DAX: Schlechte Stimmung in Europa

  • Eine Verkaufswelle traf die globalen Aktienmärkte
  • Der DAX® fällt auf den niedrigsten Stand seit Anfang September
  • Münchener Rück mit schlechterem Geschäftsergebnissen als erwartetet für das 4. Quartal 2017

XTB: Der immense Abverkauf von US-Aktien am Montag spornte den globalen Kursverfall an den Aktienmärkten an, da sich der Pessimismus auch in Asien ausbreitete. Die Indizes aus Europa eröffneten daraufhin deutlich tiefer, die europäischen Aktien mussten den größten Rückgang seit Juni 2016 hinnehmen.

Die Indizes der Wall Street wurden am Montag von einer starken Verkaufswelle getroffen, die dazu führte, dass der Dow Jones (US30) und der S&P 500 (US500) all ihre Gewinne dieses Jahres aufgaben. Der Dow Jones schloss 4,60% niedriger und markierte damit seinen größten Punktverlust aller Zeiten.

Schlechte Stimmung auch in Asien
Die schlechte Stimmung breitete sich später an den Aktienmärkten in Asien aus, da die Anleger vor den risikoreichen Anlagen fliehen. Zurückzuführen ist dies auf die Sorge, dass die Inflation zu höheren Zinsen führen könnte. In Japan gab der Nikkei 225 (JAP225) um 4,73% nach, was der größte Rückgang seit November 2016 ist.

Bemerkenswert ist, dass der japanische Index seit seinem Höchststand Ende Januar um 10% gefallen ist. Chinas Hang Seng CE (CHNComp) fiel um fast 6%, der australische S&P/ASX 200 (AUS200) velor 3,20%.

Darüber hinaus fliehen die Anleger vor den Aktien aus Schwellenmärkten, da sie gestern 287 Mio. US-Dollar aus dem iShares MSCI Emerging Markets ETF abzogen, was den größten Abfluss seit November 2016 darstellt.

Wirtschaftsabschwung voraus?
In Europa haben die wichtigsten Aktienindizes deutlich nachgegeben, da sich die Anleger angesichts der plötzlichen Zunahme der US-Staatsanleihen vor einer möglichen Verschlechterung der US-Wirtschaft fürchten.

Der Stoxx Europe 600 setzte seinen Abverkauf am siebten Tag in Folge fort und fiel auf das Niveau, das zuletzt Ende August 2017 zu beobachten war. Alle Branchen verzeichnen deutliche Rückgänge. Bei zyklischen Werten wie Autoherstellern, Technologie- und Rohstoffunternehmen fielen diese am größten aus.

Betrachtet man die Nachrichten aus Europa, so ist zu beachten, dass die Gewerkschaft IG Metall bei den Lohnerhöhungen eine Vereinbarung mit den Herstellern getroffen hat. Beide Parteien haben sich auf eine Lohnerhöhung von 4,3% geeinigt, was eine Chance für das Ende von Produktionsstörungen bei den größten Herstellern in Deutschland bietet.

Außerdem ist heute der entscheidende Tag bei den Koalitionsgesprächen. Nach der ersten Handelsstunde notierte der DAX® (DE30) um 2% tiefer, der französische CAC 40 (FRA40) verlor 1,6%, der britische FTSE 100 (UK100) 1,65%. Der EURO STOXX 50 (EU50) ist um 1,57% eingebrochen.

DAX Chart 06.02.2018
Der DE30 klettert über die 12.355 Punkte-Marke. Quelle: xStation 5

Bei einem Blick auf den DE30-Tageschart ist zu erkennen, dass der deutsche Leitindex gestern bis auf 12.140 Punkte gefallen ist. Der Index durchbrach zuerst die Unterstützungszone bei 12.355 Punkten. Es gelang ihm jedoch einen Teil seiner Verluste wieder auszugleichen und er befindet sich daher wieder oberhalb des gerade genannten Niveaus.

Wenn es den Bullen in der heutigen Sitzung gelingt die Kontrolle zurückzuerobern, sollte ein Test des 200er EMA nicht ausgeschlossen werden. Wenn die schlechte Stimmung allerdings weiter anhält, könnten wir einen Test der Unterstützungszone zwischen 11.860 und 11.995 Punkten sehen.

Unternehmensnachrichten
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft gehört im DE30-Vergleich heute Morgen zu den Top-Verlierern, nachdem der Geschäftsbericht für das 4.Quartal 2017 schlechter ausgefallen ist als erwartet. Der weltweit größte Rückversicherer weist ein Ergebnis von 538 Mio. Euro auf, was deutlich unter den Erwartungen von 594,7 Mio. Euro liegt.

Als Grund dafür verweisen wir auf eine der schlimmsten Hurrikan-Saisons im Atlantik und auf die Erdbeben, die Mexiko im vergangenen Jahr heimgesucht haben. Darüber hinaus scheint sich das Tempo der Rückgänge durch den Abverkauf an den globalen Aktienmärkten beschleunigt zu haben. Nach der ersten Handelsstunde wird die Münchener-Rück-Aktie 5,5% niedriger gehandelt.

 

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