Der DAX taucht ab

Bernstein Bank: Kleine Depression am Frankfurter Aktienmarkt: Der DAX legt am Donnerstagmittag den Rückwärtsgang ein. Den Börsianern schmecken einige Quartalszahlen nicht. Sowohl in den USA als auch in Deutschland gab es Enttäuschungen.

Schlechte Stimmung in Frankfurt
Was wanket, das stürze: Frei nach diesem Friedrich Nietzsche zugeschriebenen Zitat verhalten sich am Donnerstag die Broker auf dem Frankfurter Parkett. Nun ist der deutsche Leitindex wegen mehrerer schlechter News abgerutscht. Zuletzt hielt sich der DAX 0,8 Prozent im Minus bei 12.242 Zählern. Auf die Stimmung drückten zunächst das nachbörsliche Minus der IBM-Aktie und der Einbruch der Netfllix-Titel. Der Streaming-Dienst meldete den ersten Rückgang der US-Kundenzahlen in fast einer Dekade.

In der Heimat sorgte Heidelberger Druck für Verkaufsdruck. Der Konzern aus der Kurpfalz spürt eine zunehmende Investitionszurückhaltung und Gegenwind für den Umsatz.

Aus der Nachbarschaft meldete sich SAP mit mauen Zahlen zu Wort. Abfindungen und Übernahmekosten haben den Gewinn des Softwarekonzerns im zweiten Quartal gesenkt. Entsprechend nahmen SAP am DAX-Ende Platz. Derweil rutschten im Juni die europaweiten Neuzulassungen bei Automobilen um 7,8 Prozent im Jahresvergleich ab.

 

Verluste in Asien
In Asien sorgte das siebte Minus in Folge bei den japanischen Exporten für Kopfschmerzen. Der Nikkei verlor 2 Prozent auf 21.046 Stellen. Unnötig zu erwähnen, dass die Funkstille im Handelsstreit zwischen China und den USA für Nervosität sorgte. Der CSI-300 gab rund ein Prozent nach auf 3.768 Zähler.

 


 

Skepsis in New York
Die Börse in New York war am Vorabend fest in der Hand der Bären gewesen. Der Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent auf 27.220 Zähler. Der S&P 500 rutschte um 0,7 Prozent auf 2.984 Stellen. Und der Nasdaq 100 gab 0,5 Prozent auf 7.889 Punkte nach. Konjunkturdaten sorgten für Skepsis: So hatte sich der US-Häusermarkt im Juni schlechter als erwartet entwickelt.

Doch die Fed erläuterte in ihrem Beige Book, der Geschäftsausblick bleibe „insgesamt positiv“.

Kein Grund also für eine Zinssenkung? Warten wir es ab.

 

Boris belastet das Pfund
Bleibt ein Blick auf das britische Pfund. Die Währung hat zuletzt geschwächelt, da der vermutliche neue Premierminister, Boris Johnsonn, den Brexit mit oder ohne Deal mit der Europäischen Union durchziehen will. In einer Fernsehdebatte schloss er den sogenannten Backstop aus, der ursprünglich zwischen der EU und London vereinbart wurde, um eine neue Grenze zwischen Nordirland und Irland zu verhindern. Johnson will auf keinen Fall eine Verlängerung der Verhandlungen über den 31. Oktober hinaus.

Damit wird ein No-Deal-Brexit wahrscheinlicher.

Doch falls Johnson Großbritannien wie vermutet in eine große Steueroase verwandeln wird, dürfte die Konjunktur boomen und das Pfund wieder anziehen.

 


 

Das bringt der Tag
Am Nachmittag dürften sich die kostenlosen Realtimekurse auf Ihrer Handelsplattform kräftig bewegen. Denn um 14.30 Uhr läuft zunächst der Industrieindex Philly Fed ein.

Zeitgleich folgen die amerikanischen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Und um 16.00 Uhr werden die US-Frühindikatoren gemeldet.

Um 20.15 Uhr tritt der Chef der New-York-Fed, John Williams, (stimmberechtigt im FOMC) beim Jahrestreffen der Central Bank Research Association ans Podest.

Bleibt der Abschluss des G7-Treffens der Finanzminister und Zentralbankpräsidenten in Chantilly.

Bei den Quartalszahlen dürfte vor allem Microsoft für Aufsehen sorgen.

 

 

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