DAX nähert sich 9.500er Marke – Keiner greift ins fallende Messer

CMC Markets: Erstmals ist die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe heute in den negativen Bereich gefallen. Kurz gesagt, man muss jetzt noch Geld drauflegen, wenn man Deutschland Geld leihen will. Die sicheren Häfen sind derzeit gefragt wie lange nicht mehr. Ob Anleihen, Gold oder der japanische Yen – alles ist den Anlegern momentan lieber als Aktien. Das Risiko eines Brexit mit noch nicht absehbaren Folgen für die weltweiten Finanzmärkte hält die Börsen weiter in Atem und die Investoren von Käufen riskanter Papiere wie Aktien ab. Das „Messer“ fällt weiter und keiner will neun Tage vor dem Referendum hineingreifen.

Optimisten schielen jetzt schon auf morgen. Wenn die Chefin der amerikanischen Notenbank nach der turnusmäßigen Sitzung versöhnliche Töne anstimmt, könnte das zumindest kurzfristig einen Boden bei Aktien ausbilden. Die amerikanischen Börsen stehen relativ zum DAX noch recht gut da und könnten in der Hoffnung auf tiefe Zinsen für längere Zeit zu einer Gegenbewegung ansetzen.

Anleger in Europa hingegen können sich nach den jüngsten Umfragen gar nicht mehr vorstellen, dass ein Votum der Briten pro Brexit noch abzuwenden ist. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass sich die Umfragen auch noch kräftig ändern könnten. Hohe Volatilität wirkt immer in beide Richtungen – aufwärts wie abwärts. Das Ergebnis des Brexit-Referendums wird aber erst in der Nacht zum 24. Juni feststehen, nicht schon jetzt – das ist leider das Problem.

Autor: Jochen Stanzl

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