DAX verarbeitet EZB-Enttäuschung – Euro trotzt starken US-Arbeitsmarktdaten

CMC Markets: DAX verarbeitet EZB-Enttäuschung – Euro trotzt starken US-Arbeitsmarktdaten

Für die Marktteilnehmer, die auf einen fallenden Euro setzen, wird es langsam eng. Selbst die besser als erwartet ausgefallenen November-Arbeitsmarktdaten aus den USA zusammen mit einer kräftigen Aufwärtsrevision der Oktober-Zahlen konnten den Euro nicht wieder nachhaltig unter 1,09 US-Dollar drücken. Wenn der heutige Impuls nicht ausreicht, stellt sich die Frage, was den Euro dann wieder in Richtung Parität schwächen soll. Stattdessen könnte nun erst einmal eine Erholung im Euro anstehen.

Das hat Implikationen für den DAX. Wir erinnern uns zurück, dass gerade die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar dem DAX geholfen hat, im Frühjahr letzten Jahres die US-Indizes abzuhängen. Die Hoffnung auf zusätzlichen Rückenwind durch einen schwächeren Euro geht verloren, was den DAX heute auch nach der Enttäuschung durch die EZB daran hinderte, sich stärker zu erholen. Am Ende ist eine Balance im EUR/USD-Verhältnis vielleicht gar nicht so schlecht. Mit dem wieder etwas schwächeren Greenback dürften die US-Unternehmen aufatmen. Zudem könnte der Druck auf die chinesische Regierung, ihren an den Dollar gekoppelten Yuan abzuwerten, nachlassen.

Zudem zeigt sich die Konjunktur der Eurozone relativ robust. Und im Nachgang der EZB-Entscheidung sollten die Investoren auch auf die gestern erhöhte Wachstumsprognose für die Eurozone blicken. Denn es war auch die Zuversicht der Notenbank in den USA, die jüngst ein Argument für die Bullen geworden ist. Was den deutschen Markt angeht, werden es die nächsten Tage und Wochen zeigen.

Aus charttechnischer Sicht sahen wir beim DAX einen Rückfall unter die 200-Tage-Linie und Abwärtstrendlinie, was das Chartbild wieder bärisch eintrübt. Auf der Unterseite stehen nun die 10.600 und 10.500 Punkte im Fokus. Auf der Oberseite stellt die 10.870 einen potenziellen Widerstand dar.

von Andreas Paciorek

Disclaimer

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 78% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge