DAX mit hohen Erwartungen in die EZB am Donnerstag

FXCM: DAX mit hohen Erwartungen in die EZB am Donnerstag
 

Der DAX startet bereits einen Tag vor der EZB durch, legte am Mittwoch mehr als 1% infolge von Spekulationen rund um weitere Geldgeschenken seitens der EZB am Donnerstag zu.


Für mich ist das Bild im DAX durch den Lauf am Mittwoch recht klar: der Markt erwartet, dass die EZB bzw. Mario Draghi am Donnerstag noch einmal die schweren geldpolitischen Geschütze auffährt.

Dass ein solcher Schritt erfolgsverprechender ist als die letzten, also die Inflation in der Euro-Zone durch mehr Liquidität in der Tat anzieht und besonders die Kreditvergabe an den privaten Sektor Fahrt aufnimmt, darf in meinen Augen bezweifelt werden.

Ehrlich gesprochen würde ich sogar ernstzunehmende Konsequenzen für den Bankensektor erwarten wenn die EZB die Geldschleusen noch weiter öffnet, besonders im Hinblick auf das untere Zinsband, jenes, welches Banken noch härter für das Parken von Geld bei der EZB
bestrafen würde.


Lange Rede, kurzer Sinn: die EZB muss am Donnerstag liefern, und zwar in großem Stil.

Tut sie das nicht, droht dem DAX ein ähnlicher heftiger Ausverkauf wie Anfang Dezember, als der deutsche Leitindex ausgehend von seinen Tageshochs mehr als 600 Punkte verlor und diese in den zwei Folge-Wochen auf über 1.000 Punkte Kursverlust ausdehnte, einer Jahresend-Rallye eine Absage erteilte.


Und selbst wenn die EZB liefert, auch hier erinnern wir uns an die Dezember-Sitzung: die EZB dehnte ihr Anleiheaufkaufprogramm zwar aus, aber nicht in dem Umfang, wie der Markt das erwartet hat.

Und diese Gefahr ist auch diesmal gegeben, eben mit Blick auf den europäischen Bankensektor und dort zu erwartenden Turbulenzen, was auch der EZB bewusst sein dürfte.

Demzufolge gestehe ich dem DAX zwar weiterhin Potential in Richtung 10.000 Punkte, eventuell auch bis 10.200 Punkte zu.

Aber ausgehend von den vielen globalen fundamentalen Brandherden erwarte ich von dort eher ein erneutes Abkippen mit Ziel um 8.700 Punkte.


Sollte ich meine Einschätzung nicht eintreffen und die Bullen das Ruder übernehmen, wäre zum Ende des ersten Quartals eine scharfe Aufwärtsbewegung eventuell gar bis in die 11.000er Region denkbar.

 

 

Von Jens Klatt

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