DAX seit EZB-Donnerstag auf Achterbahnfahrt – verfehlt QE 2.0 seine Wirkung?

LYNX Broker: Der deutsche Leitindex DAX stieg am EZB-Donnerstag zwar zunächst kräftig an – die 10.000-Punkte-Marke hielt aber als Deckel. Parallel zur Pressekonferenz der EZB um 14:30 Uhr ging es dann erst schrittweise abwärts – das Ende vom Lied: Eine unglaubliche Tagesspanne von rund 600 Punkten! Am Donnerstag ging der DAX dann mit 9.498,15 Punkte aus dem Xetra-Handel, am Freitag waren es nach einem extrem starken Tag dann schon wieder 9.831,13 Indexpunkte. Zurück auf Los! Der XDAX notierte um 22:15 Uhr bei 9.896,25 Punkten. An der Wall Street beendete der Dow Jones den Handelstag mit 17.213,31 Punkten, die Rekordmarke liegt hier bei 18.351,36 Punkten. Der NASDAQ 100 notierte zum Handelsschluss bei 4.361,83 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 schloss mit 2.022,19 Zählern, der Rekord beträgt 2.134,72 Punkte. Der Euro notierte nach US-Börsenschluss bei 1,1156 US-Dollar. Eine Feinunze Gold war am Spotmarkt für 1.249,45 US-Dollar zu haben, Rohöl der Nordseesorte Brent kostete zum US-Handelsschluss im Mai-Kontrakt 40,39 US-Dollar das Fass. Der Euro-Bund-Future notierte am Freitag an der EUREX mit einem Schlusskurs von 161,72 Zählern. Bundesanleihen bis zu einer achtjährigen Laufzeit notieren mit einem Negativzins. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen liegt aktuell bei 0,27 Prozent. Der Spread zwischen zehnjährigen deutschen Bunds und zehnjährigen US-Staatsanleihen (1,98 Prozent Rendite) liegt derzeit bei 171 Basispunkten. In der neuen Handelswoche begibt die Finanzagentur des Bundes am 14.03.2016 Geldmarktinstrumente (Bubill) mit einer sechsmonatigen Laufzeit und einem Emissionsvolumen von 3,0 Mrd. Euro (Neuemission) sowie am 16.03.2016 Kapitalmarktinstrumente (Bund) mit einer zehnjährigen Laufzeit und einem Emissionsvolumen von 4,0 Mrd. Euro (Aufstockung).
 

Wann kommt eigentlich Draghis Rücktritt?

„Wäre Mario Draghi ein Politiker, so müsste er jetzt wohl zurücktreten. Die Antwort des Marktes auf Draghis neue Vorschläge am EZB-Donnerstag kommt einer verlorenen Wahl gleich“, so Dirk Friczwsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Der DAX fällt vom Tageshoch um 500 Punkte, der Euro wertet gegenüber dem US-Dollar stark auf und Gold zieht auch kräftig an: Die Märkte geben Draghis QE 2.0, den Zinssenkungen bei Leitzins und Einlagefazilität eine schallende Ohrfeige. So hat sich der EZB-Präsident das wohl nicht vorgestellt“, vermutet Friczewsky.  


Fünf Schachzüge zugleich – und was kommt danach?

Die EZB hat den Leitzins von 0,05 Prozent auf 0,00 Prozent, den Einlagenzinssatz von -0,30 Prozent auf -0,40 Prozent, den Ausleihungszinssatz von 0,30 Prozent auf 0,25 Prozent abgesenkt, das QE-Programm von monatlich 60 auf 80 Mrd. Euro aufgestockt (dafür wird auch der Katalog kaufbarer Wertpapiere einfach erweitert) und eine neue TLTRO-Runde beschlossen. Gleich fünf Maßnahmen auf einmal.


Volkswirtschaftliche Daten und Unternehmensnachrichten

Bitte beachten Sie in der neuen Handelswoche die Zeitumstellung in den USA und Kanada. Die Zeitdifferenz zwischen Frankfurt sowie New York und Toronto beträgt bis zu unserer Zeitumstellung in Europa nur fünf Stunden.

Am Montag werden um 00:50 Uhr die japanischen Maschinenaufträge für den Monat Januar ausgewiesen und im weiteren Verlauf der Nacht wird der chinesische Leitindex des Conference Board für den Dezember veröffentlicht. Um 07:30 Uhr findet eine Pressekonferenz der Bank of Japan (BoJ) statt. Die Januar-Industrieproduktion der Eurozone wird um 11:00 Uhr publiziert. Um 15:00 Uhr wird der NAHB-Hausmarktindex für den März veröffentlicht. Um 15:30 Uhr publiziert das Conference Board seinen Februar-Leitindex für Großbritannien. Um 15:45 Uhr gibt die EZB die wöchentlichen Volumina ihrer Ankäufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS bekannt. Die US-Kapitalverkehrsströme (TIC-Flows) für den Januar werden um 21:00 Uhr ausgewiesen. Über 150 Unternehmen, vorwiegend kleinere US-Unternehmen, halten Bilanzpressekonferenzen ab, darunter MannKind (USA), Jamba (USA) und Sixt Leasing (D).

Am Dienstag werden in der asiatisch-pazifischen Handelszeit um 01:30 Uhr die australischen Neufahrzeugverkäufe für den Februar und das Sitzungsprotokoll der Reserve Bank of Australia (RBA) ausgegeben. Um 04:00 Uhr entscheidet die BoJ über ihren Leitzins – parallel dazu ist das geldpolitische Statement der Notenbankführung zu bewerten. In der europäischen Session werden zunächst um 08:45 Uhr die französischen und um 10:00 Uhr die italienischen Februar-Verbraucherpreise publiziert. Die Erwerbstätigenzahlen für die Eurozone im vierten Quartal werden um 11:00 Uhr veröffentlicht. Aus den USA werden um 13:30 Uhr der New York Empire State Index für den März sowie die Erzeuger und Einzelhandelspreise für den Februar erwartet. Die US-Redbook-Einzelhandelsumsätze folgen um 13:55 Uhr, die US-Lagerbestände für den Januar um 15:00 Uhr. Nach US-Börsenschluss werden um 22:30 Uhr noch die API-Rohöllagerbestände veröffentlicht und um 22:45 Uhr ist die neuseeländische L eistung s bilanz für das vierte Quartal zu beurteilen. Rund 130 Konzerne veröffentlichen aktuelle Zahlen, darunter EastmanKodak (USA), FactSet Research (USA), Schaeffler (D) und Sixt SE (D).

Der australische Februar-Leitindex von Westpac um 00:00 Uhr eröffnet den Mittwoch. Um 01:30 Uhr folgt der australische Bericht zur Finanzstabilität. Um 05:30 Uhr stehen die japanische Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung und der Index der Tertiärindustrie (alle Werte für den Monat Januar) zur Bewertung an. Um 08:00 Uhr weist die ACEA die Pkw-Neuzulassungen im Februar in der EU aus. Um 09:00 Uhr beginnt die nicht-geldpolitische Sitzung der EZB. Um 10:00 Uhr folgt die italienische Handelsbilanz für den Januar und um 10:30 Uhr werden die britischen Arbeitsmarktdaten mit den Arbeitslosenzahlen, der Arbeitslosenquote und den Durchschnittsverdiensten per Drei-Monats-Durchschnitt vom Januar veröffentlicht. Die ersten US-Daten werden um 12:00 Uhr mit den MBA-Hypothekenanträgen publiziert. Um 13:30 Uhr folgen die US-Baugenehmigungen, Baubeginne und Verbraucherpreise für den Februar sowie der britische Budgetbericht. Um 14:15 Uhr werden die US-Industrieproduktion und US -Kapazi t ätsauslastung für den Februar veröffentlicht und um 15:00 Uhr der Bericht der Schweizer Notenbank (SNB) für das erste Quartal. Um 15:30 Uhr werden die EIA-US-Rohöllagerbestandsdaten ausgegeben. Das Highlight der Handelswoche ist der Fed-Zinsentscheid um 19:00 Uhr. Um 19:30 Uhr werden die Projektionen der Fed zum Arbeitsmarkt, zur US-Wirtschaft und zur Zinspolitik veröffentlicht und eine Pressekonferenz abgehalten. Um 22:45 Uhr steht das neuseeländische BIP für das vierte Quartal zur Bewertung an. Nochmals legen rund 120 Unternehmen ihre aktuellen Quartalszahlen oder Jahresergebnisse vor, darunter Fraport (D), BMW (D), Bechtle (D), Bilfinger (D) und Fedex (USA).
 

Am Donnerstag werden um 00:50 Uhr die japanischen Handelsbilanzdaten und die saisonal angepasste Handelsbilanz für den Februar ausgewiesen. Um 01:30 Uhr folgen das Wirtschafts-Bulletin der RBA und die australischen Arbeitsmarktdaten für den Februar mit Daten zur Voll- und Teilzeitbeschäftigung, der Arbeitslosenquote, der Partizipationsrate und der Erwerbsbeteiligungsquote. Um 04:00 Uhr werden chinesische Daten zu den ausländischen Direktinvestitionen im Februar ausgewiesen und um 07:45 Uhr folgt der SECO-Wirtschaftsbericht mit den Prognosen für die Schweiz. Um 09:15 Uhr laufen die Schweizer Erzeuger- und Importpreise für den Februar über die Ticker und um 09:30 Uhr folgt der Zinsentscheid der Schweizer Notenbank (SNB). Die italienischen Einzelhandelsumsätze für den Januar, die Handelsbilanz der Eurozone im Januar und die Verbraucherpreise der Eurozone im Februar stehen um 11:00 Uhr auf der Agenda. Den Zinsentscheid der Bank of England (BoE) gilt es um 13:00 Uhr zu be urteile n . Neben dem Leitzins wird auch über die Ankaufvolumina für britische Anleihen entschieden. Auch die Stimmverhältnisse im Rat und das Sitzungsprotokoll werden ausgegeben. Der Leitzins wird aller Voraussicht nach bei 0,50 Prozent verbleiben. Um 12:30 Uhr folgen die Erstanträge und fortgesetzten Anträge auf US-Arbeitslosenhilfe, die US-Leistungsbilanz für das vierte Quartal und die kanadischen Großhandelsumsätze im Januar. Um 15:00 Uhr weist das Conference Board den US-Leitindex für den Februar aus, zeitgleich kommen die Jolts-Stellenangebote im Januar. Rund 90 Konzerne berichten von ihren aktuellen Quartals und Jahresergebnissen, darunter die deutschen Unternehmen Lufthansa, HeidelbergCement, Kion, Krones und Vossloh.

Das Sitzungsprotokoll der BoJ steht um 00:50 Uhr am Freitag auf der Agenda der Händler. Um 08:00 Uhr werden die deutschen Februar-Erzeugerpreise und um 11:00 Uhr die Arbeitskosten für die Eurozone im vierten Quartal ausgewiesen. Das vierteljährliche Wirtschafts-Bulletin der BoE erscheint um 13:00 Uhr. Zur gleichen Zeit findet der Hexensabbat statt (dreifacher Verfallstermin an der Terminbörse EUREX). Um 13:30 Uhr werden der US-Philadelphia-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe, die kanadischen Einzelhandelsumsätze für den Januar sowie die kanadischen Verbraucherpreise für den Februar ausgegeben. Um 15:00 Uhr folgt das US-Konsumklima der University of Michigan für den März. Kurz vor US-Börsenschluss wird um 21:30 Uhr der CoT-Bericht der CFTC herausgegeben. Über 50 Unternehmen berichten von ihren aktuellen Quartalszahlen, darunter Baader Bank (D), Tiffany (USA) und Salzgitter (D).  
 

Fraport AG – globale Flughafenbetreibergesellschaft aus Frankfurt

Die Fraport AG (ISIN: DE0005773303 – Symbol: FRA – Währung: EUR) zählt zu den weltweit führenden Flughafenbetreibergesellschaften. Das Unternehmen wurde schon 1924 als „Südwestdeutsche Luftverkehrs AG“ gegründet und gehört heute zu den führenden Konzernen im Airport-Business. Vor allem betreibt man mit dem Frankfurter Flughafen einen der wichtigsten Luftverkehrsknotenpunkte der Welt. Heute ist der Flughafen sogar mehr als das. Insgesamt rund 500 Firmen und Institutionen stehen für mehr als 80.000 Beschäftigte, zum Beispiel auch in „Gateway Gardens“ und „The Square“. Davon sind allein rund 21.000 Beschäftigte bei Fraport tätig. Damit ist der Frankfurter Flughafen die größte Arbeitsstätte Deutschlands.
 

Fraport ist in Frankfurt und andernorts nicht nur Flughafenbetreiber, sondern auch Projekt- und Immobilienentwickler, Spezialist im Airport-Retailing und damit ein Full-Service-Anbieter im Airport-Management. Fraport ist durch Beteiligungen und Tochtergesellschaften an mehr als 35 Standorten präsent. Zum Beispiel leitet man das Management und den Betrieb der Flughäfen Ljubljana, Delhi, Antalya, Riad, Varna und Lima und man ist an den Flughäfen St. Petersburg, Shanghai, Xianyang City und Hongkong aktiv. Am Standort Frankfurt baut man gerade das Terminal 3 – es soll 2022 in Betrieb gehen.


NordLB, Deutsche Bank, HSBC, UBS, JPMorgan, Barclays, Warburg Research, Goldman Sachs, Commerzbank, Bankhaus Lampe, Kepler Cheuvreux, Equinet, Société Générale, Morgan Stanley, Macquarie, Independent Research, Exane BNP, DZ Bank, S&P Capital IQ und Merrill Lynch haben seit Mai 2015 Analysen zur Aktie der Fraport AG gefertigt. Die Kurszielspanne reicht von 46,00 Euro (Merrill Lynch vom 11.05.2015) bis 74,00 Euro (Kepler Cheuvreux vom 15.02.2016). Kumuliert man die Kursziele der 20 Analysen, so ergibt sich daraus ein Durchschnitt in Höhe von 61,00 Euro. Die Aktie notiert derzeit bei ungefähr 52,50 Euro.

Insgesamt sind 92.265.383 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag, sogenannte Stückaktien, ausstehend (das Grundkapital liegt bei 923,4 Mio. Euro, was einem rechnerischen Anteil von 10,00 Euro je Aktie entspricht). Diese Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse im amtlichen Handel, dem Prime Standard, notiert und die Fraport AG gehört dem MDAX an. Der Börsengang der Gesellschaft erfolgte am 11. Juni 2001 – die Aktien wurden zu einem Kurs von 35,00 Euro ausgegeben. Die größten Aktionäre der Gesellschaft sind das Land Hessen mit einem Anteil von 31,34 Prozent, die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH mit 20,01 Prozent und die Deutsche Lufthansa AG mit 8,45 Prozent. Auf den weiteren Plätzen folgen institutionelle Anleger wie der bekannte US-Vermögensverwalter BlackRock mit 2,92 Prozent sowie Legg Mason mit 3,00 Prozent. Die jeweils aktuellen Aktionärsverhältnisse können die Anleger den Pflichtmitteilungen zu den Stimmrechten entnehmen. Der M arkt be w ertet die Fraport AG derzeit mit 4,85 Mrd. Euro. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 63,05 Euro im Hoch und 48,89 Euro im Tief. Der Durchschnittskurs der letzten 250 Tage lag bei rund 56,50 Euro. Auf Sicht von fünf Jahren liegt die Performance des Wertpapiers bei gerade einmal rund 1,5 Prozent. Die Aktien sind unter anderem via Xetra, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, München, Hamburg, Hannover und Berlin, aber auch über die SIX Swiss
Exchange und die London Stock Exchange zu handeln.


Die Fraport AG hat ein Mitarbeiteraktienprogramm. Seit Auflage des Programms 2001 wurden bereits über 1,54 Mio. Aktien mit einem Nennwert von 10,00 Euro an die Beschäftigten ausgegeben. Allein im Jahr wurden 42.328 Aktien zu einem Preis von 57,57 Euro verteilt.

Für das Geschäftsjahr 2014 (bilanziert wird bei der Fraport AG zum 31.12. gemäß IFRS in Euro) wies der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 2,4 Mrd. Euro (2013: 2,6 Mrd. Euro, 2012: 2,4 Mrd. Euro, 2011: 2,4 Mrd. Euro) aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag für 2014 bei 374,7 Mio. Euro, das Zinsergebnis bei -141,1 Mio. Euro. Als Jahresüberschuss wurden 234,7 Mio. Euro ausgewiesen (2013: 221,2 Mio. Euro). Das Nettoergebnis je Aktie betrug 2,54 Euro. Als Dividende schüttete die Fraport AG für 2014 124,6 Mio. Euro oder 1,35 Euro je Stammaktie aus. Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte das Unternehmen gemäß Bilanz 20.395 Mitarbeiter. An liquiden Mitteln wurden 401,1 Mio. Euro erklärt, das wirtschaftliche Eigenkapital ist mit 3,2 Mrd. Euro angesetzt, das gezeichnete Kapital beträgt 922,7 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten werden mit 5,8 Mrd. Euro ausgewiesen. Die Bilanzsumme liegt bei 9,0 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug für 2014 rund 36,5 Pr ozent u n d liegt damit über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. In den Bilanzprognosen für 2016 und 2017 werden Umsätze in Höhe von 2,67 und 2,88 Mrd. Euro angeführt. Das EBIT soll 2016 555,50 Mio. Euro betragen, 2017 sollen es 613,30 Mio. Euro sein. Der Gewinn je Aktie könnte 2016 demnach bei 3,31 Euro liegen und sich 2017 auf 3,64 Euro steigern. Die Dividende könnte 2016 auf 1,45 Euro und für 2017 sogar auf 1,50 Euro je Stammaktie angehoben werden. Der Cashflow je Aktie soll 2016 bei 6,82 Euro und 2017 bei 7,30 Euro liegen. Das Nettovermögen je Aktie soll 2016 38,50 Euro betragen und 2017 auf 40,70 Euro anziehen. Die Nettoverschuldung des Konzerns soll sich 2016 auf 3,29 Mrd. Euro und 2017 auf 3,28 Mrd. Euro belaufen.

Die Prognosen für 2015 gehen von einem Umsatz in Höhe von 2,59 Mrd. Euro aus, das EBIT soll bei 525,50 Mio. Euro liegen, der Gewinn je Aktie bei 2,985 Euro. Für das Geschäftsjahr 2015 steht eine Dividende in Höhe von 1,35 Euro je Stammaktie im Raum.

Die Fraport AG veröffentlicht am 16.03.2016 den Geschäftsbericht und die Ganzjahreszahlen 2015. Am 18.03.2016 ist man bei einer Roadshow der DZ Bank und vom 21. bis 25.03.2016 bei einer der Deutsche Bank in Melbourne mit dabei. Außerdem nimmt man am 07.04.2016 in Kopenhagen an der MainFirst Corporate Conference teil. Für den 20.05.2016 ist die Hauptversammlung in Frankfurt-Höchst anberaumt.  
 

Unser charttechnischer Ausblick – Trends wieder etwas stärker

DAX-Future (Kontrakt 03-16)

Die vergangene Handelswoche war beim DAX-Future zweigeteilt. Bis zum Ende des Mittwochshandels bewegte sich die Volatilität auf einem normalen Niveau und eine nennenswerte Trendtendenz war kaum zu erkennen. Im Laufe des Donnerstags sprang die Volatilität dann stark an – gut 600 Punkte waren an diesem Tag zu verzeichnen – und auch am Freitag ging der Handel noch mit leicht erhöhter Volatilität vonstatten. Das Ziel auf der Long-Seite von 10.000 Punkten wurde am Donnerstag kurzzeitig erreicht, der Schlusskurs von Freitagabend lag bei gut 9.800 Zählern. Trotz des kurzen Ausbruchs des Marktes in Richtung 9.400 Punkte scheint die Long-Seite weiterhin aktuell zu bleiben. In der kommenden Woche könnte erneut das Vorwochenziel von 10.000 beziehungsweise 10.125 Punkten erreicht werden. Käufe sollten somit weiterhin von Vorteil sein. Die Short-Seite ist derzeit noch nicht interessant.

Chart

EUR.USD

Der EUR.USD bot in der vergangenen Handelswoche auf der Long- wie auf der Short-Seite gewinnbringende Handelsmöglichkeiten. Zum einen wurde wie angepeilt das Short-Ziel 1,0900 nochmals erreicht und zum anderen bot ein starker Move auf der Long-Seite am Donnerstag bei Kursen oberhalb von 1,1100 Möglichkeiten auf der Käuferseite. Auch in den kommenden Tagen könnten Kurse über 1,1100 zu einem weiteren Anstieg des EUR.USD führen, was für Käufe sprechen würde. Kurse in Richtung 1,1250 beziehungsweise 1,1300 sind durchaus realistisch. Ein eventuelles erneutes Absacken des Marktes unter die Unterstützung 1,1000 könnte gegebenenfalls zu Chancen auf der Verkäuferseite führen.

Chart

Bund-Future (Kontrakt 03-16)

Die angepeilten Long-Ideen konnten am Montag und Dienstag noch mit einem kleinen Erfolg umgesetzt werden, bevor sich ab Mittwoch die Abwärtsseite durchsetzte. Mit einer stärkeren Bewegung wurde der Long-Trend am Mittwoch aus charttechnischer Sicht gebrochen und der Markt rutschte bis knapp unter die Unterstützung 161,00. Der Wochenschlusskurs lag im Bereich von 161,70 Punkten. Kurse unterhalb von 162,00 Punkten sollten auch in den kommenden Tagen tendenziell von der Short-Seite aus betrachtet werden, da jetzt eine saubere Sequenz fallender Hochs und fallender Tiefs begonnen hat. Kurse zwischen 162,00 und 163,25 Punkten sind prinzipiell ebenfalls short tendierend, wobei eine gewisse Gefahr eines Fehlausbruchs nach unten in die Trade-Gedanken einfließen sollte. Auf der Abwärtsseite sind weitere Tiefs nicht auszuschließen.

Chart

S&P-Future (Kontrakt 03-16)

Die Idee von Käufen an Unterstützungen ging beim S&P-Future in der vergangenen Woche nahezu perfekt auf. Gerade der Kauf an der genannten Unterstützung von 1.962,50 Punkten mit dem Ziel neuer Hochs war fast ideal. Der Freitagsschlusskurs lag nah am Wochenhoch bei rund 2.010 Zählern. Kurse oberhalb von 1.990 Punkten sollten auch in der kommenden Woche für die Long-Seite sprechen. Weitere Hochs sind nicht auszuschließen. Kurse unterhalb von 1.990 Punkten mahnen zur Vorsicht, da dann die Gefahr eines Rückgangs in Richtung 1.962,50 Punkte wieder etwas ansteigen würde. Verkäufe sind jedoch aus aktueller Sicht keine Option.

Chart

Aktie: Fraport AG (EUR)

Der Chartverlauf der Fraport-Aktie zeigt eher wenige sinnvolle Handelsmöglichkeiten. Gründe hierfür sind die sich ständig ändernden Trends, verbunden mit einer erhöhten Volatilität. Trendfolgende Handelsstrategien waren somit nur sehr schwer umsetzbar, da nutzbare Trends sehr selten zu erkennen waren. Lediglich recht kurzfristige Strategien hätten zu Erfolgen führen können. Auch in der nahen Zukunft bieten sich nur recht wenige Optionen, in diesem Wert potenzielle Handelsideen zu entwickeln. Der volatile Verlauf und die recht schnell auftretenden Richtungswechsel werden voraussichtlich weiterhin das Chartbild prägen. Wenn überhaupt, dann müsste man sich auf kurzfristige Bewegungen konzentrieren, um den einen oder anderen Gewinn-Trade zu generieren.

Chart

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 66% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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