Daimler: Umsatz steigt auf 40,8 Mrd. Euro

  • Konzernabsatz mit 824.100 Einheiten (+9%) deutlich über Vorjahresniveau
  • Umsatzanstieg um 6% auf 40,8 Mrd. €
  • Konzern-EBIT in Höhe von 3,5 (i. V. 4,0) Mrd. €
  • Konzernergebnis von 2,3 (i. V. 2,7) Mrd. €
  • Free Cash Flow im Industriegeschäft in den ersten neun Monaten bei 5,8 (i. V. 2,6) Mrd. €
  • Für Gesamtjahr 2017 deutlicher Anstieg beim Absatz und beim Umsatz erwartet Konzern-EBIT deutlich über dem Niveau des Vorjahres erwartet

 

Die Daimler AG hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 den Erfolgskurs fortgesetzt und Bestwerte bei Absatz, Umsatz und EBIT für diesen Zeitraum erzielt. Von Juli bis September hat das Unternehmen erneut Absatz und Umsatz gesteigert. Daimler setzte im dritten Quartal 824.100 Pkw und Nutzfahrzeuge ab (+9%) und erzielte damit erneut einen Bestwert beim Konzernabsatz.

 

Zum bisher höchsten Absatz in einem Quartal haben alle automobilen Geschäftsfelder beigetragen, insbesondere Mercedes-Benz Cars mit mittlerweile 55 Rekordmonaten in Folge (Q3 2017: 597.300 Einheiten, +6%) sowie die deutliche Absatzsteigerung von Daimler Trucks (126.600 Einheiten, +30%).

 

Der Konzernumsatz erreichte im Berichtsquartal 40,8 Mrd. € und lag damit 6% über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Wechselkursveränderungen betrug der Umsatzanstieg 8%.

Deutlich vor Vorjahreszahlen
Der Daimler-Konzern erzielte im dritten Quartal 2017 ein EBIT von 3.458 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 4.037 Mio. €. Das Konzernergebnis belief sich auf 2.268 (i. V. 2.726) Mio. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 2.177 (i. V. 2.595) Mio. €; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 2,03 (i. V. 2,43) €.

Das EBIT im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars lag dabei deutlich unter dem Vorjahreswert, da sich insbesondere Garantieaufwendungen und Aufwendungen für Servicemaßnahmen im Ergebnis des Geschäftsfelds niederschlugen. Auch Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses erzielten ein EBIT deutlich unter den Vorjahreswerten.

 

Das Geschäftsfeld Daimler Trucks konnte das Ergebnis des Vorjahresquartals dagegen insbesondere aufgrund eines höheren Absatzes in der NAFTA-Region und in Asien deutlich übertreffen. Daimler Financial Services konnte im dritten Quartal 2017 ebenfalls einen deutlichen EBIT-Anstieg erreichen. Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt ein deutlich geringeres Ergebnis als im Vorjahresquartal.

Erfolgreich im Premiumsegment
„Daimler ist erfolgreich unterwegs und führt mit Mercedes-Benz das Premium-Segment an. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, aus einer starken Position heraus zu prüfen, ob wir uns noch besser aufstellen können, um auch in Zukunft das automobile Zeitalter maßgeblich und erfolgreich von der Spitze aus zu gestalten: mit Pkw, Vans, Lkw, Bussen sowie Finanzdienstleistungen und Mobilitätsservices.

 

Denn wir wollen auf lange Sicht erfolgreich sein“, sagte Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. „Dieses Projekt soll die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsbereiche stärken, um die Wachstums- und Ergebnispotenziale in den jeweiligen Märkten noch besser zu erschließen.

Die Daimler AG strebt vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats an, die Geschäftsstrukturen des Konzerns durch die Bildung rechtlich selbstständiger Einheiten weiter zu fokussieren und zu stärken: Neben dem bereits bestehenden rechtlich selbstständigen Geschäftsfeld Daimler Financial Services ist angedacht, dass auch die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars & Vans sowie Daimler Trucks & Buses als jeweils eine rechtlich selbstständige Einheit eine stärkere unternehmerische Verantwortung erhalten.

 

Das Unternehmen stimmt sich dabei eng mit den Arbeitnehmervertretern ab und hat sich auf Eckpunkte für einen Interessenausgleich für die Beschäftigten verständigt. Wesentliche Punkte sind die Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahresende 2029 (»Zukunftssicherung 2030«) sowie die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen.

„Um dauerhaft wettbewerbsfähig und nachhaltig profitabel zu sein, sind Agilität, Flexibilität und eine kontinuierliche Weiterentwicklung essentiell“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services.

 

„Die Sicherung der Zukunft von Daimler basiert für uns auf drei Elementen: Wahrung und Steigerung des Unternehmenserfolgs, Zukunftsgestaltung für unsere Mitarbeiter und langfristige Bindung der Investoren an das Unternehmen. Mit diesem Dreiklang werden wir uns aus einer Position der Stärke heraus bestmöglich für die Zukunft aufstellen und so unseren Erfolgspfad weiter fortsetzen. Damit schaffen wir weiter Werte für Mitarbeiter, Kunden und Investoren.“

Free Cash Flow und Liquidität
Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts belief sich in den ersten neun Monaten auf 5,8 (i. V. 2,6) Mrd. €. Dieser Anstieg war auf den positiven Geschäftsverlauf sowie auf die positive Entwicklung des Working Capital zurückzuführen. Im Vorjahresvergleich wirkte zudem die im Vorjahr getätigte Zahlung des Bußgelds von 1,0 Mrd. €, das von der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit der Einigung im Kartellverfahren im Bereich Trucks gegen die Daimler AG verhängt wurde.

 

Ein Zahlungsmittelzufluss von 0,8 Mrd. € resultierte aus der von Beijing Benz Automotive Co., Ltd. ausgeschütteten Dividende. Zudem führte der Verkauf von Immobilien durch die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation am Standort Kawasaki in Japan zu einem Zahlungsmittelzufluss von 0,3 Mrd. €. Gegenläufige Effekte resultierten aus den gestiegenen Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie aus dem Kauf eines Anteils an LSH Auto International Limited (LSHAI).

Seit dem 31. Dezember 2016 erhöhte sich die Netto-Liquidität des Industriegeschäfts von 19,7 Mrd. € auf 20,8 Mrd. €. Der Anstieg war insbesondere auf den positiven Free Cash Flow zurückzuführen. Gegenläufige Effekte resultierten aus der Dividendenzahlung an die Aktionäre der Daimler AG sowie aus negativen Wechselkurseffekten.

Der Daimler-Konzern hat sich in den ersten drei Quartalen 2017 erneut zu attraktiven Bedingungen auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten refinanziert. Von Januar bis September 2017 sind Daimler aus der Emission von Anleihen liquide Mittel in Höhe von 16,6 (i. V. 16,4) Mrd. € zugeflossen.

 

Aufgrund der Tilgung von Anleihen flossen 10,6 (i. V. 8,1) Mrd. € ab. Ein wesentlicher Teil des Emissionsvolumens wurde in Form sogenannter Benchmark-Anleihen (Anleihen mit hohem Nominalvolumen) durchgeführt. Es wurden darüber hinaus diverse weitere kleinere Begebungen in verschiedenen Ländern vorgenommen.

 

Im August platzierte die Daimler AG eine sogenannte Panda-Anleihe mit einem Volumen von 5,0 Mrd. RMB im chinesischen Kapitalmarkt. Im dritten Quartal 2017 wurden zudem Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen in China, in den USA sowie in Australien durchgeführt. Dabei konnten in China 5,0 Mrd. RMB erfolgreich am Markt platziert werden.

 

In Australien wurde im Juli eine erstmalige ABS-Transaktion (0,8 Mrd. AUD) begeben. Des Weiteren wurde in den USA mit einer Transaktion ein Refinanzierungsvolumen von 2,1 Mrd. US-$ generiert.

 Investitionen in die Zukunft
Der Daimler-Konzern hat im dritten Quartal 1,5 (i. V. 1,4) Mrd. € in Sachanlagen investiert. Der größte Anteil entfiel mit 1,0 (i. V. 1,1) Mrd. € auf das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars. Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag auf der Produktionsvorbereitung für die neue Generation der Kompaktwagen, vor allem der neuen A-Klasse.

 

Außerdem haben sich darin die Ausgaben für den weiteren Ausbau der internationalen Montage- und Komponentenwerke niedergeschlagen. Bei Daimler Trucks lagen die Schwerpunkte der Investitionen auf neuen Produkten und Folgegenerationen für bestehende Produkte, auf globalen Komponentenprojekten und der Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks.

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Daimler-Konzerns beliefen sich im dritten Quartal auf 2,3 (i. V. 1,9) Mrd. €; davon wurden 0,6 (i. V. 0,6) Mrd. € aktiviert. Mit 1,7 (i. V. 1,4) Mrd. € entfielen rund drei Viertel der Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf das Segment Mercedes-Benz Cars.

 

Darin drücken sich bereits in erheblichem Umfang die Vorleistungen für die Mobilität der Zukunft aus. Darüber hinaus lagen die Schwerpunkte auf neuen Fahrzeugmodellen, kraftstoffeffizienten Antrieben sowie der Intensivierung der Modulstrategie.

 

Daimler Trucks investierte vorwiegend in den Bereichen Emissions­reduzierung, alternative Antriebs- und Zukunftstechnologien sowie in maßgeschneiderte Produkte und Technologien insbesondere für die lateinamerikanischen Märkte und China.

Ausblick Daimler
Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2017 deutlich zunehmen wird. Auf Basis der deutlichen Absatzsteigerungen erwarten die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Daimler Buses sowie Daimler Financial Services deutlich höhere Umsatzerlöse und Mercedes-Benz Vans einen leichten Umsatzzuwachs.

 

Auch für das Geschäftsfeld Daimler Trucks rechnet Daimler nun mit einem Umsatz deutlich über dem des Vorjahres. In regionaler Hinsicht erwartet das Unternehmen für Asien und Europa die höchsten Zuwächse.

Auf der Basis der erwarteten Marktentwicklung sowie der aktuellen Einschätzungen der Geschäftsfelder geht der Konzern davon aus, das Konzern-EBIT im Jahr 2017 nochmals deutlich zu steigern.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2017 folgende Erwartungen für das EBIT:

  • Mercedes-Benz Cars: deutlich über Vorjahresniveau,
  • Daimler Trucks: deutlich über Vorjahresniveau,
  • Mercedes-Benz Vans: auf Vorjahresniveau,
  • Daimler Buses: leicht unter Vorjahresniveau und
  • Daimler Financial Services: deutlich über Vorjahresniveau.


Daimler Trucks rechnet im Rahmen der geplanten Fixkostenoptimierung insbesondere bei der Marke Mercedes-Benz mit Aufwendungen von bis zu 0,2 Mrd. €, die überwiegend im Jahr 2017 anfallen werden. Begünstigt durch den Wechsel von Mitarbeitern innerhalb des Daimler-Konzerns, erwartet Daimler Trucks nun geringere Aufwendungen als ursprünglich angenommen.

 

In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 sind hierfür Aufwendungen von 94 Mio. € entstanden. Der Hochlauf der Fixkosteneinsparungen läuft weiterhin wie geplant.

Die erwartete Ergebnisentwicklung in den Automobilgeschäftsfeldern wird sich auch im Jahr 2017 positiv im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Trotz nochmals höherer Vorleistungen für neue Produkte und Technologien dürfte der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft ohne Berücksichtigung einer geplanten außerordentlichen Zuführung zum deutschen Pensionsvermögen der Daimler AG, leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen und damit die Dividendenausschüttung im Jahr 2017 übertreffen.

 

Unter Einbeziehung der außerordentlichen Zuführung zum Pensionsvermögen erwartet das Unternehmen den Free Cash Flow des Industriegeschäfts unter dem Vorjahreswert. „Mit unserem geschäftlichen Erfolg, unserer guten Bilanz und unserem soliden Cash Flow haben wir die Stärke, den Ausfinanzierungsgrad unserer Pensionsverpflichtungen zu erhöhen.

 

Damit untermauern wir unsere Pensionszusagen gegenüber unseren Mitarbeitern“, sagte Bodo Uebber. Zudem will das Unternehmen damit auch einen Beitrag zur Stärkung des A-Ratings von Daimler leisten.

Hohe Investitionen
Um die anspruchsvollen Wachstumsziele zu erreichen, werden die bereits sehr hohen Investitionen in Sachanlagen (i. V. 5,9 Mrd. €) im Jahr 2017 nochmals deutlich erhöht. Sowohl Mercedes-Benz Cars als auch Daimler Trucks werden im Jahr 2017 vor allem in Folgegenerationen für bestehende Produkte, in neue Produkte, in globale Komponenten­projekte und in die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks investieren.

Auch bei den Forschungs- und Entwicklungsleistungen erwartet Daimler Umfänge deutlich über dem Niveau des Vorjahres von 7,6 Mrd. €. Zu den wesentlichen Einzelprojekten bei Mercedes-Benz Cars gehören die Nachfolgemodelle der aktuellen S-Klasse und C-Klasse.

 

Außerdem wird in neue effizientere Motoren, alternativ angetriebene Fahrzeuge und Antriebssysteme, autonomes Fahren und in Konnektivität investiert. Bei Daimler Trucks liegen die Schwerpunkte weiterhin auf den Aktivitäten in den Bereichen Kraftstoffeffizienz, alternativen Antriebs- und Zukunftstechnologien sowie bei Aufwendungen für maßgeschneiderte Produkte und Technologien insbesondere für Lateinamerika und China.

Vor dem Hintergrund weiterer Effizienzsteigerungen im Rahmen der mittel- und langfristig ausgerichteten Programme zur strukturellen Verbesserung der Geschäftsprozesse geht Daimler davon aus, dass die anspruchsvollen Wachstumsziele mit einem nur leicht wachsenden Personalbestand erreicht werden können.

Wichtige Ereignisse
Im Juli hatte Daimler verkündet, eine Machbarkeitsstudie zur Bildung rechtlich selbstständiger Einheiten durchzuführen. Auf Basis der positiven Ergebnisse der Machbarkeitsanalyse hat der Vorstand im Oktober vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats eine Weiterverfolgung des Projekts beschlossen sowie in diesem Zusammenhang der Durchführung vorbereitender Maßnahmen zugestimmt.

 

Die Daimler AG strebt an, die Geschäftsstrukturen des Konzerns durch die Bildung rechtlich selbstständiger Einheiten weiter zu fokussieren und zu stärken: Neben dem bereits bestehenden rechtlich selbstständigen Geschäftsfeld Daimler Financial Services ist angedacht, dass auch die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Vans sowie Daimler Trucks und Buses als jeweils eine rechtlich selbstständige Einheit eine stärkere unternehmerische Verantwortung erhalten.

 

Dieses Projekt soll die Zukunftsfähigkeit der Geschäftsbereiche stärken, um die Wachstums- und Ergebnispotenziale in den jeweiligen Märkten noch besser zu erschließen. Daimler wird für die ersten Schritte einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag investieren. Das Unternehmen stimmt sich bei dem Projekt eng mit den Arbeitnehmervertretern ab und hat sich auf ein Eckpunktepapier für einen Interessenausgleich für die Beschäftigten verständigt.

 

Wesentliche Punkte sind die Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahresende 2029 (»Zukunftssicherung 2030«), die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen sowie eine Verlängerung der einheitlichen Ergebnisbeteiligung der Daimler AG.

Hat der Diesel noch eine Zukunft?
Der Vorstand der Daimler AG hat im Juli einen Zukunftsplan für Dieselantriebe beschlossen. Dieser umfasst eine massive Ausweitung der bereits laufenden freiwilligen Servicemaßnahmen bei Fahrzeugen in Kundenhand sowie eine schnelle Markteinführung der komplett neu entwickelten Diesel-Motorenfamilie.

 

Bereits seit März bietet Mercedes-Benz seinen Kunden bei Fahrzeugen der Kompaktklasse eine Verbesserung des NOx-Emissionsverhaltens für eine Motorvariante an. Um auch das Emissionsverhalten weiterer Baureihen wirkungsvoll zu verbessern, hat der Vorstand der Daimler AG im Juli die Ausweitung der Servicemaßnahmen auf mehr als drei Millionen Mercedes-Benz Fahrzeuge beschlossen.

 

Die Maßnahmen werden bei einem Großteil der EU5-und EU6-Fahrzeuge in Europa und weiteren Märkten in enger Zusammenarbeit mit den Zulassungsbehörden durchgeführt. Daimler wendet hierfür einen Betrag von 223 Mio. € auf. Die Servicemaßnahme wird für die Kunden kostenfrei durchgeführt.

 

Um die Fahrzeugflotte auf der Straße zu verjüngen, bietet die Daimler AG den Besitzern von EU1- bis EU4-Diesel-Pkw in Europa eine Umtauschprämie in Höhe von 2.000 € an, wenn sie sich noch in diesem Jahr für einen Mercedes-Benz Pkw entscheiden. Für einen smart electric drive Neuwagen beträgt die Prämie 1.000 €.

 

Entsprechend ihrem Marktanteil beteiligt sich die Daimler AG an dem gemeinsam von Politik und Industrie aufgelegten Mobilitäts-Fonds.

Mitfahrangebote
Mercedes-Benz Vans steigt in den Markt für Mitfahrangebote ein. Dafür gründete die Transportersparte der Daimler AG mit dem in New York ansässigen Start-up Via ein Joint Venture. Der entsprechende Vertrag wurde Anfang September in Stuttgart unterzeichnet.

 

Der intelligente Via-Algorithmus ermöglicht ein dynamisches Massentransportsystem, das die öffentliche Personenbeförderung ergänzt und das Verkehrsaufkommen in Städten verringert. So ergeben die Technologie von Via und das Engineering von Mercedes-Benz Vans eine perfekte Kombination für ein effizientes, günstiges und nachhaltiges Mitfahrangebot.

Elektrooffensive
Mercedes-Benz setzt seine globale Elektrooffensive konsequent fort: Im US-Werk Tuscaloosa sollen künftig Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ vom Band laufen. Geplant ist außerdem der Bau einer Batteriefabrik in der Nähe des bestehenden Pkw-Werks. Insgesamt will Mercedes-Benz 1 Mrd. US-$ in die Erweiterung seines industriellen Engagements in der Region investieren.

 

Dadurch entstehen voraussichtlich über 600 neue Arbeitsplätze. Damit verfügt Mercedes-Benz Cars in Zukunft über sechs Standorte zur Produktion von Elektrofahrzeugen und fünf Standorte zur Produktion von Batterien auf drei Kontinenten. In den globalen Batterieproduktionsverbund investiert Daimler insgesamt über eine Milliarde Euro. Dieser kann analog zur Fahrzeugproduktion flexibel und effizient auf die Marktnachfrage reagieren.

Investition in Brasilien
Daimlers brasilianische Tochtergesellschaft Mercedes-Benz do Brasil investiert in den kommenden fünf Jahren rund 600 Mio. € in ihr Nutzfahrzeuggeschäft. Damit unterstreicht der größte Nutzfahrzeughersteller in Lateinamerika sein starkes Engagement im brasilianischen Markt.

 

Die Investitionen fließen in die Modernisierung der Fahrzeugpalette, digitale Dienste sowie die beiden größten Produktionswerke in São Bernardo do Campo und Juiz de Fora. Bis 2022 sollen beide Werke den höchsten Produktionsstandards entsprechen und so noch wettbewerbsfähiger sein. Seit 2010 hat Daimler etwa 1 Mrd. € in den Standort investiert.

 


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