DE30: Adidas fällt nach Ergebnisbericht

XTB: Nach einem erfolgreichen Tag an der Wall Street, an dem die Risikobereitschaft eine beeindruckende Trendwende erlebte, erholten sich die asiatischen Märkte und auch die europäischen Anleger sind mit optimistischer Stimmung in den heutigen Tag gestartet. Diese Entwicklung könnte auf folgende Gründe zurückgeführt werden: Zunächst einmal verzichtete die PBOC erneut darauf, den Onshore-Yuan so stark abzuwerten, wie es der Spotpreis andeutet. Das ist ein positives Signal für die Marktteilnehmer, dass Peking nicht darauf abzielt, den Wechselkurs als Instrument im laufenden Handelskonflikt mit den USA zu nutzen.

Zweitens waren die chinesischen Außenhandelsdaten für Juli besser als prognostiziert und der Handelsüberschuss mit den USA hat sich leicht verringert. Drittens hat Saudi-Arabien über Nacht die Ölpreise nach oben getrieben.

Dies deutet daraufhin, dass sich das Land entscheiden könnte, die fallenden Preise zu stützen, da die Preisentwicklung weitgehend von den Handelsspannungen sowie den Sorgen um einen globalen Wirtschaftsabschwung belastet wird. Der allgemeine Start in den heutigen Handel war demnach recht ordentlich, wobei der französische CAC40 (FRA40) mit einem Anstieg von 1% die Gewinne anführte.

Der DE30 steigt um 0,7% und auch bei anderen europäischen Indizes sind recht solide Zuwächse zu beobachten.

 

Technisch gesehen befinden sich der DE30 im Tageschart an einem interessanten Punkt: Der Kurs kämpft weiterhin mit dem 38,2% Fibo-Retracement der Rallye von 2019. Dieser Bereich stellt für Bullen den ersten wichtigen Widerstand dar. Sollte die optimistische Stimmung anhalten, könnte dies ein gutes Zeichen für eine Zurückeroberung der blauen Trendlinie sein. Quelle: xStation 5

 


 

Kommen wir zu möglichen negativen Auswirkungen des Handelskonflikts, die bereits das europäische verarbeitende Gewerbe und nun auch den Arbeitsmarkt getroffen haben. Bisher konnte man zwar noch keine alarmierenden Signale von den Arbeitsmarktdaten aus Deutschland erkennen, es gibt jedoch einige Anzeichen für eine zunehmende Schwäche: Die Zahl der unbesetzten Stellenangebote war in letzter Zeit rückläufig. Dies ist ein klares Zeichen für die nachlassende Nachfrage nach Arbeitskräften in der größten Volkswirtschaft Europas.

Infolgedessen nimmt der Aufwärtsdruck auf die Löhne ab, was in den Augen der Europäischen Zentralbank, die um eine Wiederbelebung des Preisanstiegs kämpft, kein willkommenes Ergebnis ist. Darüber hinaus zeigen die detaillierten Daten aus Deutschland, dass Zeitarbeitsplätze bereits viel stärker betroffen sind als der Gesamtmarkt. Sobald die Arbeitgeber eine Nachfrageschwäche am Horizont erkennen, sind diese Stellen in der Regel zuerst betroffen.

Darüber hinaus konnte man im vergangenen Jahr einen Anstieg bei der Anzahl der Teilzeitarbeiter beobachten, da die Arbeitgeber erst versuchen die Arbeitszeit zu verkürzen, bevor sie über Entlassungen nachdenken.

 

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland hat sich in den letzten Monaten verlangsamt – kein willkommenes Zeichen für die EZB. Quelle: Bloomberg

 


UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
Die Aktie von Adidas (ADS.DE / WKN: A1EWWW) ist am Donnerstag unter den Verlierern zu finden, nachdem das Unternehmen im zweiten Quartal ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielt hat. Das Betriebsergebnis stieg im Jahresvergleich um 8,6% auf 643 Mio. EUR und lag damit unter den geschätzten 647,7 Mio. EUR, während der Umsatz bei 5,51 Mrd. EUR und damit unter den geschätzten 5,54 Mrd. EUR lag.

Darüber hinaus bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2019, der bei konstanten Wechselkursen weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 5% und 8%, eine Bruttomarge von rund 52% und eine EBIT-Marge von 11,3% bis 11,5% vorsieht.

Die Aktie von ThyssenKrupp (TKA.DE / WKN: 750000) führt trotz des enttäuschenden Ergebnisses im zweiten Quartal die DE30-Gewinne an. Das Unternehmen erklärte, dass es offen für den Verkauf einer Reihe von Geschäftsbereichen sei.

Dies wurde seit einiger Zeit von einigen Anlegern gefordert. Damit soll dem Unternehmen geholfen werden, seine finanzielle Situation zu verbessern, die durch sinkende Autoverkäufe untergraben wird.

 

ThyssenKrupp führt am Donnerstag die DE30-Gewinne an, während Adidas aufgrund der schwachen Ergebnisse schwächelt. Quelle: Bloomberg


 

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