz gesteigert, indem der Handel noch stärker digitalisiert wird und weitere Servicefunktionen angeboten werden.

In den kommenden Jahren wird die Pkw-Sparte das Produktportfolio noch stärker auf die künftigen Anforderungen ausrichten. Die Buchstaben CASE stehen für Connected, Autonomous, Shared & Services und Electric: Diese vier strategischen Zukunftsfelder bestimmen die Mobilität der Zukunft. Die wesentliche Herausforderung liegt in der intelligenten Verknüpfung dieser Felder. Mercedes-Benz Cars geht diese Herausforderung aktiv an, indem die damit verbundenen Aktivitäten über eine organisatorisch eigenständige Einheit gefördert werden. Schon heute nehmen Daimler und insbesondere Mercedes-Benz Cars in allen vier Bereichen eine führende Rolle ein. Die Studie »Concept EQ«, die in Paris 2016 ihre Weltpremiere feierte, gibt einen konkreten Ausblick auf eine völlig neue Fahrzeuggeneration von Mercedes-Benz. Sie zeigt die Möglichkeiten, die die enge Verknüpfung der CASE-Felder für die Kunden bietet. Außerdem ist die Studie der Startschuss für die neue Marke EQ, die alle wesentlichen Aspekte für kundenfreundliche Elektromobilität zusammenfasst. Im Sinne der intelligenten Verknüpfung der CASE-Felder beinhaltet die neue Marke ein weitreichendes Angebot: Das Spektrum reicht von Elektrofahrzeugen über Wallboxen, Ladeservices bis hin zum Home-Energiespeicher und nach­haltigen Recyclinglösungen. Bis 2025 will Daimler mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt bringen: in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV.


Ausblick: Zuwächse bei Absatz, Umsatz und EBIT erwartet

„Wir wollen unseren Absatz in den automobilen Geschäftsfeldern insgesamt steigern. Und auch die Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen streben weiteres Wachstum an“, fasste Dieter Zetsche den Ausblick für das laufende Jahr zusammen. „Wir befinden uns auf einem stabilen Wachstums­pfad, den wir konsequent weiterverfolgen.“

Auf Basis der Annahmen zur Entwicklung wichtiger Absatzmärkte und der Planungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, dass der Konzernabsatz im Jahr 2017 insgesamt leicht gesteigert werden kann. Daimler erwartet darüber hinaus, dass auch der Umsatz des Konzerns im Jahr 2017 leicht zunehmen wird. Darin spiegelt sich die insgesamt positive Absatzentwicklung in den automobilen Geschäftsfeldern wider.

Die Geschäftsfelder verfügen derzeit über ein sehr attraktives und wettbewerbsfähiges Produktangebot, das in den zurückliegenden Jahren erweitert und konsequent erneuert wurde. Das Unternehmen nimmt daher an, vom leichten Wachstum der globalen Automobilnachfrage, das auch für das Jahr 2017 erwartet wird, überdurchschnittlich zu profitieren und seine Position in wichtigen Märkten ausbauen zu können. Bei Mercedes-Benz Cars werden im Jahr 2017 vor allem die neuen E-Klasse Modelle, die erfolgreichen Geländewagen und die neuen Cabrios für weiteres Wachstum sorgen. Auch die anderen Automobilgeschäftsfelder sind mit ihren Produkten gut positioniert, und bei Daimler Financial Services wird das Neugeschäft vom weiteren Absatzwachstum profitieren.

Vor diesem Hintergrund erwartet Daimler steigende Umsätze für Mercedes-Benz Cars, Daimler Buses und Daimler Financial Services. Bei Daimler Trucks dürfte der Umsatz im Jahr 2017 in der Größenordnung des Vorjahres liegen. Abweichend von der erwarteten leicht positiven Absatzentwicklung rechnet das Unternehmen bei Mercedes-Benz Vans ebenfalls mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres, da die Auftragsfertigung von Transportern im vierten Quartal 2016 ausgelaufen ist.

In regionaler Hinsicht werden für Asien und Europa die höchsten Zuwächse erwartet, aber auch in den anderen Regionen sollte das Geschäftsvolumen zunehmen. Insbesondere in China hat Daimler durch neue Vertriebsstandorte, zusätzliche Produktionskapazitäten und ein breiteres Angebot die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen. Das Absatzwachstum in China schlägt sich jedoch nur unterproportional im Umsatz nieder, da der Anteil der lokalen Produktion nochmals zunehmen wird. Die chinesische Beteiligungsgesellschaft Beijing Benz Automotive China (BBAC) wird at-equity in den Konzernabschluss einbezogen.


Auch 2017 positive Ergebnisse

Das erwartete Absatz- und Umsatzwachstum wird sich im Jahr 2017 auch positiv auf das Ergebnis auswirken. Die Basis für ein dauerhaft hohes Ergebnisniveau wurde mit verschiedenen Programmen zur Ergebnis-verbesserung geschaffen, die in den Jahren 2013 bis 2015 umgesetzt wurden. Derzeit werden in allen Geschäftsfeldern weitere Maßnahmen zur langfristigen und strukturellen Optimierung des Geschäftssystems durchgeführt. Konzernübergreifend standardisiert und modularisiert Daimler die Produktionsprozesse. Dabei nutzt das Unternehmen auf intelligente Art und Weise Fahrzeugplattformen und erzielt dadurch weitere Kostenvorteile. Parallel dazu wird die digitale Vernetzung mit Nachdruck vorangetrieben: in allen Geschäftsfeldern und auf allen Stufen der Wertschöpfungskette – von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Service. Dadurch eröffnet das Unternehmen sich zusätzliche Spielräume, um zum Vorteil der Kunden noch schneller, flexibler und effizienter zu werden. Gegenläufig wirken hingegen weiterhin hohe Vorleistungen für die Modell­offensive, für innovative Technologien, für die Digitalisierung der Produkte und Prozesse sowie für den Ausbau und die Modernisierung der weltweiten Produktionsanlagen. So werden die Vorleistungen für eine erfolgreiche Zukunft im Jahr 2017 nochmals deutlich höher liegen als im Jahr zuvor.




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