DAX rutscht ins Minus -Brexit, Fed und Handelsstreit im Fokus

CMC Markets: Heute Abend wird der nächste Akt im Brexit-Drama aufgeführt. Und wenn man eines in dieser Causa sicher weiß, dann das, dass nichts sicher ist. An den Finanzmärkten geht man zwar weiter davon aus, dass es zu einem geordneten Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union kommt oder ein solcher zumindest verschoben wird. Ein Brexit ohne Vertrag ist in die Kurse noch lange nicht eingepreist. Denn in einem solchen Fall stünde im Deutschen Aktienindex sogar die Marke von 10.000 Punkten zur Disposition.

Noch befindet sich der deutsche Markt technisch in der gleichen Situation wie gestern. Die schwachen Zahlen von Nvidia und Caterpillar und die damit schwachen US-Vorgaben hat der DAX recht gut weggesteckt. Wir haben es also mit einer relativen Stärke zur Wall Street zu tun. Die 11.257 Punkte müssen trotzdem auf Tagesschlusskursbasis geknackt werden, dort liegt ein Widerstand. Sonst droht ein Rutsch zurück bis auf 11.050 Punkte.

 

 

Auch die US-Notenbank-Sitzung steht im Fokus der Anleger. Die Märkte rechnen damit, dass die Fed die Füße stillhält. Denn sie kann die Zinsen in dieser unsicheren Marktphase nicht erneut anheben. Sie würde damit riskieren, die Zinskurve, die bereits droht, sich umzukehren, noch mehr in diese Richtung eines Rezessionssignals zu bewegen.

Denn die letzten Zinserhöhungen trieben vor allem das kurze Ende der Zinskurve nach oben, während die langfristigen Zinsen nur noch unterdurchschnittlich reagierten.

US-Präsident Donald Trump ist derweil zu einer „lame duck“ geworden, sämtliche mit China verhandelten Abkommen muss er auch mit dem Demokraten abstimmen. Und auch wenn die Schock- und Drohgebärdenpolitik der vergangenen Jahre vorüber zu sein scheint, ist der neue Schmusekurs kein Garant für Erfolg, denn die USA wollen uneingeschränkten Marktzutritt für Facebook, Google, Amazon auf dem chinesischen Markt. Die Chinesen aber platzieren lieber ihre eigenen Marken. Ob sich beide Parteien einigen können, weiß niemand.

 

 

Fest steht nur, dass Strafzölle, eigentlich ein kurzfristiges Druckmittel, zum Dauerzustand geworden sind, die das Wachstum lähmen.

Trump war nicht für die Hausse an der Wall Street verantwortlich, die lief auch schon vor seiner Wahl.

Trump könnte so aber verantwortlich sein für die nächste Rezession.

 

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