DAX30-Index – Charttechnisch ist noch nichts entschieden

ETX Capital: Die letzten zwei Tage waren für die DAX30-Bären ein schwerer Schlag ins Kontor und so könnte die pure Aussicht auf eine Einigung in der Griechenland-Euro-Frage den deutschen Leitindex auch weiter sprunghaft nach oben treiben.
 

Die scharfe Reaktion im Kursverlauf des DAX30-Index könnte vor allem mit der Angst der Anleger erklärt werden, den Zug nach oben zu verpassen. Das ultra-lockere Liquiditätsumfeld könnte sein Übriges dazu beigetragen haben. Doch solch scharfe Korrekturen könnten auch dafür sprechen, dass viele kurzfristig orientierte Marktteilnehmer, die nun aufgesprungen sind, auf Anschlusskäufe warten, um Gewinne einstreichen zu können. In der momentan unüberschaubaren Situation in Bezug auf Griechenland könnte angezweifelt werden, ob die mittelfristigen Anleger gerade jetzt Aktien kaufen wollen.
 

Ein Blick auf den DAX30-Future-Chart zeigt, dass die mittelfristige Abwärtstrendlinie noch nicht nachhaltig nach oben durchbrochen wurde. Erst Tagesschlusskurse oberhalb von 11.700 Punkten könnten als nachhaltiger Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend angesehen werden. Weiterhin steht der Kurs des deutschen Leitindex vor einer sehr starken Widerstandszone, die seit etwa vier Monaten im Fokus der Marktteilnehmer lag. Der Kursverlauf zwischen 11.900 und 11.600 Punkten zeigt, dass diese Zone von beiden Seiten oftmals hart umkämpft war.

Charttechnik

Die charttechnische Situation im DAX30-Index könnte bislang noch keine Entwarnung für die Bullen bieten. Nach wie vor scheint der mittelfristige Abwärtstrend intakt und bevor die Griechenland-Frage nicht geklärt ist, solange könnte die charttechnische Widerstandszone oberhalb von 11.700 Punkten halten. Erst Kurse oberhalb von 11.700 Punkten könnten das mittelfristige Chartbild des DAX30-Index aufhellen.
 

Von Oliver Bossmann

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