DAX versucht den Ausbruch – US-Daten nähren Konjunktursorgen

CMC MarketsWenn auch nur innerhalb der bekannten Handelsspanne, aber immerhin kam heute etwas Bewegung in den deutschen Aktienmarkt. Am Vormittag beruhigte noch eine wieder stärker zurückkommende Inflation in der Eurozone die Gemüter derjenigen, die Angst vor einer zu schnellen Normalisierung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank haben.

Mit einem Anstieg von nur noch 1,4 Prozent entfernt sich die Teuerungsrate wieder mehr vom Inflationsziel der EZB bei zwei Prozent. Der Deutsche Aktienindex testete daraufhin die obere Grenze der Seitwärtsspanne bei 12.700 Punkten.
 

Am Nachmittag dann aber wurde der Einkaufsmanager-Index aus der Region Chicago veröffentlicht. Dieser lag mit nur 55,2 Punkten deutlich unter der Erwartung von 57 Punkten. Die Zahl reiht sich in die wachsende Liste von schwachen US-Wirtschaftsdaten ein, die bedeuten könnten, dass das maue US-Wachstum im ersten Quartal nicht nur eine Delle, sondern den Beginn eines Abschwungs gewesen sein könnte.

Trumps „Amerika zuerst“ könnte am Ende dazu führen, dass die USA als erstes in einen Abschwung gehen, und nicht wie vom Präsidenten gewollt in einen Wirtschaftsboom. Wenn Amerika sich abkapselt und auf Gespräche Anfeindungen folgen, werden am Ende alle weniger davon haben. Es kann sein, dass die Börsen diesen Realitäten gegenüber bisher zu wenig Aufmerksamkeit gezollt haben.
 

Auch im einseitig aufgekündigten Klimaabkommen spiegelt sich die zunehmende Isolierung der USA gegenüber China und Europa wider. In der Tatsache, dass die Autoaktien im Deutschen Aktienindex heute zu den Schlusslichtern zählen, lässt sich bereits ablesen, dass Anleger konkrete geschäftsschädigende Auswirkungen des wankelmütigen US-Präsidenten befürchten.

Erneut scheiterte der DAX damit an dem Versuch, den Widerstand bei 12.700 Punkten zu brechen. Damit ist ein Signal gesetzt, dass die Schaukelbörse der vergangenen Wochen weiterhin der Modus Operandi sein wird.
 

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