DAX trotz schwindender Zinsfantasie stabil – Deutsche Bank gibt sich der Konkurrenz geschlagen

CMC Markets: Nach den starken Daten vom US-Arbeitsmarkt müssen die Anleger so langsam aber sicher zur Kenntnis nehmen, dass es stärkere Wirtschaftsdaten und üppige Geldgeschenke der Zentralbanken gleichzeitig nicht geben wird.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Leitzinsen Ende des Monats um 50 Basispunkte senkt, ist nach den Daten auf nur noch fünf Prozent gefallen, der Markt rechnet aber weiterhin fest mit einem kleineren Schritt um 25 Basispunkte.

Vielleicht auch deshalb sorgte die schwindende Zinsfantasie nur kurzzeitig für fallende Aktienkurse dies- und jenseits des Atlantiks. Nachdem die Börsen nur etwas zurückgekommen waren, sind auf den Tiefs schon wieder neue Käufer eingestiegen.

Das ist auch ein typisches Verhalten in Bullenmärkten. In intakten Aufwärtsbewegungen bleiben Korrekturen knapp, bevor es danach weiter nach oben geht. Auch der Deutsche Aktienindex konnte sich heute von seinem noch vor Börsenstart erreichten Minus wieder ein gutes Stück erholen.

 


Ursprünglich war es die Angst vor einer Rezession, die im Dezember vergangenen Jahres und dann noch einmal im Mai Anleger zum Verkauf von Aktien motivierte. Die Arbeitsmarktdaten sollten bei diesen Anlegern, die damals verkauften, eigentlich für Beruhigung sorgen. Die Situation im DAX bleibt auch aus technischer Sicht sehr positiv.

Der Umbau bei der Deutschen Bank ist eine notwenige Zäsur. Die Entscheidungen spiegeln letzten Endes aber nur das wider, was die Investoren der Bank ohnehin nicht mehr zugetraut haben.

Für das Geldhaus ist der Schritt vermutlich überlebensnotwendig, für die internationale Konkurrenz gleichzeitig eine gute Nachricht. Nun hat auch die Konzernspitze in Frankfurt eingesehen, dass man nicht mit den starken amerikanischen und asiatischen Banken konkurrieren kann.

Wenngleich es sich um einen Nebenwert handelt, zeigt die Gewinnwarnung von Fuchs Petrolub, dass hoch gesteckte Erwartungen an das erste Halbjahr 2019 auch bei anderen Unternehmen zeitnah kassiert werden könnten. Die Ergebnisse bei Fuchs werden ein Fünftel unter Vorjahr liegen.

Um diesen Rückgang ging es auch bei der Lufthansa. Es ist wenig wahrscheinlich, dass es sich angesichts der schwachen Wirtschaftsdaten bei Fuchs Petrolub und Lufthansa um Einzelfälle handelt. Anleger sollten sich deshalb auf weitere Einschläge dieser Art einstellen.

 


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