DAX bleibt angeschlagen – Gamestop löst kleines Beben am Finanzmarkt aus

CMC Markets: Beherrschten die Geschehnisse um den Videospiele-Händler Gamestop aufgrund ihrer Faszination zunächst nur die Schlagzeilen, könnte das Thema am Ende zu einer ersthaften Bedrohung für das gesamte Finanzsystem werden, weshalb sich jetzt auch die Politik einschaltet.

Eine Schieflage bei Hedgefonds kann zu drastischen Verwerfungen führen. Eigentlich ging es zunächst nur um Melvin, einen Short-Hedgefonds, dessen Probleme schlimmstenfalls zu steigenden Kursen führen können, da Eindeckungen von Positionen faktisch Käufe sind.

Dennoch lassen die schnelle Bereitschaft von Citadel zur Rettung Melvins und die umstrittene Handelseinstellung von Robinhood für Gamestop-Aktien eine weitere Interpretation zu: Citadel könnte nun ebenfalls bedroht sein.

 


 

Da an den modernen Finanzmärkten alle Rädchen eng ineinandergreifen, kann das Herausspringen von zu vielen Rädchen dazu führen, dass das Gesamtsystem nicht mehr richtig funktioniert. Das erklärt die plötzlich angesprungene Volatilität. Und diese wiederum zwingt institutionelle Adressen, ihr Risiko herunterzufahren, indem sie Aktien verkaufen.

Es ist jetzt wichtig, dass der amerikanische Senat in der geplanten Anhörung klärt, was genau sich zugetragen hat und ob es Probleme gibt, die gelöst werden müssen.

Solange die Unsicherheit besteht, werden sich die Investoren von der Seitenlinie nicht wieder aufs Parkett trauen. Damit steht der Börse eine Phase bevor, die auch eine gute Entschuldigung für viele Anleger sein könnte, ihre Positionen abzustoßen.

Im Nasdaq 100 kommt 13.140 Punkten und im DAX 13.570 Punkten technisch möglicherweise eine wichtige Bedeutung zu. Deckeln diese Marken das Kursgeschehen nach oben ab, könnte neuer Verkaufsdruck reinkommen. Darüber hätten sich die Schnäppchenjäger vor dem Wochenende erneut durchgesetzt und eine Stabilisierung wie gestern könnte sich Bahn brechen.

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