DAX versucht die Stabilisierung – Markt bleibt technisch angeschlagen

CMC Markets: Das angestrebte Amtsenthebungsverfahren der Demokraten gegen US-Präsident Trump war das eine politische Risiko zu viel oder auch der berühmte Tropfen, der an der Börse das Fass zum Überlaufen brachte und eine Korrektur im Deutschen Aktienindex einläutete. Auch wenn heute einiges nach Stabilisierung an der Frankfurter Börse aussieht, der Markt ist durch den Rutsch unter die Unterstützung bei 12.294 Punkten technisch angeschlagen.

Sollte die Hürde nicht zeitnah wieder nach oben überwunden werden, dürfte sich die Korrektur zunächst bis in die Region um 12.068 Punkte fortsetzen. 

Schon oft wurde in der Präsidentschaft Trumps über ein Amtsenthebungsverfahren spekuliert, aber noch nie war man dem so nah wie heute. Schreckten die Demokraten um Nancy Pelosi bislang davor zurück, scheint ihr Wille, Donald Trump aus dem Weißen Haus zu jagen, nun stärker denn je. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, dass es am Ende tatsächlich dazu kommt, nicht wirklich gestiegen.

Aber eine vermutlich wochen-, wenn nicht gar monatelange Hängepartie ist Gift für den Aktienmarkt.

Zudem geistert die Angst vor einer Rezession in Deutschland auf dem Börsenparkett herum und die Anleger müssen sich tagtäglich mit neuen Nachrichten zu einem Handelskrieg, der einmal stärker, einmal schwächer stattfindet, auseinandersetzen.

In London ist die Situation nicht wesentlich übersichtlicher. Auch hier könnten die Stunden eines Premiers Boris Johnson gezählt sein. Was das für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union bedeutet, kann man im Moment genauso wenig abschätzen wie die Zukunft von Donald Trump als US-Präsident.

Politische Börsen haben zwar kurze Beine, politische Unsicherheiten allerdings beschäftigen den Aktienmarkt meist sehr viel länger. Und bis in London und Washington Tatsachen geschaffen werden, dürfte es noch eine Weile dauern. Zudem hat sich die Situation aus technischer Sicht sowohl an der Wall Street als auch an der Frankfurter Börse eingetrübt.

Zurückhaltung lautet deshalb das Motto der Stunde – es ist einfach kein gutes Umfeld für Engagements am Aktienmarkt.

 


 

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