Das wöchentliche Playbook: Die Sommermärkte hinter sich lassen – Handelsströme zum Monatsende

Pepperstone: Nach Jackson Hole dürfte der Vorsitzende der Fed, Jay Powell, eine leicht hawkistische Tendenz an den Tag legen, was die US-Kerninflation und die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft als große makroökonomische Risiken noch verstärken könnte.

Es ist nach wie vor unwahrscheinlich, dass die Fed im September eine Zinserhöhung vornehmen wird aber der November entwickelt sich zu einem “Live”-Ereignis, bei dem beide Datenpunkte das Potenzial haben, die Zinserwartungen zu verändern.

Während viele andere Zentralbanken der G10-Staaten bereits eine längere Pause einkalkuliert haben, stützt die mögliche erneute Zinserhöhung der Fed im November den USD.

Der EU-Verbraucherpreisindex dürfte im Fokus der Anleger stehen, da ein schwächeres Ergebnis die Erwartungen an eine längere Pause der EZB erhöhen könnte und der EURUSD möglicherweise die Trendunterstützung brechen könnte.

China steht weiterhin im Mittelpunkt – heute konnte eine leichte Verbesserung der chinesischen Industriegewinne im Juli gesehen (-15,5% gegenüber -16,8% im Juni) beobachtet werden aber jetzt schauen Analysten und Trader auf die PMI-Daten sowie auf Schlagzeilen über fiskalische Unterstützung/Yuan-Finanzierungskosten/Solvenz von Immobilienunternehmen.

 

 

 

Es scheint klar zu sein, dass der US-Exzeptionalismus nicht verschwunden ist – die USA sind nach wie vor das beste Haus auf der Straße und der USD dürfte weiter nach oben favorisiert werden.

Das Währungspaar GBPUSD bricht aktuell ein.

 

Die Hauptpunkte, die Trader im Auge behalten müssen:

 

Handelsströme zum Monatsende

Die Umschichtungen zum Monatsende könnten die Preisentwicklung in dieser Woche beeinflussen, wobei die Banken auf der Verkaufsseite darauf hinweisen, dass diese Ströme den USD stützen könnten.

Mit Blick auf die Zukunft und die saisonalen Daten ist der September in den letzten 15 Jahren der schlechteste Monat für US500, NAS100, AUS200, HK50 und Gold gewesen.

 

 

Der DXY hat sich in den letzten 6 aufeinanderfolgenden Septembern erholt.

Mal sehen, ob die bisherige Performance diesmal ein Anhaltspunkt ist, wenn die Sommerferien in den USA und in der EU/im Vereinigten Königreich vorbei sind und die wichtigsten Akteure an ihre Schreibtische zurückkehren.

 

Saisonale Faktoren – Kernmärkte

 

US-Kerninflation (31. Aug., 14:30 Uhr)

Der Konsens sieht die PCE-Gesamtinflation bei 3,3 % yoy (von 3 %), wobei Basiseffekte zum Tragen kommen.

Die PCE-Kerninflation wird bei 0,2 % (mom) und 4,2 % (yoy) erwartet (von 4,1 %). Am 13. September wird der US-Verbraucherpreisindex für August veröffentlicht, der voraussichtlich auf 3,6 % (von 3,2 %) steigen wird.

Während die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Fed im September niedrig sind, wird eine Anhebung in der November-Sitzung mit 62% eingepreist, und die PCE-Inflationsdaten könnten diese Einpreisung beeinflussen, wobei der USD empfindlich auf Änderungen der Zinserwartungen reagieren könnte.

 

US-Nonfarm-Payrolls (1. Sept. 14:30 Uhr)

Der Konsens der Ökonomen liegt bei 168.000 Arbeitsplätzen (die Spanne der Analysten liegt zwischen 230k und 120k), wobei die U/E-Rate bei 3,5% (unverändert) gesehen wird.

Der durchschnittliche Stundenverdienst (AHE) wird bei 0,3% MoM/4,3% YoY erwartet.

Der 6-Monats-Durchschnitt der Beschäftigtenzahlen liegt bei 223k und der 12-Monats-Durchschnitt bei 280k.

Die 2-jährige US-Staatsanleihe ist derzeit ein wichtiger Treiber für den USD und ein weiterer Anstieg der Rendite in Richtung 5,11% würde das zinsbullische Momentum des USD aufrechterhalten.

 

 

US ISM Manufacturing (1. Sept. 16:00 Uhr)

Der Konsens ist, dass der Index bei 47,0 liegt (von 46,4). Es wird also eine gewisse Verbesserung erwartet, aber der Index für das verarbeitende Gewerbe wird wahrscheinlich immer noch schrumpfen (unter 50,0 bedeutet Schrumpfung).

Es ist schwer zu sagen, ob der Markt mit diesem Datenpunkt des verarbeitenden Gewerbes mitgehen wird, da sein Einfluss auf die Volatilität selten einheitlich ist.

Die US-Zinsmärkte sehen nur sehr geringe Chancen für eine Zinserhöhung auf der FOMC-Septembertagung, aber 15 Basispunkte für November und dieser Datenpunkt wird daran kaum etwas ändern, da die Inflation und die Arbeitsplätze im Vordergrund stehen.

 

EU-Verbraucherpreisindex (31. Aug., 11:00 Uhr)

Der Markt sieht die EU-Gesamtinflation bei 5,1 % (von 5,3 %), den Kernverbraucherpreisindex bei 5,2 % (von 5,5 % im Juni).

Der Markt rechnet für die EZB-Sitzung am 14. September mit einer Anhebung um 9 Basispunkte (eine Wahrscheinlichkeit von 36 %) und für Dezember mit 18 Basispunkten – der Druck des EU-VPI könnte diese Preisgestaltung beeinflussen.

EURUSD dürfte an der Trendunterstützung (ausgehend von den Tiefstständen im März) Interessenten finden aber Erholungen könnten ebenfalls auch verkauft werden – mit realen Risiken dürfte der EURUSD auf die Tiefststände vom Mai (1,0635) zusteuern.

 

China Manufacturing and Services PMI (31. Aug. 03:30 Uhr)

Der Markt erwartet den Index für das verarbeitende Gewerbe bei 49,1 (von 49,3) und den für den Dienstleistungssektor bei 51,0 (51,5) – obwohl die Transparenz des Datenflusses für Händler immer problematischer wird, um Risiken einzuschätzen, könnten diese Daten in der kommenden Woche eine Schlüsselrolle spielen.

Solange sich die CNH-Terminpunkte nicht wieder nach oben bewegen und die Händler den positiven Carry in USDCNH-Longpositionen nicht verlieren, dürfte der USDCNH in dieser Woche höher tendieren, obwohl AUD in dieser Woche ein effektiveres Spiel mit China sein könnte.

 

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