DE30: Deutsche Industrieproduktion weiter rückläufig

XTB: Die meisten asiatischen Aktien konnten sich in der ersten Handelssitzung der Woche nach oben bewegen. Die chinesischen Aktienindizes verzeichneten nach den starken Rückgängen am Freitag deutliche Kursgewinne, während auch der japanische Nikkei (JAP225) einen Teil des Rückgangs der vergangenen Woche ausgleichen konnte. Nach der optimistischen Stimmung in Asien starteten die europäischen Aktienmärkte am Montag höher.

Die britischen Aktien entwickelten sich dank des schwächeren GBP besser, während die russischen Aktien zu denjenigen gehörten, die Rückgänge hinnehmen mussten.

Alle 19 Sektor-Subindizes des STOXX Europe 600 eröffneten heute höher, wobei Bergbau- und Medienunternehmen zulegen konnten.

 

Der DE30 stieg während der Asien-Sitzung an, begann aber nach der europäischen Eröffnung zu kämpfen. Der deutsche Leitindex zieht sich aus der Nähe des 33er SMAs im H-Chart (grüne Linie) zurück und könnte die vorherige Swing-Ebene um die 11.400 Punkte-Marke erneut testen. Allerdings ist vorher die kurzfristige aufwärts gerichtete Trendlinie zu finden und die Bären könnten dort auf eine Art Käuferwiderstand stoßen. Quelle: xStation 5

 


 

Vor kurzem haben wir über die Kolumne des französischen Präsidenten geschrieben, in der Macron eine wesentlich tiefere wirtschaftliche und politische Integration zwischen den EU-Mitgliedstaaten forderte. Allerdings ist gerade eine große Hürde für eine solche Integration entstanden. Namentlich sagte Annegret Kramp-Karrenbauer, die derzeitige CDU-Vorsitzende und Nachfolgerin von Angela Merkel, dass die Einführung eines einheitlichen europäischen Sozialsystems, eines Mindestlohnes oder die Ausgabe von Gemeinschaftsanleihen ein falscher Weg für die Europäische Union wäre.

Die deutsche Politikerin sagte, die Schaffung neuer Agenturen zur Steuerung solcher Systeme würde die europäische Bürokratie komplexer machen und einen Teil der Macht von den nationalen Regierungen verlagern.

Ein solcher Schritt würde die Position der Nationalisten in Europa nur stärken. Kramp-Karrenbauer betonte stattdessen, dass die Mitgliedsländer einen breiteren Ansatz verfolgen und enger zusammenarbeiten müssten, um Europa stärker zu machen. Die CDU-Vorsitzende stimmte jedoch mit dem französischen Präsidenten darin überein, dass Europa ein gemeinsames System zur Steuerung der Einwanderung sowie zur Schaffung des gemeinsamen Marktes für europäische Banken braucht – eine Idee, die seit Jahren von verschiedenen EU-Politikern aufgegriffen wird.

Die Ansichten von Kramp-Karrenbauer könnte Macrons Reformpläne abkühlen, da Deutschland sicherlich eine Macht ist, die in Europa nicht ignoriert werden kann und ein Land, das einen erheblichen Einfluss auf Entscheidungen der europäischen Institutionen hat.

 

 

In der Zwischenzeit scheint sich der Motor Europas weiter zu verlangsamen: Die deutschen Daten zur Industrieproduktion für Januar wurden um 8:00 Uhr veröffentlicht und sind sehr beunruhigend. Die Produktion schrumpfte nämlich im Januar um 0,8% im Monatsvergleich, während der Marktkonsens auf einen Anstieg von 0,5% hinwies. Es ist zu beachten, dass bei den zwölf vergangenen Werten auf Monatsbasis nur fünf keinen Rückgang  aufwiesen. Außerdem wurde bei nur einem Bericht ein Rückgang erwartet. Dies zeigt, dass obwohl alle von einer Verlangsamung in Europa sprechen, das Tempo der Verlangsamung viel schneller ist als von Ökonomen vorhergesagt.

Dies könnte zu einer Abwärtsrevision der kurz- und mittelfristigen Wirtschaftsprognosen führen und sich wiederum auf die Vermögensbewertung auswirken.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
– DE30: +0,19%
– FTSE 100 (UK100): +0,60%
– CAC 40 (FRA40): +0,08%
– IBEX (SPA35): -0,07%
– FTSE MIB (ITA40): +0,01%

 

Deutsche Bank steigt nach Neuigkeiten bei Fusionsgesprächen, während die Lufthansa nach einer Heraufstufung durch Goodbody an Wert gewinnt. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten
Sowohl die Deutsche Bank (DBK.DE / WKN: 514000) als auch die Commerzbank (CBK.DE) handeln heute deutlich höher. Nachrichten über die seit Langem diskutierte Fusion tauchten auf und könnten als Grund für den Anstieg genannt werden. Laut einem Bloomberg-Bericht gab der Vorstand der Deutschen Bank dem Unternehmen grünes Licht für die Aufnahme der Fusionsgespräche mit der Commerzbank. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass weder das Bundesfinanzministerium noch eine der genannten Banken den Bericht bestätigt haben.

Die Deutsche Post (DPW.DE / WKN: 555200) konnte dank eines FAZ-Berichts heute wieder steigen. Laut der Tageszeitung werde das Bundeskabinett voraussichtlich Maßnahmen beschließen, die es der Deutschen Post ermöglicht, das Porto bald leichter zu erhöhen. Die FAZ behauptet, dass die deutschen Behörden bereits am Mittwoch weitere Einzelheiten mitteilen könnten.

 

 

Auch die Lufthansa (LHA.DE / WKN: 910979) zählt heute zu den führenden DE30-Unternehmen. Die Fluggesellschaft erhielt eine Heraufstufung durch die britische Investmentbank Goodbody. Die Bank hat die Aktie von “Halten” auf “Kaufen” aktualisiert. Folgende Empfehlungen gehen für Lufthansa aus den Bloomberg-Datenbank hervor: 15 “Kaufen”, 12 “Halten” und 2 “Verkaufen”.

Andererseits ist die Deutsche Börse (DPW.DE / WKN: 581005) heute eines der schwächsten DE30-Mitglieder. In letzter Zeit sind keine besonderen negativen Nachrichten über das Unternehmen veröffentlicht worden. Bloomberg berichtete heute, dass die Deutsche Börse in ein Joint Venture investiert hat, das darauf abzielt, Mittel zur Verwahrung digitaler Vermögenswerte für Finanzdienstleistungsinstitute zu entwickeln.

Diese Nachricht scheint den heutigen Rückgang jedoch nicht zu rechtfertigen.

 

Die Deutsche Post prallte von der Unterstützungsebene bei 23,40 EUR ab und begann zu steigen. Die Aktie eröffnete heute über dem Widerstand von 27,60 EUR und ein Durchbruch über der 200-Tage-Linie (violette Linie) ist nicht auszuschließen. Man sollte jedoch bedenken, dass die Abwärtstrendstruktur immer noch vorhanden ist, weshalb die technische Situation für Bären ein gutes Zeichen zu sein scheint. Quelle: xStation 5

 


 

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