DAX: Wahlergebnis in Bayern sendet Warnsignal an Merkel

XTBDie europäischen Aktienmärkte begannen den ersten Handelstag der neuen Woche in gemischter Stimmung. An den belgischen, russischen und britischen Aktienmärkten waren in den ersten Handelsminuten Gewinne zu beobachten.

Aktien aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien wurden wiederum tiefer gehandelt. Industriegüter und Reiseunternehmen zählten in Europa zu den größten Underperformern, während Raffinerien und Versorger am besten abschnitten.


Vorläufige Sitzverteilung im bayerischen Landtag nach den Wahlen. Quelle: XTB Research

 

Angela Merkel wird oft für die Migrationsproblematik sowie andere Missstände der EU verantwortlich gemacht. Nun steigt auch im eigenen Land der Widerstand gegen die Bundeskanzlerin. Das Ergebnis der gestrigen Landtagswahlen in Bayern kann als Durchbruch bezeichnet werden, da die CSU nämlich ihre absolute Mehrheit verlor.

Bereits die vorherigen Landtagswahlen (2013) waren nicht zufriedenstellend für die CSU, jedoch reichten damals 47,7% für eine absolute Mehrheit. Zu den am häufigsten zitierten Gründen gehörte die Unzufriedenheit über Merkels Politik sowie die innenpolitischen Turbulenzen im ersten Halbjahr.

Das Ausmaß der CSU-Niederlage lässt sich jedoch am besten durch die Stärke der Alternative für Deutschland (AfD) beschreiben, der rechtsorientierten Partei, die sich stark gegen Merkel und die derzeitige Regierung wehrt. Die AfD war in der Lage, sich 10,7% der Sitze im bayerischen Landtag zu sichern.

Die Grünen waren die zweitstärkste Kraft und werden zusammen mit der AfD als die Gewinner der Abstimmung angesehen. Die CSU zögert jedoch, mit beiden Parteien eine Koalition zu bilden. Die bayerische Oppositionspartei “Freie Wähler Bayerns” – mit 13,2% die drittstärkste Kraft – scheinen der wahrscheinlichste Koalitionspartner der CSU zu sein.

Angela Merkels CDU könnte in zwei Wochen bei den Landtagswahlen in Hessen Schadensbegrenzung betreiben. In der Vergangenheit genoss die CDU dort zwar große Unterstützung, die jüngsten Umfragen deuten jedoch eher auf einen Rückgang auf den niedrigsten Stand seit den 1960er Jahren hin. Sollte dies wirklich eintreffen, könnte die derzeitige Regierungskoalition Anlass zur Besorgnis geben, da dies zeigen würde, dass sich die Wählerstimmen im ganzen Land verlagert haben.

 


Der DE30 kämpft immer noch um die 11.500 Punkte-Marke und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens etwas unterhalb dieses Niveaus. Sollten die Bullen dem Abwärtsdruck nicht Stand halten können, wäre eine Abwärtsbewegung in Richtung 10.800 Punkte nicht unrealistisch. Dieser Bereich markiert die obere Grenze der Konsolidierung von Ende 2016. Quelle: xStation 5

Unternehmensnachrichten
Herbert Diess, der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen (VOW.DE), äußerte sich weniger optimistisch hinsichtlich der deutschen Autoindustrie. Der VW-Chef sagte, dass er jetzt nur eine 50% Chance sieht, dass Deutschland seine Position als größter Autohersteller der Welt behält. Die zunehmende Konkurrenz aus China und den USA könnte dazu führen, dass Deutschland seine Führungsposition verliert.

Volkswagen kämpft zwar weiterhin mit den Folgen des Dieselskandals, sieht aber elektrische und selbstfahrende Autos als die Zukunft der Branche und hat sich in jüngster Zeit mehr auf diese Bereiche konzentriert.


 

Die Bild am Sonntag berichtete, dass die Deutsche Post (DPW.DE) deutliche Kostensenkungen vor Augen habe. Demnach könnte das Postunternehmen bis zu 1.400 Stellen streichen, um das Gewinnziel von 5 Mrd. EUR für das Jahr 2020 zu erreichen. Außerdem will das Unternehmen die Ausgaben beim Sport-Sponsoring kürzen.

Jochen Hermann, Entwicklungschef für Elektroantrieb bei Daimler (DAI.DE), sagte, dass das Unternehmen bis 2022 in allen Automodellen Wasserstoffmotoren anbieten will. Das Unternehmen entwickelt derzeit das modulare System für die Brennstoffzelle, das in einer breiten Palette von Daimler-Fahrzeugen eingesetzt werden kann. Neue Systeme werden erstmals im Elektrobus eCitaro eingesetzt. Hermann sagte, dass die Entwicklung des Systems die Skalierbarkeit  die Kostensituation verbessern würde.

Weitere Meldungen:
DAX im Crash-Modus: Erholung oder neue Tiefs?
DAX zeigt weiter Schwäche – Nervosität in der Causa Saudi-Arabien 
Risiken halten Aktien in Schach

 

Disclaimer
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 82% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Handlungsansätze von XTB dar.

Disclaimer

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen stellen keine Handlungsansätze von XTB dar. Telefonate können aufgezeichnet werden.

X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist Finanzdienstleister mit registriertem Sitz in der Mainzer Landstraße 47, 60329 Frankfurt am Main, Deutschland, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main, Deutschland; Handelsregisternummer: HRB 84148. X-Trade Brokers Dom Maklerski S.A. German Branch ist registriert bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und unterliegt grundsätzlich der Aufsicht und Kontrolle der polnischen Finanzaufsichtsbehörde KNF.

Weitere News Beiträge Weitere News Beiträge