DAX Marktüberblick am 4. Juli 2023: Einkaufsmanagerindizes zeigen Konjunkturdelle in Europa und den USA

flatexDer Deutsche Aktienindex beendete den Xetra-Handel am Montag mit einem Kursverlust von 0,41 Prozent und 16.081,04 Punkten.

Das Handelsvolumen via Xetra betrug rund 2,43 Milliarden Euro und kann damit als äußerst dünn bezeichnet werden.

Trotzdem war es für den DAX ein „toller Tag“, denn der DAX wurde offiziell 35 Jahre alt – dies wurde auch auf dem Parkett in Frankfurt zelebriert.

Die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes gingen mit gemischten Ergebnissen aus dem Handel.

In London, Paris und Zürich fielen die Indizes zurück, während der AEX-Index in Amsterdam, der IBEX35 in Madrid und der FTSE MIB in Mailand hinzugewinnen konnten.

Der EuroStox50 beendete den Montag mit einem minimalen Verlust von 0,02 Prozent und 4.398,15 Zählern.

Die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 schlossen durchweg mit leichten Zugewinnen.

Am heutigen Dienstag bleiben die US-Börsen geschlossen. Der US-Nationalfeiertag „Independence Day“ steht auf der Agenda.

Dementsprechend könnten dem DAX und den meisten europäischen Indizes spätestens zum Nachmittag hin die Impulse der Wall Street fehlen.

 

 

thyssenkrupp-Tochter nucera geht am 7. Juli an die Börse

Betrachten wir und kurz den anstehenden „IPO“ von „nucera“. Die „thyssenkrupp nucera“ ist die Tochter des MDAX-Konzerns „thyssenkrupp“ und bietet eigenen Angaben nach, die weltweit führende Technologien für hocheffiziente Elektrolyseanlagen.

Bis dato hat „nucera“ über 600 installierte Projekte vorzuweisen, die insgesamt für eine Kapazität von über 10 Gigawatt stehen. Am Montag lag die Preisindikation für eine Aktie bei Lang & Schwarz am Abend bei 20,50 Euro und damit im Bereich der festgesetzten Preisspanne von 19,00 bis 21,50 Euro.

Im Rahmen dieser Bepreisung wäre „nucera“ mit 2,4 bis 2,7 Milliarden Euro bewertet und folglich könnte „thyssenkrupp“ etwa 500 bis 566 Millionen Euro erlösen.

Der IPO findet am Freitag, den 07. Juli 2023 statt.

 

Einkaufsmanagerindizes zeigen Konjunkturdelle in Europa und den USA

Zum Wochenbeginn stand insbesondere eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe für den Monat Juni zur Veröffentlichung an. Die Daten wurden jeweils für Japan, China, Spanien, die Schweiz, Italien, Frankreich, Deutschland, die Eurozone, Großbritannien und auch für die USA publiziert.

Den Daten nach befinden sich die hier aufgelisteten europäischen Industrieländer und auch die USA innerhalb einer Konjunkturdelle, lediglich Japan kratzt mit 49,8 Punkten knapp noch die expansive Schwelle von 50,0 Punkten.

Chinas Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für den Juni wurde mit 50,5 Punkten besser als erwartet ausgewiesen.

Mehr als nur enttäuschend, sogar erschreckend schlecht fiel der deutsche Wert tief in den Keller und zwar von 43,2 Punkten im Mai auf 40,6 Punkten im April. S&P Global sprach vom schlechtesten Wert seit über drei Jahren.

Die deutschen Hersteller fuhren S&P Global zufolge, die Produktion im Juni noch stärker zurück. Es sanken sowohl die Neuaufträge als auch die Auftragsbestände. Auch die Verkaufspreise fallen erstmals seit September 2020.

Das Pendant für die Eurozone wurde mit 43,4 Punkten veröffentlicht – auch das war im Vergleich zu den 44,8 Punkten im Mai nochmals schlechter. Auch in Bezug auf die Eurozone konnte ein anhaltender Nachfrage- und Produktionsrückgang registriert werden, wie es S&P Global formulierte.

Ebenso sorgte diese Situation zu der stärksten Reduzierung der Verkaufspreise seit drei Jahren.

Insgesamt dürften sich diese fallenden Preise auf Sicht der nächsten Monate auch in den Inflationsdaten für Deutschland und eben auch für die Eurozone wiederfinden.

In den USA verschlechterte sich die Situation im Industriesektor ebenfalls – der „HCOB S&P Global“-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe für die USA im Juni fiel von 48,4 Punkten im Mai auf 46,3 Punkte im Juni.

Auch das Pendant vom „Institute of Supply Management“ (ISM) rutschte von 46,9 Punkten im Mai auf nunmehr 46,0 Punkte ab.

Insgesamt also ein düsteres Bild, das am Montag im verkürzten US-Handel aber eigentlich nicht stark zu einem immens negativen Sentiment beitrug.

Sogar die Ankündigung Pekings, Ausfuhrkontrollen für die „Seltenen Erden“ Gallium und Germanium verhängt zu haben, konnte die Märkte nicht stärker belasten.

 

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Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte und auch die US-Futures gaben am Morgen noch ein recht uneinheitliches Bild ab.

Die US-Börsen bleiben heute geschlossen. Die ersten DAX-Indikationen lagen bei 16.099 Punkten.

 

 

Charttechnik

Der Deutsche Aktienindex schloss am Montag via Xetra mit einem Minus von 0,41 Prozent bei 16.081,04 Punkten.

Ausgehend vom Kursverlauf vom Verlaufstief des 31. Mai 2023 von 15.629,12 Punkten bis zum Rekordhoch des 16. Juni 2023 von 16.427,42 Punkten, wären die nächsten Ziele zur Ober- und Unterseite zu ermitteln.

Die Widerstände kämen bei den Marken von 16.122/16.239 und 16.427 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 16.544/16.616/16.732 und 16.921 Punkten in Betracht.

Bei den Marken zur Unterseite von 16.028/15.934/15.818 und 15.629 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Unterseite von 15.513/15.441/15.324 und 15.136 Punkten könnten die nächsten Unterstützungsbereiche liegen.

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