DAX Marktüberblick am 26. Juli 2022: DAX hängt am Erdgas

flatex: Der Deutsche Aktienindex konnte zum Wochenbeginn zunächst überzeugen und kletterte auf ein Tageshoch via Xetra von 13.337,06 Punkten.

Bis zum Xetra-Schluss schmolzen die Gewinne jedoch wieder dahin und ließen den DAX wieder in die Verlustzone abgleiten.

Per Handelsende notierte der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,33 Prozent bei 13.210,32 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 2,48 Milliarden Euro.

 

DAX hängt am Erdgas

Recht schnell drehte der DAX nach seinen zunächst angehäuften Tagesgewinnen wieder gen Süden ab – die Ankündigung die Lieferungen von Erdgas durch die Pipeline „Nordstream 1“ von zuvor 40 Prozent der Maximalkapazität auf nunmehr 20 Prozent abzusenken, vertrieb die Bullen am Markt.

Einer Meldung von dpa zufolge sollen nur noch etwa 33 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag geliefert werden. Gazprom gab als Grund für die niedrigere Lieferung die Reparatur einer weiteren Turbine an.

Die Abhängigkeit Deutschlands von russischem Gas bleibt hoch, Ersatz ist auf absehbare Zeit nicht in ausreichendem Maß vorhanden.

Gerade die Geschehnisse rund um die Turbinenlieferungen und die Wartungen von „Nordstream 1“ ist der fade Beigeschmack eines künftig wohl immer wieder auftretenden Druckmittels nicht beiseite zu wischen.

Russland belieferte Deutschland im Jahr 2021 mit rund 40 Prozent seiner Erdgaskapazitäten.

Bleibt das Gas aus, müssen schnell Rationierungspläne in Kraft treten. Diese dürften Deutschland, aber auch viele weitere Teile Europas aller Voraussicht in eine Rezession führen.

Einem Bericht von Guidants zufolge, der auf Äußerungen des Bloomberg-Experten Javier Blas fußt, „wird Deutschland mit der gegenwärtig gelieferten Nordstream-1-Gaslieferkapazität von nur noch 20 Prozent nicht genügend Erdgas haben, um durch den Winter zu kommen, es sei denn Berlin aktiviere Stufe 3 des Notfallplans“.

 

Beim Blick auf die Performances der restlichen umsatzstarken europäischen Indizes wird recht schnell klar, dass das aktuelle „Gaslieferszenario“ nur den DAX in die Verlustzone gedrückt hat, denn in Amsterdam, London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich konnten die Indizes ihre montäglichen Zugewinne bis zum Handelsende halten.

Der EuroStoxx50 ging mit einem Kursplus von 0,21 Prozent und 3.604,16 Zählern aus dem Handel.

Am Montag wurde zudem der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex für den Juli publiziert. Mit nur 88,6 Punkten fiel der Ifo grottenschlecht aus.

Zuletzt gab es lediglich von März 2020 bis Juni 2020 noch schlechtere Werte.

An der Wall Street beendeten die führenden US-Indizes Dow Jones und S&P500 den Handelstag mit leichten Kursgewinnen, während der NASDAQ100 um 0,55 Prozent auf 12.328,41 Punkte nachgab.

 

 

Wirtschaftsdaten

Am heutigen Dienstag stehen um 15:00 Uhr der US-Hauspreisindex für den Mai und zeitgleich der S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex für den Mai zur Veröffentlichung an.

Um 16:00 Uhr folgt das US-Verbrauchervertrauen für den Juli, sowie zeitgleich die Neubauverkäufe für den Juni und der Richmond Fed Index für das Verarbeitende Gewerbe im Juli.

Die API-Rohöllagerbestandsdaten der Woche werden noch nachbörslich um 22:30 Uhr zu bewerten sein.

Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die Konzerne 3M, Archer-Daniels Midland, Centene, Coca-Cola, Corning, Ecolab, Fiserv, General Electric, General Motors, Kimberly-Clark, McDonalds, Moody´s, Raytheon Technologies, UBS, United Parcel Service, Alphabet, Canadian National Railway Company, Chubb, Mondelez, Microsoft, Texas Instruments und Visa von ihren aktuellen Quartalsergebnissen.

 

 

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte gaben sich kurz vor dem jeweiligen Handelsschluss noch uneinheitlich.

Die US-Futures fielen seit der asiatischen Handelszeit mehrheitlich leicht zurück.

Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 13.185 Punkten.

 

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex schloss am Montag via Xetra mit einem Kursverlust von 0,33 Prozent bei 13.210,32 Punkten.

Ausgehend vom Kursverlauf vom letzten Verlaufstief des 05. Juli 2022 von 12.390,95 Punkten bis zum jüngsten Zwischenhoch des 20. Juli 2022 von 13.399,40 Punkten, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite möglicherweise näher zu ermitteln.

Die Widerstände kämen bei den Marken von 13.399 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 13.637/13.785 und 14.023 Punkten in Frage.

Bei den Marken von 13.161/13.014/12.895/12.776/12.629 und 12.391 Punkten wären die jeweiligen Unterstützungsbereiche zu verorten.

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